Wege in die Welt

 

Vollstudium
Du kannst nicht nur ein paar Semester im Ausland studieren, sondern deine gesamte Hochschulzeit dort verbringen. Mit den international anerkannten Master-Studiengängen wird das in Zukunft noch einfacher sein.
Eine Schwierigkeit: Mit wenigen Ausnahmen gibt es für ein Vollstudium im Ausland keine Stipendien-Förderung.
Wenn du später wieder in Deutschland arbeiten möchtest, kann es schwierig werden. Deine Ausbildung wird nicht unbedingt anerkannt. Auch wenn es zurzeit Bemühungen um eine allgemeine Regelung in der EU gibt. Informiere dich daher über die Abschlüsse deines Studienlandes und ihre Anerkennung in Deutschland - bevor du dich für ein Vollstudium im Ausland entscheidest!

Teilstudium
Die meisten Auslandsstudierenden beginnen ihr Studium zunächst in Deutschland und legen nach Abschluss des Grundstudiums ein paar Semester im Ausland ein. Oder sie machen ihren Bachelor in Deutschland und ihren Master anschließend im Ausland. Beides macht Sinn: Nach den ersten vier Semestern verfügst du über den notwendigen fachlichen Überblick, um den Aufenthalt an der ausländischen Hochschule zu einem Erfolg zu machen. Außerdem gibt es für diese Varianten die meisten Förderungsgelder. Auch an die Möglichkeit eines Aufbau- oder Vertiefungsstudiums im Ausland solltest du denken.
Eine Alternative oder Ergänzung zum Auslandsstudium stellen Praktika dar, die in manchen Fächern verpflichtend zum Studium gehören. Es gibt zahlreiche Organisationen, die (fächerspezifische) Auslandspraktika vermitteln.

Austauschprogramme
Ein Auslandsstudium kannst du individuell oder in einer Gruppe absolvieren. Zum Beispiel, indem du an einem Austauschprogramm teilnimmst. Das bekannteste Programm ist das SOKRATES/ERASMUS-Programm.
Austauschprogramme besitzen den Vorteil, dass sie für die Teilnehmer die meisten organisatorischen Fragen regeln. Ebenso erkennen die Prüfungsämter in Deutschland deine im Ausland erbrachten Studienleistungen an. Zudem bietet der organisierte Aufenthalt weitere Vorzüge: Studiengebühren entfallen. Viele Programme helfen dir außerdem bei der Suche nach einer Unterkunft.

Internationale Studiengänge
Internationale Studiengänge vermitteln international ausgerichtetes Wissen, meist in Kombination mit Fremdsprachen und integrierten Auslandssemestern. Häufig bieten sie die Möglichkeit, das Studium mit einem Doppelabschluss zu beenden. Du hältst dann nach der Uni nicht nur dein deutsches Diplom in den Händern, sondern auch einen Master, eine Maîtrise oder einen anderen landestypischen Abschluss.
Das Angebot an internationalen Studiengängen wächst ständig. Ihr Vorteil: studienplanintegrierte Auslandsaufenthalte ohne Zeit- und Reibungsverluste durch Verwaltungsaufwand. Dadurch ein Maximum an Auslandserfahrung, ohne dass sich deine Studienzeit verlängert.

Universitätsverbünde
Zu einigen ausländischen Unis ist der Weg besonders kurz. Das gilt für Studienangebote einiger grenznaher Universitäten: Du bist in diesem Fall zwar an einer deutschen Hochschule eingeschrieben, dennoch verbringst du einen großen Teil deines Studiums im Nachbarland.
Einige Beispiele für solche Hochschulkooperationen:

  • Die "Europäische Konföderation der Oberrheinischen Universitäten" (EUCOR), eine 1989 gegründete Kooperation von Universitäten in Basel, Colmar, Freiburg, Karlsruhe, Mülhausen und Straßburg. In zahlreichen Fächern eröffnet EUCOR den Weg zu einem "grenzenlosen" Studium mit Mehrfachdiplom. Zwischen den EUCOR-Universitäten werden die Studienleistungen großzügig anerkannt. Weitere Infos gibt es auf den Seiten der Universität Freiburg.
  • In Frankfurt/Oder hat sich die Europa-Universität Viadrina die deutsch-polnische Kooperation auf ihre Fahnen geschrieben. Ein Drittel der Studierenden kommt aus Polen. Die an der Frankfurter Uni Eingeschriebenen können an internationalen Studiengängen teilnehmen: In Zusammenarbeit mit der Adam-Mickiewicz-Universität Poznan (Posen) bietet die Viadrina etwa den Bachelor und Master of German and Polish Law.
  • Am Internationalen Hochschulinstitut Zittau (IHI) gibt es Studiengänge, die auf länderübergreifende Tätigkeiten vorbereiten. Dabei steht die Zusammenarbeit mit den osteuropäischen Ländern im Mittelpunkt. In die Studiengänge sind Praktika in Unternehmen und Organisationen der Partnerländer integriert. Die Fachausbildung wird durch eine intensive Sprachausbildung ergänzt.
  • Im Dreiländereck Deutschland, Frankreich, Luxemburg arbeitet die Saarbrücker Universität des Saarlandes mit Hochschulen in Metz und Nancy, mit der Fondation Universitaire Luxembourgeoise und dem Centre Universitaire de Luxembourg zusammen.
  • Die Deutsch-Französische Hochschule (DFH) ist eine binationale Organisation. Seit 1999 koordiniert und fördert die in Saarbrücken ansässige virtuelle Universität die deutsch-französische Hochschulzusammenarbeit. Auf den Netzseiten der Hochschule findest du eine Suchmaschine zu den von ihr betreuten deutsch-französischen Studiengängen.

Mehr im Netz

  • Anfragen zur Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse beantwortet die

    Kultusministerkonferenz der Länder.

  • Austauschprogramme und internationale Studiengänge findest du mithilfe der Suchmaschine auf den Webseiten der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), unter Kompass/Internationale Kooperationen.

 

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