Struktur, Optik und Navigation
Bevor sich ein Seitenbastler an die eigentliche Arbeit macht, sollte er sich genau überlegen, wie sein fertiges Produkt eigentlich aussehen soll. Denn ist erst einmal ein Grundgerüst einer Seite erstellt, werden Änderungen im allgemeinen Seitenlayout oder der Navigation immer aufwändiger.
Corporate Design auch für Private
Corporate Identity, Corporate Design und wie es auch immer heißen mag: In der "New Economy" dreht sich immer mehr um diese Schlüsselbegriffe. Es geht um ein geschlossenes, einheitliches Gesamtbild/Image des zu präsentierenden Objektes. Dieses soll ja schließlich auch positive Ergebnisse erzielen. Das Gleiche gilt für eine gut gemachte Website.
Die Struktur für ein relativ kleines Projekt wie eine Bewerbungshomepage ist ziemlich einfach. Im Grunde müssen nur fünf Seiten erstellt werden: Anschreiben, Lebenslauf, Bewerberprofil, Zeugnisse und Sonstiges. Diese sollten in einem einheitlichen Layout gehalten werden, zumindest in der Grundstruktur. Wenn Text und Bilder oder Stilelemente auf jeder Seite anders angeordnet sind und die Navigation stets an einem anderen Platz zu finden ist, ist das Handling wenig komfortabel.
Zeig mir, wie du schreibst, ich zeig dir, wer du bist...?
Im Höchstfall sollten zwei verschiedene Schriftarten angewandt werden. Dabei sollte auf exotische Schriften, die möglicherweise nicht auf jedem Computer installiert sind und für Zeichenchaos sorgen, verzichtet werden. Kryptische Schriftzeichen verraten über den Bewerber nur, dass er seine Hausaufgaben nicht gemacht hat. Gängige Standard-Fonts wie Times New Roman, Arial, Helvetica oder Verdana sind zwar wenig originell, aber in der Regel auf jedem Computer installiert.
Das Design sollte zwar stilvoll sein und sich von gängigen Standardvorlagen abheben. Trotzdem: Weniger ist mehr. Grelle, flimmernde Hintergrundfarben, über den Bildschirm scrollende Laufschriften und in alle möglichen Richtungen sich bewegende animierte Gifs bringen wenig Ruhe auf eine Seite. Und in der Ruhe liegt bekanntlich die Kraft. Deshalb: Ein stilvolles schlichtes Design kann weit mehr Wirkung erzielen. Und dieses zu basteln, ist gar nicht so schwer.
Quo vadis?
Eine Navigation - die Verbindung der einzelnen Seiten miteinander - ist für das Projekt dieses Workshops verhältnismäßig einfach. Prinzipiell sollte von jeder Unterseite aus die Startseite erreichbar sein. Denn diese ist naturgemäß Ausgangspunkt für alle Inhalte der Site.
Im Fall einer Bewerbungshomepage mit nur vier Unterseiten sollten alle Elemente von jeder Seite aus angesteuert werden können. Dies wird im Verlauf dieses Workshops über eine stets gleiche Navigation innerhalb einer Tabelle erreicht. Auf eine kompliziertere Frame-Struktur wird verzichtet.
Was lange lädt, das ist nicht gut
Wer ein 28.8er oder 56k-Modem sein Eigen nennt, kennt die Problematik: Die aufgerufene Seite will und will sich nicht aufbauen... Je länger der HTML-Code einer Seite, je mehr Kilobyte eine Grafik hat, desto länger werden die Ladezeiten. Grafiken und Fotos sollten daher unbedingt mit einem Grafikprogramm für das Netz optimiert werden.
Ein sehr gutes Bildbearbeitungsprogramm ist beispielsweise Paint Shop Pro 8. Das Programm kann man auf der Homepage des Unternehmens in einer 30-Tage-Trial-Version herunterladen. Ältere Versionen können zum Teil in der Vollversion kostenlos ohne zeitliche Begrenzung genutzt werden.
Die gängigen Bildformate sind im Internet hauptsächlich GIF und JPEG. JPEGs eignen sich insbesondere für Fotos, GIFs sind eher für Animationen, Clip-Arts oder Grafiken geeignet. Bereits vorhandene Bilddateien mit hohem Speichervolumen lassen sich online hervorragend mit dem JPEG- oder GIF-Cruncher von Spinwave auf ein Speicherminimum optimieren.
Reiner Text benötigt wenig Speicherplatz. Da eine Bewerbungshomepage in erster Linie informieren soll, sollte das Hauptaugenmerk der Seiten auch auf dem Text liegen. Kleinere Grafiken oder Bilder können die eigentlichen Informationen dann schmückend umrahmen - wie es im folgenden Workshop praktiziert werden soll.
