Der Buchtipp der Woche
Lesen macht Spaß – aber welche Bücher lohnen sich wirklich? Angesichts der unüberschaubaren Flut von Büchern keine leichte Frage. Deshalb geben ab jetzt Stipendiaten von e-fellows.net die Antwort.
Bisher haben die Mitarbeiter von e-fellows.net in der Rubrik "Vorlesen!" ihre Lieblingsbücher vorgestellt. Weil uns daraufhin viele e-fellows von ihren eigenen Lese-Vorlieben geschrieben haben, kann nun jede Woche ein Stipendiat den anderen
e-fellows von seinem persönlichen Buchfavoriten erzählen.
Viel Spaß beim Lesen!
Ich bin...
Lena Tonzer (19)
und studiere...
Sprachen-, Wirtschafts- und Kulturraumstudien in Passau.
Was ich am liebsten lese,...
sind historische Romane und Biographien oder auch Bücher, die zum Nachdenken anregen.
Bücher, die ich nicht mal mit der Kneifzange anfassen würde, sind...
stereotypisierte Liebesromane, bei denen am Anfang schon klar ist, wie sie ausgehen werden. Was ich außerdem überhaupt nicht lese, sind Fantasyromane wie Harry Potter.
Neben Lesen mag ich es auch,...
ins Theater zu gehen, mir gute Filme im Kino anzuschauen oder einfach einen schönen Tag mit Freunden zu verbringen.
Wann ich in Leselaune bin...
Ich bin vor allem in Leselaune, wenn ich viel Zeit habe und das Wetter nicht gerade zum Hinausgehen einlädt. Oft lese ich auch abends vor dem Einschlafen, was bei spannenden Bücher die Nächte extrem verkürzen kann.
Was ihr diesem Winter lesen solltet:
"Veronika beschließt zu sterben" von Paulo Coelho.
Weshalb?
Veronika ist eine junge Slowenin, die ihren Traum, Pianistin zu werden, aufgegeben hat und nun ein ereignisloses Leben in Ljubljana führt. Sie denkt, dass sie nichts mehr vom Leben zu erwarten hat und beschließt deshalb, sich mit Hilfe von Schlaftabletten umzubringen. Der Versuch misslingt jedoch und sie erwacht in einem Irrenhaus. Dort teilen ihr die Ärzte mit, dass sie herzkrank sei und bald sterben werde. Mit dieser Nachricht vor Augen beginnt Veronika jeden Augenblick zu genießen, als wäre er ihr letzter. Sie lernt das Leben und auch die Liebe neu kennen und beginnt für ihr Glück zu kämpfen.
In diesem Buch entführt Paulo Coelho den Leser in die verrückte Welt eines Irrenhauses und lässt ihn durch die Augen seiner Protagonistin Veronika die Welt aus einer anderen Perspektive betrachten. Man begegnet Menschen, die mit ihrem Leben in der Welt außerhalb nicht zurechtgekommen sind und Schutz gefunden haben in der von Mauern begrenzten Welt des Irrenhauses.
Fazit zum Buchtipp der Woche
Das Buch macht darauf aufmerksam, dass es sich lohnt, auch gegen Konventionen für seinen Lebenstraum zu kämpfen. Denn oft gehört dazu ein wenig Verrücktheit und auch Mut. Das Buch zeigt zudem, dass man manchmal erst angesichts des Todes begreift, wie wertvoll das Leben ist und wie viele Möglichkeiten es bietet.
Paulo Coelhos Art zu schreiben, zieht mich immer wieder in den Bann seiner Bücher. Außerdem bietet sie viele Anreize über den Sinn des Lebens oder das, was man mit seinem Leben anfangen will, nachzudenken.
