Studieren in Großbritannien
Hochschullandschaft
Sehr viel stärker als in Deutschland prägen große Qualitätsunterschiede das britische Hochschulsystem:
- Das Vereinigte Königreich fördert seine Unis nicht nach dem Gießkannenprinzip: Die Forschungsmittel konzentrieren sich stärker als in Deutschland auf einzelne Universitäten.
- Ein auffallend großer Teil der einflussreichsten Leute in Großbritannien hat immer noch in Cambridge oder Oxford studiert. Dabei machen die an diesen Eliteschmieden Eingeschriebenen nur einen Bruchteil der britischen Studierenden aus.
Britische Universitäten sind im europäischen Vergleich eher klein (9.000 bis 12.000 Studenten; City-Universitäten bis zu 20.000 Studenten) und genießen ein hohes Maß an Autonomie. Als unabhängige, selbstverwaltete Institutionen können sie Personal selbst einstellen. Sie wählen ihre Studenten zum Teil selbst aus, entwickeln Studiengänge und eigene Abschlüsse.
Orientierung im Dschungel
Falls möglich, solltest du deine britische Gastuni also sorgfältig auswählen: Orientieren kannst du dich dabei an den staatlichen Hochschulbewertungen sowie den Uni-Rankings der größeren Zeitungen, in denen diese Qualitätsunterschiede sehr gut dokumentiert sind. Wie Lehre und Forschung bewertet werden, erfährst du auch auf den Internetseiten der Higher Education Funding Council. Diese Bewertung übt einen direkten Einfluss auf die finanzielle Ausstattung der Universitäten aus.
