Der Buchtipp der Woche

Lesen macht Spaß – aber welche Bücher lohnen sich wirklich? Angesichts der unüberschaubaren Flut von Büchern keine leichte Frage. Deshalb geben ab jetzt Stipendiaten von e-fellows.net die Antwort.

Bisher haben die Mitarbeiter von e-fellows.net in der Rubrik "Vorlesen!" ihre Lieblingsbücher vorgestellt. Weil uns daraufhin viele e-fellows von ihren eigenen Lese-Vorlieben geschrieben haben, kann nun jede Woche ein Stipendiat den anderen
e-fellows von seinem persönlichen Buchfavoriten erzählen.
Viel Spaß beim Lesen!

e-fellow Stella

Ich bin...
Stella Adorf (19)

und studiere...
Geschichte und Philosophie in Erlangen.

Am liebsten lese ich...
historische Romane aller Art, Klassiker wie Goethe und Schiller, wissenschaftliche Sachbücher, zum Beispiel von Stephen Hawking, und Fantasyromane.

Bücher, die ich nicht mal mit der Kneifzange anfassen würde, sind...
"harte" Krimis, Autobiographien von noch Lebenden und Erlebnisberichte.

Neben Lesen mag ich es auch,...
viel Sport zu treiben, Motorrad zu fahren, mit Freunden essen zu gehen und zu malen.

Wann ich in Leselaune bin...
Abends vor dem Einschlafen und im Wartezimmer
beim Arzt.

Was ihr in diesem Frühling lesen solltet:

Der Alchimist von Paulo Coelho.

Weshalb?
Dieses Buch ist sowohl im Schreibstil als auch in seiner Erzählatmosphäre unvergleichlich. Dabei hört sich die grobe Beschreibung des Inhaltes sehr simpel an - was aufgrund der sehr tiefgründigen Aussage des Buches raffiniert ist: Der Hirtenjunge Santiago aus Andalusien hat eines Tages einen Traum. Er träumt von einem großen Schatz bei den Pyramiden von Ägypten. Eine weissagende Zigeunerin rät ihm, nach Ägypten zu gehen und den Traum wahr werden zu lassen. Also verkauft er all seinen Besitz und macht sich auf eine lange Reise, die viel Mut von ihm abverlangt, ihm aber dafür zahlreiche schicksalhafte Begegnungen beschert.
Von Neugier, Wissbegier und Tatendrang getrieben erkennt Santiago, dass wahre Schätze keinen materiellen Wert haben und es zwar nicht immer einfach, aber möglich ist, den Sinn und den Traum des Lebens zu finden.

Fazit:
Coelho erweckt mit einer unbeschreiblichen Sinnesschärfe die Wüste Nordafrikas zum Leben. Beim Lesen von Santiagos Erlebnissen hat man das Gefühl, wirklich die drückende Hitze, aber auch die Schönheit der Wüste (und des Selbstwerdens) zu erleben. Parabelähnlich wird die Selbstfindung und das Mit-sich-und-der-Welt-eins-Werden in eine Abenteuergeschichte verpackt und realistisch, doch verträumt beschrieben.
Sehr empfehlenswert ist übrigens das Hörbuch, das eigentlich ein Hörspiel ist. Mit wunderbaren Erzählstimmen und zauberhafter Musikuntermalung eine tolle Ergänzung zum Buch.

 

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