von Kay Szantyr

Umfrageergebnisse: High-Potentials & Krise

In der Krise zeigt sich der Charakter

Die Verzweiflung in der Bevölkerung ist groß, die Medien beweinen den endgültigen Untergang der einst so erfolgreichen deutschen Wirtschaft. Auch die e-fellows fürchten die Folgen der Rezession für ihren Berufseinstieg. Alle e-fellows? Nein - ein Drittel zeigt sich unbeeindruckt von den Schreckensszenarien. Unverbesserliche Optimisten?

Bangst du auch um deinen Jobeinstieg? Oder findest du das Gejammer nur noch nervig?

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Gut ein Fünftel der 300 Teilnehmer an unserer Umfrage "e-fellows und die Krise" hat die Rezession schon zu spüren bekommen - und zwar dort, wo es am meisten wehtut: im studentischen Geldbeutel. Mehr als ein Fünftel hat nämlich wegen der Finanzkrise Geld an der Börse verloren. Und drei Teilnehmer mussten sich sogar von ihrem Job verabschieden.

Karriere in Zeiten der Krise?

Derart dramatische Folgen bilden aber die Ausnahme. Und dementsprechend sind die Studenten (rund 84 Prozent der 292 Teilnehmer) und Absolventen auch uneins, welche Folgen die weltweite Krise für ihr eigenes Leben haben wird. Knapp ein Drittel ist überzeugt, dass sich ihre Jobchancen durch die Rezession ändern werden. Ein weiteres Drittel geht davon aus, dass eine geringe Veränderung eintreten wird, und der Rest denkt, dass alles beim Alten bleibt.

Billiges Benzin und gestrichene Praktika

Wie macht sich die Krise im Leben der e-fellows sonst bemerkbar? Vor allem über Berichte Dritter. Man hört von Unternehmen, die Finanzierungsprobleme haben, von Entlassungen und Einstellungsstopps. Bemerkbar macht sich für einige auch der geringere Benzinpreis - Klagen wurden deswegen jedoch nicht laut.

Angst vor der Arbeitslosigkeit

Weniger Grund zur Freude dagegen ist die Angst, trotz bester Noten und hervorragendem Lebenslauf auf die Arbeitslosigkeit zuzusteuern. Schwieriger sei der Jobeinstieg bereits heute, meinen acht Umfrageteilnehmer in einer offenen Frage. Sie verweisen auf Praktika und Stellen, die zugesagt und dann kurzfristig gestrichen wurden, aber auch auf die Erfahrungen der Kommilitonen.

Gute Leute werden immer gebraucht

Ihnen steht jenes gute Drittel gegenüber, das sich wegen der Krise keine Sorgen um ihren Karrierestart macht. Für knapp drei Viertel von ihnen bedeutet "Krise" nicht, dass der Bedarf an Hochqualifizierten sinkt. Irgendjemand muss die Unternehmen ja aus der Krise holen, oder nicht? Sie stimmen dabei mit den Prognosen überein, die vor allem für Ungelernte und Geringqualifizierte harte Zeiten anbrechen sehen. Einzelantworten verwiesen auch auf ein relativ krisenfestes Wunscharbeitsgebiet oder auf Pläne zur Selbstständigkeit.

Wird schon schiefgehen...

Ein Viertel der Optimisten ist sich sicher, dass bis zu ihrem Jobstart die Krise ohnehin der Vergangenheit angehört. Da rund 28 Prozent der Umfrageteilnehmer erst nach 2010 ihr Studium abschließen, ist diese Hoffnung sicher nicht ganz unbegründet. Oder sie haben eingesehen, dass sich weitere zwei, drei Jahre Studium nur mit einer gesunden Portion Optimismus durchstehen lassen. Immer nach dem guten alten Motto: Et hät noch immer jotjejange. Irgendwann zumindest.

 

 

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