Accenture
Partner im Profil: Mikrokosmen im großen Ganzen
Aus "accent" und "future" setzt sich der Unternehmensname von Accenture zusammen, mit Betonung auf Zukunft. Ein Unternehmen, das sich in mehrfacher Hinsicht als Spezialist für Schnittstellen versteht: sowohl zwischen Wirtschaft und Technologie als auch zwischen Strategie- und IT-Beratung.
Accenture zählt heute zu den größten Unternehmensberatungen weltweit. Und rund um den Globus zählen über 4.000 Organisationen und Unternehmen zu den Kunden. Bei Projekten kann es schon mal vorkommen, dass 200 Leute beteiligt sind. Trotz aller Größe legt Accenture jedoch Wert darauf, nicht als unüberschaubar oder gar unpersönlich zu gelten. Ganz im Gegenteil, sagt Andreas Baier, Partner bei Accenture: "Wir haben regel- rechte Mikrokosmen in unseren Kompetenzteams. Das sind spezialisierte Arbeitsgruppen, die auf Projekten zusammenarbeiten." Fünf branchenorientierte Industriebereiche gibt es bei Accenture, dazu kommen die Kompetenzteams (Business Consulting und Technology & Outsourcing).
Inside Accenture
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Alles außer Assimilierung
Und was macht Accenture in diesen Teams? Das Unternehmen hilft seinen Kunden, ihre Leistungsfähigkeit nachhaltig zu steigern. Accenture-Berater arbeiten dabei sowohl an strategischen Beratungsprojekten, an der Einführung maßgeschneiderter IT-Lösungen und beim Erschließen neuer Märkte für die Kunden. Sehr unterschiedliche Aufgaben, die unterschiedliche Mitarbeiter und Fähigkeiten erfordern. Welche das sind? Im Wesentlichen Informatiker, Ingenieure und Wirtschaftswissenschaftler, aber auch Mathematiker und Naturwissenschaftler. Wie arbeiten so unterschiedliche Spezialisten auf einem Projekt zusammen? Andreas Baier: "Der Hauptunterschied zu anderen Beratungen ist, dass wir keine assimilierende Kultur bei Accenture haben. Bei uns kommt am Ende nicht der Berater raus, sondern es entwickeln sich Menschen mit ihren Ecken und Kanten."
Andreas Baier, Jahrgang 1966, ist Partner bei Accenture.
Baier studierte BWL in München. Seit der Studienzeit war er sich über sein Berufsziel klar, das Beratung hieß.
Herr Baier, wie kamen Sie zu Accenture?
Für mich war seit dem Studium klar: ich will in die Beratung! Nach verschiedenen Stationen bei kleineren Beratungen fand ich dann 1998 den Weg zu Accenture in den Bereich Products/ Automotive. Der Grund? Ich hatte von Anfang an den Eindruck, dort arbeiten Menschen. Und zwar Menschen mit ähnlichen Vorstellungen und Werten; die wie ich Kinder und Familie haben, hart arbeiten, aber auch ein ausbalanciertes Verhältnis zwischen Arbeit und Freizeit wollen.
Accenture hat sich die Work-Life Balance ja auf die Fahnen geschrieben. Stimmt es, dass sogar Beratern Überstunden bezahlt werden?
Grundsätzlich ja, die Überstunden-Regelung gilt allerdings für die Strategie-Kollegen nicht mehr. Und natürlich arbeiten wir sehr viel.
Andererseits muss man auch fragen: Was ist denn Arbeit? Wenn ich abends unter der Woche beim Projekt bin und mit Kollegen essen gehe, vermischen sich Arbeit und Privates. Das macht mir aber durchaus Spaß, denn es ist immer wieder interessant zu sehen, wie vielfältig das Unternehmen ist, wie unterschiedlich die Spezialisierungen der Kollegen sind und in welch spannendem Umfeld wir arbeiten.
Womit beschäftigen Sie sich wesentlich in der Markteinheit Products/Automotive?
Grob gesagt – mit dem Thema Business Transformation. Also einfacher gesagt mit der Frage, wie wir das Geschäft eines Kunden von A nach B bringen. Zum Beispiel haben wir erst kürzlich ein europäisches Automobil-Unternehmen durch den Turn-Around begleitet. Das war eine vielfältige Tätigkeit, bei der wir zunächst die Aufgabenfelder definierten, dann neue Vertriebsstrukturen etablierten und das Händler-Netzwerk unter die Lupe nahmen mit Fragen wie: Ist die Händlerdichte ange- messen? Und schließlich haben wir noch die Modelleinführung eines neuen Typs begleitet. Ein spannendes Projekt, bei dem sich Dinge stets weiterentwickelten. Im besten Fall ist die Beziehung zwischen Beratern und Unternehmen, wie bei diesem Projekt, sehr lebendig.
Automotive ist ein weites Feld, das viele Aufgaben beinhaltet. Was sind für Sie die drei wichtigsten Ziele darin?
Der Fokus von Accenture liegt in der Kundenbindung. Deshalb ist es auch bei Automotive eine zentrale Aufgabe, jeden einzelnen Bereich des Kunden-Managements abzudecken. Das beginnt mit der Information des Kunden, geht über die Akquisition und mündet in das große Thema Kundenbindung. Wir arbeiten daran, dass die Treue für die Marke unserer Kunden steigt. Ein harter Job: Selbst die Markentreue bei Waschmitteln ist in Deutschland größer als die bei Autos. Zusammengefasst würde ich als die drei wichtigsten Ziele definieren: Kaufinteressenten für die Unternehmen generieren, Prozesse effizient gestalten und die Verkäufer von administrativen Tätigkeiten entlasten.
