Studieren in USA
Hochschullandschaft
Die Hochschullandschaft der USA ist ausgesprochen vielfältig und dezentral. Die Hochschulen sind autonom und stehen in gegenseitigem Wettbewerb. Zurzeit existiere rund 4.180 Hochschulen, 1.700 davon sind öffentliche Hochschulen, die von den Bundesstaaten, den Städten und den Gemeinden betrieben werden. Hinzu kommen noch etwa 2.480 private Colleges und Universities. (www.us-botschaft.de/germany-ger/austausch/studium)
Bildung ist nicht kostenlos
Die Universitäten in den USA verstehen sich als Dienstleister - sowohl an privaten als auch an öffentlichen Unis bezahlst du für Seminare und Vorlesungen. Eine weitere Besonderheit des amerikanischen Hochschulsystems ist der Status der Unis. Die Hochschulen der USA gleichen am ehesten selbstständigen Wirtschaftsunternehmen. Das heißt, sie entscheiden selbst über akademische Fragen, Finanzen und studentische Angelegenheiten.
Privat - Öffentlich
Harvard, Princeton oder Yale - diese drei könnte man als Flaggschiffe der privaten Unis bezeichnen. Sie bilden mit fünf weiteren, traditionsreichen Top-Unis die so genannte Ivy-League. Diese Unis wirst du immer ganz vorne in den Rankings finden. Sie zeichnen sich vor allem durch eine überschaubare Anzahl an Studenten, profilierte Professoren und gute technische Ausstattung aus. Dementsprechend sind die privaten Unis auch die teuersten: In Harvard kostete ein Studium im Studienjahr 2004/2005 inklusive Unterkunft und Versicherungen über 41.000 Dollar.
Nur 40 Prozent aller amerikanischen Universitäten sind staatlich. Sie werden von den Bundesstaaten, Städten oder Gemeinden betrieben. Auch die öffentlichen Hochschulen bieten ein hochwertige Ausbildung an.
Accreditations - Bildung auf dem Prüfstein
In den USA beurteilen Berufsverbände die Qualität einer Hochschule. Der Bundesverband der Ingenieure zum Beispiel bewertet neben anderen Organisationen das Studium der Elektrotechnik in Wisconsin. Wenn die Qualität stimmt, wird der Uni eine Accreditation (Anerkennung) verliehen. Eine Accreditation benötigt deine Uni auf jeden Fall. Nur dann kannst du dir deine in den USA gemachten Scheine in Deutschland anrechnen lassen. Außerdem gibt es kaum amerikanische Unternehmen, die Mitarbeiter von nicht akkreditierten Universitäten einstellen. Der jeweilige Bundesstaat entscheidet, welche Hochschule akademische Grade verleihen darf.
