von Carolin Metz

Das Assistenzprogramm bei Bertelsmann

Auf Augenhöhe mit erfahrenen Managern

Wie arbeitet das Management eigentlich und wie trifft es Entscheidungen? Als Assistent der Geschäftsleitung im Geschäftsfeld Ventures der medienfabrik von Bertelsmann bekommt e-fellows.net-Alumnus Patrick das ganz aus der Nähe mit. Von den erfahrenen Kollegen kann er sich viel abgucken - aber muss auch seine eigene Position vor gestandenen Managern behaupten.

Sie kannten Bertelsmann vor Ihrem Einstieg ja schon sehr gut - woher?
Vor meinem Einstieg bei arvato habe ich ein duales Studium bei Bertelsmann absolviert und verschiedene Geschäftsbereiche kennengelernt – darunter auch einige Unternehmen von arvato, wie Mohn Media oder arvato services. So waren mir viele Kollegen und die Arbeitskultur bei arvato schon vertraut. Es begeistert mich immer wieder, wie unternehmerisch bei arvato gedacht wird, welcher Freiraum einem geboten wird – und auch, wie früh man Verantwortung übernehmen kann.

Und aus diesem Grund sind Sie bei der Medienfabrik von arvato eingestiegen?
Ja, aber dass ich heute bei arvato arbeite, hat außerdem einen viel konkreteren Grund: Die letzten eineinhalb Jahre meines dualen Studiums habe ich im "HR-Shared Services Center" der Bertelsmann AG verbracht. Ganz im Sinne des Bertelsmann-Slogans "Create Your Own Career" sind zum Jahreswechsel ungefähr 30 meiner Kollegen aus dem Corporate Center zur medienfabrik gewechselt, einer Kommunikationsagentur von arvato. Von dort aus bieten wir externen Kunden unsere Expertise und Dienstleistungen in Employer Branding, Personalmarketing, Recruiting und Befragungen. Diese Entwicklung habe ich für mich natürlich als große Chance angesehen: Ich kannte schon viele Mitarbeiter der medienfabrik und wollte mich außerdem gerne weiter mit Employer Branding, Personalmarketing und Social Media beschäftigen.

Patrick Ewerszumrode ist Assistent der Geschäftsführung bei Bertelsmann [Bildquelle: Bertelsmann]

Patrick Ewerszumrode (24) ist seit Januar 2011 Assistent der Geschäftsleitung im Geschäftsfeld Ventures der medienfabrik von Bertelsmann. Er machte ein duales Bachelor-Studium in "International Management" bei Bertelsmann.

Wie sieht Ihre tägliche Arbeit aus?
Meine Aufgaben bestehen vor allem darin, unterschiedliche Projekte voranzutreiben und meinen Chef bei übergreifenden Aufgaben zu unterstützen. Von der Erstellung von Vertriebspräsentationen über die Entwicklung neuer Geschäftsansätze bis hin zum Relaunch des Internetauftritts ist alles dabei.

 

Was war Ihr spannendstes Projekt bisher?
Unter dem Titel "The Wedding Book" haben wir für die Hochzeit von Prinz William und Kate Middleton ein Hochzeitsbuch bei Facebook ins Leben gerufen. Über eine Facebook-App konnten Facebook-User dem Paar einen persönlichen Hochzeitswunsch übermitteln und Geld an die "Prince's Foundation for Children and the Arts" spenden. Das Projekt ist deshalb so spannend, weil wir im Projektteam auf der einen Seite gefordert waren, die Facebook-App über Social Media bekannt zu machen, und auf der anderen Seite Kooperationen mit großen Medienpartnern suchen mussten. Wir konnten verschiedene Medienpartner gewinnen – darunter unter anderem RTL, den Daily Mirror und die DeutschlandCard – und insgesamt über 80.000 Einträge sammeln.

Was ist das Besondere an einem Einstieg als Assistent der Geschäftsleitung?
Ich bekomme einen breiten Überblick über das Geschäft und erfahre, wie das Management arbeitet und Entscheidungen trifft. Meine Aufgaben sind sehr breit gefächert und ich bin in allen betriebswirtschaftlichen Disziplinen gefordert; ob Organisation, Controlling, Strategie, Marketing oder Vertrieb. Spannend ist außerdem, dass man auf Augenhöhe mit erfahrenen Managern diskutiert. Ich kann mir einerseits viel von den Kollegen abgucken und bin andererseits gefordert, meine Position vor Experten und gestandenen Personen zu behaupten. Ich möchte auch noch das Assistentennetzwerk erwähnen, in dem man als Assistent automatisch aufgenommen wird und sich sehr gut unternehmensübergreifend mit anderen Assistenten vernetzen kann.

In Ihrer Position arbeiten Sie ganz eng mit einer Person zusammen - was muss man dabei besonders beachten?
Wichtig ist aus meiner Sicht, dass man Ziele, Aufgaben und Prioritäten des Vorgesetzten kennt und auf die eigene Arbeit überträgt. Der Terminkalender eines Geschäftsleiters ist naturgemäß sehr voll, so dass man zwangsläufig sehr eigenständig und eigenverantwortlich arbeiten muss. Außerdem sollte man keine Scheu haben, trotz des hierarchischen Unterschieds kritisch mitzudiskutieren, Ideen einzubringen und eigene Standpunkte zu vertreten.

Welche Voraussetzungen sollte man für Ihren Job mitbringen?
Ein breites Interesse am Geschäft des Unternehmens und solide betriebswirtschaftliche Kenntnisse sind Grundvoraussetzungen. Man sollte unternehmerisch denken und Spaß daran haben, Themen mit Kreativität, Teamgeist und Ausdauer voranzubringen.

Welche Möglichkeiten hat man nach der Zeit als Assistent der Geschäftsleitung?
Das hängt eng mit der Situation des jeweiligen Unternehmens zusammen. Viele meiner Assistenzkollegen machen als Projekt- oder Kundenmanager weiter und übernehmen Themen, deren Anbahnung sie als Assistent bereits betreut haben.

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