Wohnen

Aus der Ferne eine Unterkunft für Australien zu finden, ist fast unmöglich. Die Wohnungssuche beginnt erst vor Ort. Doch wie überbrückst du die Zeit, bis du eine passende Wohnung gefunden hast?

Temporary Accomodation: die Übergangslösung
Die Universitäten stellen Übergangszimmer für Auslandsstu-
denten zur Verfügung. Von dort aus kannst du die Wohnungs- suche angehen. Für 50 Australische Dollar pro Tag bekommst du ein Zimmer in einem der Uniwohnheime, den so genannten Colleges. Auf Dauer ist das natürlich zu teuer. Etwas billiger kommt es, in einer nahe gelegenen Jugendherberge für etwa 25 Australische Dollar zu übernachten. Die Preise hängen von der Stadt ab, in der du wohnst. Größere Städte sind in der Regel um einiges teurer.

Colleges - Mahlzeiten inklusive
Viele ausländische Studenten wohnen zusammen mit den Einheimischen auf dem Campus. Die meisten Unis bieten Wohnheimplätze in ihren Colleges an.

  • Vorteile
    Du kommst schnell in Kontakt mit australischen Studenten und lernst deren "way of life" kennen. Außerdem wohnst du in bester Lage in der Nähe deiner Uni, lange Anfahrtswege entfallen. Außerdem musst du weder Geschirr spülen, noch Gänge fegen. Denn Putzfrau und Verpflegung sind inklusive. Einige Wohnheime sind mit Computern, Bibliotheken und Sportanlagen ausgerüstet, die die Studenten nutzen können.
  • Die Nachteile
    800 Australische Dollar im Monat für ein Wohnheim-Zimmer ist sehr viel. So viel musst du aber einrechnen, wenn du in der Nähe der Uni wohnen willst. Die Zimmer sind klein und die Wände dünn wie Papier. Duschen, Toiletten und sogar Waschbecken sind Gemeinschafts- einrichtungen. Trotz der Preise gehen die Zimmer weg wie warme Semmeln. Wenn du dort wohnen möchtest, solltest du dich daher rechtzeitig bewerben. Am besten lässt du dir die Prospekte der Heime zuschicken und machst dir selbst einen Eindruck.

Wohngemeinschaften - die günstige Alternative
Am billigsten sind die Mieten in einer Wohngemeinschaft. Dafür musst du etwa 400 Australische Dollar pro Monat einplanen. Höre dich also bei der "Orientation Week" um, ob deine Kommilitonen an einer Wohngemeinschaft interessiert sind. Ihr könnt euch dann gemeinsam auf die Suche nach einem Haus oder einer Mehr-Zimmer-Wohnung machen. Auch wenn die Verlockung groß ist, dich mit deinen Landsleuten zusammen zu tun, lernst du mehr kennen, wenn du mit Australiern oder anderen ausländischen Studenten zusammen wohnst.

Australische Immobilienmakler
Die meisten Wohnungen in Australien werden von Maklern vermittelt. In den Hauptstraßen der Städte tummeln sich Scharen von ihnen. In den Büros der "real state agents" informieren täglich aktualisierte Aushänge über leer stehende Wohnungen. Der Unterschied zu deutschen Maklern besteht darin, dass dem Mieter keine Gebühren für die Vermittlung berechnet werden. Der Makler reicht alle gesammelten Bewerbungen an den Vermieter weiter. Oder du "bestichst" den Vermieter, indem du die erste Wochenmiete als Anzahlung überweist. Das ist eine übliche Methode, deswegen solltest du schnell genug sein.

Online suchen
Wo Zimmer frei werden, erfährst du auch auf den schwarzen Brettern der Uni. Viele Studenten informieren so ihre Kommilitonen, wenn sie ausziehen und ihr Zimmer frei wird. Wo du die Aushänge genau findest, erfährst du bei der Einführungs-
veranstaltung. Eine weitere Möglichkeit ein Zimmer zu suchen, sind die Zeitungen und deren Online-Ausgaben. Auf den Internetseiten findest du zusätzliche Datenbanken der Makler. Die Auswahl wird so noch größer. Darüber hinaus wird im Rahmen des Alumni-Netzwerkes des Instituts Ranke-Heinemann die Möglichkeit geboten, vor Abreise in Kontakt zu anderen Australien-Studenten zu treten. Gemeinsam kann man dadurch nach Wohnungen suchen oder Wohnungen von ehemaligen Studierenden übernehmen.

 

 

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