von <a href="javascript:feedback_mail('margret.steinle@firm.e-fellows.net','Margret Steinle','Erfahrungsbericht Power Breakfast')">Margret Steinle</A>

Power und Paragraphen

Margret Steinle

Margret Steinle (38) leitet das Marketing-Team bei e-fellows.net. In dieser Rolle organisiert und moderiert sie auch das Power Breakfast. Für e-fellows.net berichtet sie über das 22. Power Breakfast in Düsseldorf.


"Ein Vorstand hat die Aufmerksamkeitsspanne von 30 Sekunden, darauf müssen sie sich einstellen," berichtete Dr. Anke Frankenberger. Die Rechtsanwältin im Konzernbereich Legal & Insurance bei Degussa AG erzählte beim 22. Power Breakfast von ihrem Berufsalltag. Auch Dr. Daniela Favoccia, Partnerin bei Hengeler Mueller, gab Einblicke über die Anforderungen an Juristen im Berufsleben: "Sie müssen Probleme genau definieren und analysieren, Lösungen erarbeiten und Argumente knapp und präzise auf den Punkt bringen."

Hengeler Mueller bittet zu Tisch
Beim Power Breakfast in Düsseldorf war e-fellows.net zu Gast in den schicken neuen Räumlichkeiten der Wirtschaftkanzlei Hengeler Mueller. Mit Daniela Favoccia und Anke Frankenberger diskutierten 29 Stipendiatinnen und deren Freundinnen über Karrierechancen und –wege. Das Besondere: Diese Mal nahmen nur Juristinnen teil, da es speziell um Karrierechancen für Anwältinnen ging.

Diplom, Magister oder doch lieber ganz klassisch?
Und eine Anwaltskarriere bedeutet nach wie vor die klassische Ausbildung mit Staatsexamina und Referendariat. Andere Abschlüsse wie ein Diplom-Jurist oder Magister reichen nicht als Ersatz, so die Meinung der beiden Referentinnen.
Daniela Favoccia kam zum Jura-Studium durch den Steuerberater ihres Vaters, der sie in ihrer Jugend besonders beeindruckt hat. Eigentlich strebte sie nach der Promotion in Freiburg eine Unikarriere an, doch "es kommt alles anders als man denkt." Bei einer Roadshow im besten Restaurant Freiburgs lernte sie die Kanzlei Hengeler Mueller kennen und war so angetan, dass sie sich gleich bewarb. Dort folgten dann Stationen in Brüssel und Los Angeles. Und im Jahr 1999 die Wahl zur Partnerin.

Biographien-Vergleich
Anke Frankenberger studierte Jura, da sie schon früh beobachtete, dass "Juristen immer das letzte Wort haben". Als Nebenfach studierte sie Sinologie und verbrachte ein Jahr an der University of British Columbia in Vancouver. Ihr Berufswunsch war lange Zeit der diplomatische Dienst, doch sie stellte während einer Wahlstation fest, dass der auch "nur eine Behörde im Ausland ist". Seit 2001 ist sie bei Degussa in der Rechtsabteilung und bearbeitet dort vor allem Unternehmenstransaktionen. Ende 2004 wird sie für Degussa ein neues Produktionszentrum in China aufbauen.

Wer nicht fragt, bleibt dumm
Bei der Diskussion drehten sich viele Fragen der Stipendiatinnen um den Stellenwert von Auslandsaufenthalten, Sprachkenntnissen, LL.M. Abschlüssen oder Promotion für die Karriere. Die Botschaft der beiden Referentinnen war klar: Mit Willen und Engagement öffnen sich viele Chancen, an die man zuerst nicht dachte. Auch Karriere und Kinder lassen sich vereinbaren – Teilzeitmöglichkeiten bestehen für Frauen vor allem in Fachgebieten wie Wettbewerbs-, Umwelt- oder Arbeitsrecht.

Lange Arbeitszeiten müssen nicht langweilig sein
Zum Abschluss gab es noch ein besonderes Bonbon: Drei junge Anwältinnen von Hengeler Mueller führten die Teilnehmerinnen durch die Räumlichkeiten inklusive hauseigener Espressobar und Dachterrasse. Sie standen auch für alle Fragen zur Verfügung, die in der großen Runde nicht zur Sprache kamen. "Ja, man arbeitet schon bis 21 Uhr abends. Das stört aber nicht, wenn die Arbeit sehr spannend ist und das Umfeld hilfsbereit und kollegial," erzählte eine Junganwältin. Den Teilnehmerinnen hat es sehr gut gefallen. "Ich habe mir vorgenommen, selbstbewusster, aktiver und mutiger an neue Dinge heranzugehen" lautete das Fazit einer Teilnehmerin.

 

 

 

Kommentar schreiben

Sicherheitstext eingeben:*

* Pflichtfelder