Der Buchtipp der Woche

Lesen macht Spaß – aber welche Bücher lohnen sich wirklich? Angesichts der unüberschaubaren Flut von Büchern keine leichte Frage. Deshalb geben ab jetzt Stipendiaten von e-fellows.net die Antwort.

Bisher haben die Mitarbeiter von e-fellows.net in der Rubrik "Vorlesen!" ihre Lieblingsbücher vorgestellt. Weil uns daraufhin viele e-fellows von ihren eigenen Lese-Vorlieben geschrieben haben, kann nun jede Woche ein Stipendiat den anderen
e-fellows von seinem persönlichen Buchfavoriten erzählen.
Viel Spaß beim Lesen!

e-fellow Hannah

Ich bin...
Hannah Mangold (20)

und studiere...
Chemie und Geographie in Freiburg.

Was ich am liebsten lese, sind...
Bücher, die spannend geschrieben sind, in denen man aber gleichzeitig viel über sich erfährt, um danach die Welt oder wenigstens bestimmte Bereiche davon mit anderen Augen zu betrachten.

Bücher, die ich nicht mal mit der Kneifzange anfassen würde, sind...
kitschige Herz-Schmerz-Romane, bei denen schon zu Beginn das Ende klar ist.

Neben Lesen mag ich es auch,...
im Winter Ski zu fahren und im Sommer mit dem Fahrrad die Gegend zu erkunden.

In Leselaune bin ich besonders...
an einem kalten Winterabend im warmen Bett oder auf einer langen Zugfahrt.

Unbedingt lesen solltet ihr...

"Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" von Milan Kundera.

Warum?
Auf den ersten Blick erscheint das Buch als eine Liebesgeschichte. Wenn man aber weiter liest, merkt man schnell, dass viel mehr dahinter steckt als die ständige Untreue Tomas gegenüber Teresa. Tomas liebt Teresa zwar, kann aber trotzdem nicht ohne seine Affären auskommen. Teresa, für die Liebe und Sexualität zusammengehören, trifft das sehr. Dennoch heiraten sie und ziehen nach der gewaltsamen Niederschlagung des Prager Frühlings in die Schweiz. Aber auch dort hat Tomas eine Geliebte. Schließlich hält es Teresa nicht mehr aus und fährt zurück nach Prag. Tomas steht jetzt vor der Wahl, entweder seiner Liebe Teresa zu folgen oder in der Schweiz zu bleiben, wo er im Gegensatz zu Prag weiterhin seine Karriere als Arzt verfolgen könnte.
Die Entwicklung der Beziehung von Tomas und Teresa stellt aber nur die Rahmenhandlung dar, in die viele Gedanken über Philosophie, Politik, Liebe, Erotik und das Leben eingeflochten sind. So spielt zum Beispiel einmal ein Hut eine zentrale Bedeutung, der nicht nur ein "Hut" ist, sondern für verschiedene Menschen die unterschiedliche Bedeutung hat.

Fazit
Ich fand das Buch sehr spannend und konnte es nur schwer aus der Hand legen, wenn ich einmal zu lesen begonnen hatte. Es ist wunderbar leicht geschrieben und hat mich trotzdem oft schwer betroffen gemacht. Ein Buch, das man auch mehrmals lesen kann!

 

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