Bosch Rexroth

Super Klima in den USA

 

Stephan Göthlich, Bosch Rexrroth, Trainee-Programm, Ausland

Stephan Göthlich hat nach dem Abitur eine Ausbildung zum Industriekaufmann gemacht und danach an den Unis in Kiel, Bergen und Hangzhou VWL und BWL studiert. Anschließend hängte er noch eine Doktorarbeit im Fach Controlling/ Organisation an. Seit 18 Monaten ist er nun Teilnehmer am Junior Managers Program bei Bosch Rexroth und zurzeit auf Auslandsstation in den USA.

Wieso haben Sie sich für das Junior Managers Program bei Bosch Rexroth entschieden? Wäre auch ein Direkteinstieg in Frage gekommen?
Bosch Rexroth ist ein Unternehmen, das zu mir passt und bei dem ich gerne arbeite. Daher wäre auch ein Direkteinstieg in Frage gekommen. Dass ich ins Junior Managers Program aufgenommen wurde, empfinde ich als Privileg: Nur so kann ich in kurzer Zeit ein derart umfassendes Verständnis für ein so komplexes Unternehmen entwickeln.

Wie lief das Bewerbungsverfahren ab?
Schnell und professionell. Kontakt geknüpft habe ich durch einen Personalberater, danach bekam ich eine Einladung zu einem zweitägigen Bewerbertag in die Unternehmenszentrale nach Lohr am Main. Der Bewerbertag war eine Mischung aus Assessment-Center und Gelegenheit, das Unternehmen kennenzulernen. Wir nahmen an einer Werksführung teil, führten Gespräche mit Mitarbeitern und bekamen Informationen in einer Unternehmenspräsentation. Schon ein paar Tage später rief Bosch Rexroth mich an. Ich war in der nächsten Runde und sollte noch ein Gespräch mit einem potenziellen Mentor führen. Vom ersten Kontakt bis zum Arbeitsvertrag vergingen bei mir damit gerade einmal drei Wochen.

Wie werden Sie in Ihrem Junior Managers Program auf eine Führungsposition vorbereitet?
Bosch Rexroth legt diese Vorbereitung in unsere eigenen Hände: Jeder Teilnehmer erhält ein Fortbildungsbudget, das man nach eigenem Interesse für Seminare nutzen kann. Die Personalabteilung und der Mentor stehen uns mit Rat und Tat zur Seite. Fortbildungen dieser Art nutzen wir auch nach dem Junior Managers Program noch. Außerdem wird in der täglichen Arbeit immer wieder Führungsverantwortung an Teilnehmer des Junior Managers Programs delegiert. Zum Beispiel unterstütze ich manchmal Praktikanten, betreue Diplomarbeiten oder leite die Umsetzung einzelner Projektaufgaben.

Welche Stationen haben/werden Sie in Ihrem Programm durchlaufen, welche hat Ihnen am meisten Spaß gemacht?
Als Teilnehmer mit Schwerpunkt Controlling war ich primär auf allen Ebenen des Controllings im Einsatz, also im Geschäftsbereich, in der Unternehmenszentrale von Bosch Rexroth und in der zentralen Abteilung für strategische Planung und Unternehmensübernahmen bei Bosch in Stuttgart. Daneben habe ich auch in der Logistik, im Einkauf und im Vertrieb gearbeitet. Spaß macht die Arbeit eigentlich immer, unabhängig von der Abteilung, in der ich gerade bin. Mir gefällt es, operativ zu arbeiten, denn dort sieht man die Ergebnisse seiner Arbeit sofort. In den eher strategischen Bereichen kann man dafür konzeptioneller und kreativer arbeiten. Beides hat seinen Reiz.

Sie sind zurzeit im Ausland. Welche Aufgaben haben Sie dort?
Hier in Bethlehem, Pennsylvania arbeite ich im Vertrieb. Der Markt für Solarenergie in den USA zieht gerade mächtig an. Das muss man sich vorstellen wie eine bislang unbewohnte Insel, die jetzt schlagartig von vielen neuen Arten besiedelt wird. Daher gibt es viel zu tun: Wir müssen vor allem die Folgen dieses Booms für das Wachstum von Bosch Rexroth beurteilen. Ich arbeite daran, das Verständnis für dieses neue "Business Ecosystem" zu verbessern. Dabei übernehme ich auch eine Funktion im bereichsübergreifenden Innovationsmanagement, um den Austausch im Bereich der erneuerbaren Energien innerhalb von Bosch und Bosch Rexroth zu unterstützen.

Können Sie Kenntnisse aus dem Studium anwenden?
Die kaufmännische Praxis liegt weit hinter der wirtschaftswissenschaftlichen Forschung zurück. Umso überraschter bin ich, dass sich Mitarbeiter und Manager bei Bosch Rexroth Gedanken machen, wie man Forschung und Praxis verbinden kann. Das ist nicht typisch, denn viele andere Unternehmen sind so mit sich beschäftigt, dass sie gar keine Zeit haben, Augen und Ohren für Neues von den Universitäten zu öffnen.

Bosch Rexroth legt viel Wert auf ein angenehmes Arbeitsklima. Können Sie das bestätigen?
Das Arbeitsklima bei Bosch Rexroth ist sachlich und durch die Denkweise von Ingenieuren geprägt. Ich empfinde das als sehr angenehm. Ziel ist immer, Lösungen für aktuelle Probleme zu finden. Persönliche Eitelkeiten, Besitzstandswahrung, testosterongesteuertes Brunftgehabe, ökonomische Kurzsichtigkeit und egozentrisches Karrieredenken, wie man es von anderen Unternehmungen hört, sind den Mitarbeitern bei Bosch Rexroth fremd.


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