Accenture: Technologie-Beratung
Netzwerken mit Glasfasern
Niklas ist ein großer Netzwerker - und das ganz konkret: Er berät Telekommunikationskonzerne darin, wie sie ihre Netze auf dem neuesten Stand halten. Sein Job in der "Network Practice" von Accenture führt ihn bis nach Indien.
Wofür ist Ihre Abteilung, die "Network Practice", zuständig?
Die Kunden der "Network Practice" sind große Telekommunikationsunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Unser Team besteht aus ungefähr 50 Mitarbeitern. Wir unterstützen unsere Kunden beim laufenden Betrieb von Systemen, zum Beispiel bei der Umstellung von Glasfaser- auf Kupferkabel. Dafür evaluieren wir beispielsweise, ob es für den Kunden besser ist, die Kabel selbst zu verlegen oder Miete für die Kabel der Stadtwerke zu zahlen. Es kann sich auch herausstellen, dass es sich an einem bestimmten Ort gar nicht lohnt, Kabel zu verlegen, weil sie nicht genug genutzt werden würden.
Und welches Projekt bearbeiten Sie aktuell?
Momentan betreuen wir das Netzwerk-Inventarsystem eines Telekommunikationsunternehmens, also die Dokumentation vom ganzen Basissystem bis hin zu jedem einzelnen Kunden. Die Mitarbeiter vom Kundendienst greifen auf dieses System zurück, wenn sie sehen möchten, wie bestimmte Dinge verwaltet werden oder um Fehlerquellen aufzudecken. Dieses System ist eine riesige Datenbank mit grafischer Benutzeroberfläche. Wir helfen dem Kunden, dieses System immer auf dem aktuellen Stand zu halten. Das Ziel ist es, die Realität des Netzwerks vernünftig auf die Software abzubilden.
Niklas Mellmann (27) studierte Informationstechnik an der TU Dortmund. Auf einer Karriere-Messe wurde er auf Accenture aufmerksam. Er arbeitet seit zwölf Monaten in der "Network Practice" von Accenture.
Was ist Ihre Aufgabe dabei?
Wenn das Netzwerk-Inventarsystem aktualisiert werden muss, schreibe ich eine Spezifikation. Zusammen mit dem Kunden überlege ich mir, was die Anforderungen an die Software sind. Was muss die Software können, um zum Beispiel abzubilden, in welchen Gebieten schon Glasfaser-Kabel verlegt wurden? Die fertigen Spezifikationen werden dann nach Indien zur Programmierung geschickt. Am Schluss prüft der Kunde das Ergebnis.
Sie stehen also zwischen Kunde und Entwickler?
Ja, ich bin die Schnittstelle zwischen beiden - das kann manchmal auch kompliziert sein. Zum Beispiel, wenn der Kunde eine bestimmte Funktion wünscht und die Entwickler erstmal der Meinung sind, dass das technisch nicht möglich ist. Außerdem stehen wir oft unter Zeitdruck, denn erst muss die Verwaltungssoftware stehen, und dann kann das Projekt auch in der Realität ausgerollt werden - also zum Beispiel die Glasfaserkabel verlegt werden. Wenn man in meinem Job Programmierkenntnisse hat, hilft das viel weiter. Man versteht die Entwickler besser und bei Nachfrage vom Kunden, warum etwas nicht funktioniert, kann man in den Programmcode schauen und prüfen, ob es einen Fehler gibt.
Wie pflegen Sie den Kontakt zu den Kollegen in Indien?
Wir arbeiten eng zusammen und besuchen uns auch gegenseitig. Wir haben fast immer einen indischen Kollegen bei uns in Deutschland. Der kann uns dann über die Schulter schauen und unsere Arbeitsweise auf die Büros in Indien übertragen. Ich selbst war mit Kollegen vier Wochen lang in Mumbai. Die Unterschiede dort sind schon extrem: Man sieht auf dem Acker Ochsen vorm Pflug, aber die Städte sind sehr modern.
- Accenture als Arbeitgeber
- Einstieg bei Accenture
- Praktika bei Accenture
- Gruppe "Inside Accenture" in der e-fellows.net community
- Mentoren von Accenture
Was macht Ihnen an Ihrer Arbeit am meisten Spaß?
Das Schöne ist, dass man bei uns nicht allein vor Problemen sitzt, sondern sie mit Kollegen diskutieren kann. An der Uni habe ich mehr alleine gearbeitet, bei Accenture dagegen ist Teamwork wichtig. Am interessantesten finde ich, mit den Kunden die Anforderungen an die Software zu besprechen und zu sehen, was auf welche Art machbar ist. Das ist ja auch unsere eigentliche Beratungsleistung. Spannend wird es, wenn die Entwickler sagen: "Das kann man so nicht machen". Dann muss ich Mediator sein und überprüfen, ob der Programmierer nicht etwas übersehen hat. Wenn nicht, dann muss ich zusammen mit dem Kunden Alternativen finden.
Kann man in der "Network Practice" ein Praktikum absolvieren oder direkt nach dem Studium einsteigen?
Ja, unser Team will stark wachsen. Wer bei uns anfangen will, sollte Erfahrung mit Netzwerken haben, zumindest theoretisch oder auch durch Praxisversuche an der Uni. Ein Praktikum kann man sowohl im Consulting machen als auch bei Accenture Technology Solutions, und zwar deutschlandweit. Idealerweise haben die Kandidaten Informatik, Elektrotechnik, Physik oder Wirtschaftsinformatik studiert.
Und was erwartet die künftigen Kollegen bei Accenture?
Die Kollegen hier sind super, sowohl fachlich kommt man mit ihnen klar als auch menschlich. Accenture legt viel Wert darauf, dass die Mitarbeiter gut zusammenpassen und Teamplayer sind.
Die Technologie-Beratung von Accenture ist in drei Sparten aufgeteilt:
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"Technology Consulting"
Accenture berät seine Kunden zu technischen Themen, zum Beispiel zu "Network Cost Optimization": Welche Faktoren kann man beeinflussen, um das Telefonnetz möglichst günstig zu betreiben? Welche Stromleitung sollte man legen, um Energiekosten zu senken? Wie verteilt man die Netzlast so, dass der Kunde optimal bedient werden kann? -
"System Integration"
Hier kümmert sich Accenture um die Einbindung von Systemen. Zum Beispiel konsolidieren die Accenture-Berater Ticket-Management-Systeme, damit man Aufträge effizient bearbeiten kann, oder richten Netzwerk-Inventarsysteme ein. Damit verwalten die Unternehmen ihr Netzwerk und überprüfen zum Beispiel, welche Ersatzteile sie auf Lager haben. -
"Managed-Services-Projekte"
Ein Beispiel dafür wäre die Wartung von Systemen, die zwischen zwei verschiedenen Systemen vermitteln (Mediation Platform). Da liegt die Herausforderung darin, Daten vernünftig über die Schnittstellen zu bringen.
