Catalina Schröder

Asset Management

Was macht ein Asset Manager?

Asset Manager machen aus viel Geld möglichst noch mehr Geld. Welche Jobs gibt es in der Branche und welche Qualifikationen braucht man im Asset Management?

Asset Manager legen das Vermögen von Privatleuten oder Unternehmen in sogenannten Fonds oder in Lebensversicherungen an. Ziel ist es, eine möglichst hohe Rendite bei einem geringen Risiko zu erwirtschaften. Da sich der Markt ständig verändert, haben Asset Manager einen besseren Überblick als Privatleute oder Unternehmen und können entscheiden welche Anlage sich lohnt.

Was ist ein Fonds?

In einem Fonds wird das Geld verschiedener Kapitalgeber gesammelt und dann gebündelt investiert in die internationalen Aktien-, Immobilien-, Renten- und Rohstoffmärkte. Wer Fondsanteile kauft, wird Miteigentümer am Fondsvermögen. Schüttet der Fonds Gewinn aus, erhält der Miteigentümer diesen Gewinn entsprechend seinen Anteilen.

Publikumsfonds versus Spezialfonds

Publikumsfonds richten sich traditionell an Kleinanleger. Sie werden selten direkt an den Endkunden verkauft, sondern meist an Banken, die dann Fondsanteile an ihre Endkunden verkaufen. Spezialfonds stehen dagegen nur institutionellen Investoren wie Banken, Versicherungen oder anderen Unternehmen zur Verfügung. Ihr Volumen beträgt mindestens zehn Millionen Euro, meistens aber deutlich mehr.

Aufgaben im Asset Management

Das Asset Management ist unterteilt in Produktion, Distribution und Abwicklung, die ihrerseits in verschiedene Arbeitsschritte eingeteilt sind:

Produktion

Research: Wer hier arbeitet, muss sich gut im externen Rechnungswesen und in der Volkswirtschaftslehre auskennen. Die Asset Manager sammeln und analysieren Wertpapiere und erstellen Marktanalysen.

Portfoliomanagement: Auf Grundlage der Research-Ergebnisse werden hier Anlageentscheidungen getroffen. Man spricht von qualitativem Management, wenn der Fondsmanager die Wertpapiere individuell begutachtet und auf dieser Grundlage seine Kauf- und Verkaufsentscheidungen trifft. Benutzt er hingegen statistische Verfahren, um Wertpapiere zu beurteilen, spricht man von quantitativem Portfoliomanagement.

Transaktionsmanagement: Hier werden die Wertpapiere gekauft und verkauft.

Risikomanagement & Performance-Messung: Diese beiden Aufgaben bilden oft eine gemeinsame Abteilung. Wer hier arbeitet, muss sich mit analytischen und numerischen Bewertungsverfahren auskennen. Die Asset Manager versuchen damit herauszufinden, wo sich beim Kauf und Verkauf von Fonds mögliche Risiken verbergen.

Distribution

Marktforschung: Hier werden Trends am Markt beobachtet. Die Asset Manager versuchen so herauszufinden, welche Wünsche ihre Kunden haben. Bei Bedarf nehmen sie bestehende Produkte vom Markt, entwickeln neue Produkte und entwerfen dazu Werbekampagnen.

Vertrieb: Hier versucht man, bestehende Kunden an das Unternehmen zu binden und neue Kunden zu gewinnen. Das können sowohl Firmenkunden (institutionelle Kunden) als auch Vertriebskanäle wie Direkt- oder Primärbanken (Retail-Geschäft) sein.

Abwicklung

Depotverwaltung & -buchhaltung: In Deutschland haben sich in der Regel sogenannte Master-Kapitalanlagegesellschaften auf diese Aufgabe spezialisiert. Die Buchhaltung berechnet Steuern und Anteilspreise, bucht Geschäftsvorgänge und verfasst Berichte für Asset Manager aus anderen Abteilungen und für externe Kunden.

Buch zum Investment Banking

Perspektive Investment Banking & Asset Management [Quelle: e-fellows.net]

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