Vorlesen!

Wir können es seit der ersten Klasse. Oder noch früher. Und wir tun es täglich. Ganz nebenbei, in Eile, mit Muße, gerne, ungerne, zur Information oder zum Spaß. Vor allem aber in den Ferien: Lesen.

Die jüngste Studie der Stiftung Lesen zeigt: 31 Prozent der deutschen Bevölkerung interessieren sich für Literatur. Mit dem Interesse alleine ist es aber noch nicht getan. Das gute, spannende, amüsante, herzerweichende, informative - kurzum - das ultimative Buch muss her.

Die Vorleser der Woche
Das kann so schwer nicht sein, haben wir von e-fellows.net uns gesagt. Und für euch "vor-gelesen". In den folgenden Wochen stellen wir dir Mitarbeiter aus allen Teams und ihre persönlichen Lieblingsbücher vor. Und weil Vielfalt erfreut und jeder Mensch individuelle Vorlieben hat, ist unsere Liste bunt gemischt – so wie auch unser Team.

Vorleser der Woche

Yuliya von Saal

Ich bin Yuliya von Saal (24)

und arbeite im Team Marketing und Stipendiatenbetreuung

Was ich am liebsten lese... sind Sachbücher zu Politik und Zeitgeschichte, Biographien, Zeitungen und Zeitschriften wie GEO und Horizont. Aber ich lese natürlich auch gerne spannende Romane wie die von Ken Follet - sinnliche Romane wie die von Paulo Coelho - anspruchsvolle wie die von Dostojewskij und Bulgakow. Und nicht zuletzt auch fantasievolle wie "Baudolino" oder "Die Insel des vorigen Tages" von Umberto Eco.

Bücher, die ich nicht mal mit der Kneifzange anfassen würde, sind... stupide Liebesromane mit einem alles sagenden kitschigen Bildchen drauf.

Neben Lesen mag ich auch... am, in und unter Wasser zu sein, Kirschen vom Baum zu essen, zu reisen, zu wandern, zu zelten und neue Leute kennen zu lernen. Und noch viel, viel mehr.

Wann ich in Leselaune bin... wenn ich "Leseverbot" habe. Zum Beispiel kurz vor den Klausuren...

Was ihr diesen Sommer lesen solltet : Wie wäre es mit einem Buch über Putins Politik? Viktor Timtschenkos "Putin und das neue Russland".

Weshalb? Das Buch mag für die leichten sommerlichen Tage zu schwer verdaulich erscheinen. Aber es liest sich überraschenderweise ganz gut - sogar am See. Denn es spart mit trockenen wissenschaftlichen Analysen und setzt auf den gesunden Menschenverstand der Leser. Da der Autor "dieselben Lerninhalte gepaukt, dieselben Filme gesehen, dieselben Bücher gelesen und dieselben Idole verehrt hat wie Putin und seine überwiegend gleichaltrige Mannschaft", enthält das Buch auch russische Sichtweisen zu Politik und Zeitgeschichte. Der Leser gewinnt zudem gute Einblicke in die nun wirklich komplizierten Beziehungen der politischen Akteure.

Fazit vom Vorleser der Woche: Locker, weiterbildend und interessant für jeden "Nicht-Politiker".