Studieren nach dem Studium
Früh abwägen
Wenn du daran denkst, einen Aufbaustudiengang zu machen, solltest du schon früh einen Blick auf das Angebot werfen. Wäge gut ab, ob ein weiterführendes Studium für dich sinnvoll ist oder nicht. Ein paar Denkanstöße findest du hier. Wenn du es nicht schon getan hast: Mach dir zunächst einmal Gedanken darüber:
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Know what you want!
Ein Aufbaustudium direkt nach dem Examen kann durchaus sinnvoll sein, wenn du klare Vorstellungen von deinem Berufsziel hast. "Wenn Zweifel bestehen, nur vage Vorstellungen oder schlicht die Furcht vorm Sprung ins kalte Wasser, wird ein Aufbaustudium wohl auch nicht weiterhelfen", schreibt Ratgeber-Autor Michael Stephan. -
Früh informieren!
Ideal ist es, wenn du dich schon während deines Erststudiums über ein eventuelles Ergänzungsstudium informierst. Arbeitgeber wollen sehen, dass du zügig studiert hast; dass du dich für ein Aufbaustudium bewusst entschieden hast und dieses für dein Berufsziel auch Sinn macht. Sinnvoll ist es, sich schon während dem Erststudium weiterzubilden: in Form des Studium Generale (Veranstaltungen, die allen Studenten offen stehen: Für Nicht-Wirtschaftswissenschaftler zum Beispiel ein Besuch in BWL-Veranstaltungen), EDV- oder Sprachkursen und
Praktika. -
Eine Frage des Alters:
Allgemein gesprochen: Bis zum 28. Lebensjahr sind Ausbildungs- und Studiengänge vertretbar. Wer sein Erststudium mit 23 oder 24 schon zuende hat, ist mit einem Aufbaustudium vielleicht sogar gut beraten und hat dann mit 26 einen Wettbewerbsvorteil.
Die Möglichkeiten
Die Auswahl ist groß, die Bezeichnungen oft verwirrend. Wer im Hochschulkompass der Hochschulrektorenkonferenz nach weiterführenden Studienangeboten sucht, findet über 1.500 Ergänzungs-, Zusatz- und Aufbaustudiengänge. Nicht aufgeführt sind Zusatzqualifikationen außerhalb des Hochschulbereichs, zum Beispiel Screen Design an der Multi-Media-Akademie Friedrichshafen.
Die genaue Bezeichnung - ob Aufbau- oder Zusatzstudiengang etc. - sagt meist wenig über den Inhalt aus. Im Allgemeinen weisen Zusatzstudiengänge eher auf eine Spezialisierung im eigenen Fachbereich hin: zum Beispiel Public Relations für Kommunikationswissenschaftler an der FU Berlin. Aufbau- und Ergänzungsstudiengänge erweitern eher deine Kenntnisse über den eigenen Fachbereich hinaus: So können Ingenieurwissenschaftler an der FH München Wirtschaftsingenieurwesen studieren und ihre technischen Kenntnisse mit BWL und VWL ergänzen.
So können Aufbaustudiengänge organisiert sein:
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Vollzeitstudiengänge:
Die Seminare sind wie beim Erststudium über den ganzen Tag verteilt. -
Teilzeitstudiengänge:
Sie werden in der Regel abends oder am Wochenende absolviert. -
Berufsbegleitende Studiengänge:
Sie sind in Blockseminaren über das Jahr verteilt. -
Fernstudiengänge mit Präsenzzeiten:
Du bekommst das Lernmaterial zugeschickt. Anwesenheitspflicht nur bei bestimmten Veranstaltungen (oft Blockseminare) und - natürlich - den Prüfungen. -
Online-Studiengänge:
Studium und Prüfungen machst du über das Internet.
Die Gemeinsamkeiten
Die in der Datenbank der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) aufgeführten Studiengänge setzen alle einen ersten Studienabschluss voraus, sind also postgraduale Studiengänge. Private Anbieter lassen teils auch Nicht-Akademiker mit Berufsabschluss zu. Die Programme dauern in der Regel nicht länger als zwei Jahre. Als Abschluss winken je nach Programm Master, Diplom, Magister oder Zertifikate.
Neu in der Szene: Bachelor und Master
Erst vor wenigen Jahren fanden die internationalen Abschlüsse Bachelor und Master Zugang ins deutsche Hochschulsystem. Ein so genanntes konsekutives Master-Programm - zum Beispiel Environmental Engineering an der TU Hamburg-Harburg - ist ein Programm (Studium), das nur einen akademischen Abschluss (Bachelor, Magister, Diplom, Staatsexamen) voraussetzt. Wer einen Abschluss in irgendeinem Fach gemacht hat, kann direkt ins Master-Programm Environmental Engineering einsteigen.
Anders bei den nicht-konsekutiven Master-Programmen: Sie haben noch weitere Eingangskriterien, zum Beispiel den GMAT-Test und Berufserfahrung bei den Business-Schools. Beide Sorten von Master-Programmen gibt es als Vollzeit-, Teilzeit-, Online-, Fernstudium - je nach Anbieter. Sie bilden deshalb eine gut Alternative zu den weiterführenden Studiengängen mit "nationalem" Abschluss.
