Medizinische Versorgung
Die gesetzliche Krankenversicherung deckt die Kosten für die medizinische Versorgung in Brasilien nicht. Deshalb ist es gut, in Deutschland eine private Zusatzversicherung abzuschließen. Der Verfasser hat eine über den DAAD bekommen (Kosten etwa 50 Euro pro Monat), die fast alles abdeckt (Zahnarzt, Brille mit Einschränkungen und anderes). Der Abschluss einer Versicherung in Brasilien ist möglich, aber nicht ratsam. Die ganz einfache Grundversorgung bei Schnupfen und Husten ist auch für Ausländer gratis. In jedem Viertel gibt es hierfür einen "posto de saude". Wird es aber ernster oder muss man gar ins Krankenhaus oder zum privaten Arzt, macht dieser keinen Finger krumm, bevor man keinen Vorschuss bezahlt hat. Es ist übrigens durchaus üblich, dass man bei Einlieferung erst einmal einen Scheck in Höhe von 200 Euro und mehr als Sicherheit hinterlegen muss. Hier sollte man gut aufpassen, was man unterschreibt.
Mehr Informationen über das Versicherungsangebot des DAAD gibt es auf der Seite www.daad.de/ausland/de/3.7.5.html.
Vorsicht vor Gelbfieber
Neben den Standardimpfungen ist die Impfung gegen Gelbfieber unbedingt anzuraten. 2001 gab es zum Beispiel im ganzen Bundesstaat Minas Gerais eine Epidemie. Das Malaria-Risiko variiert von Region zu Region. In der Nähe des Amazonas ist es am größten. In jedem Fall ist es gut, sich gegen Mückenstiche zu schützen. In den ärmeren Regionen - besonders im Nordosten oder Amazonasgebiet - sollte man beim Essen aufpassen: Leicht kann man sich dort eine Durchfallerkrankung einfangen. Vorsicht ist hier besonders mit Leitungswasser geboten.
Tipps für die richtigen Impfungen
Außerhalb der Großstädte ist die medizinische Versorgung nicht immer gewährleistet. Wenn man auf bestimmte Medikamente angewiesen ist, sollte die Reiseapotheke einen ausreichenden Vorrat enthalten. Neben anderen Tropenkrankheiten treten in verschiedenen Gebieten auch Cholera und Dengue-Fieber auf. Empfehlungen zum Gesundheitsschutz und Reisemedizin findest du unter www.safetravel.ch.
