Studieren in Großbritannien

Studienaufbau

Typisch britisch: die kurze Dauer des Studiums und die niedrige Zahl an Studienabbrechern. Mit Ausnahme des Medizin-Studiums dauern die Undergraduate Studies bis zum Bachelor, dem ersten akademischen Abschluss, in der Regel nur drei in England, Wales und Nordirland beziehungsweise vier Jahre in Schottland. Wie ist das möglich? Die Kurse sind klein. Britische Hochschullehrer betreuen ihre Studenten sehr gut; die Unis bieten straff strukturierte Studiengänge. Bei den Lehrveranstaltungen müssen die Studierenden generell anwesend sein.
 

Das akademische Jahr - the academic year
 Das Studienjahr in Großbritannien ist traditionell nicht in Semester, sondern Trimester (terms) von zehn bis zwölf Wochen gegliedert:

 

m,120~Autumn Term|m,120~Spring Term|m,120~Summer Term

Oktober bis Dezember|Januar bis März|April bis Juli
Lehrbetrieb|Lehrbetrieb|Prüfungen in der zweiten Hälfte des Terms

Einige Unis führen allerdings auch den Semesterbetrieb ein. In beiden Fällen umfasst die vorlesungsfreie Zeit Weihnachten, Ostern und Sommer. Das Studienjahr beginnt Ende September/Anfang Oktober. Ein Einstieg zu einem späteren Zeitpunkt - zum Beispiel Winter- oder Sommertrimester - ist nur in Ausnahmefällen möglich. Genauere Terminangaben zum Studienjahr kannst du dem Calendar (Vorlesungsverzeichnis) und Internetseiten der jeweiligen Uni entnehmen.
 

 

Eins, zwei oder drei?
 Je nach der Zahl der Haupt- und Nebenfächer unterscheidet man zwischen:

  • Studium von einem Fach: Single Subject Course
  • Studium zweier gleichwertiger Hauptfächer: Joint Subject Course
  • Studium eines Hauptfaches in Kombination mit bis zu drei Nebenfächern: Combined Subject Course

Die Qual der Wahl
 Traditionell ist das erste Studienjahr an britischen Universitäten stark verschult. Dies gilt besonders für die Undergraduate Studies bis zum Bachelor. Das erste Studienjahr vermittelt einen allgemeinen Überblick über das Studienfach. Ab dem zweiten bzw. dritten (Schottland) Jahr können sich die Studierenden spezialisieren. Statt Vorlesungsverzeichnissen wie an deutschen Universitäten gibt es für jedes Jahr eine Art Stundenplan. Der Lehrplan besteht i.d.R. aus zwei bis drei Pflichtfächern (core courses) und mehreren Wahlfächern (optional courses). An manchen Universitäten können die Studenten sogar ein Wahlfach außerhalb ihrer Fakultät belegen. Die Studiengänge sind "modular" aufgebaut. Sie funktionieren nach dem Credit Accumulation and Transfer Scheme (CATS). Über die zahllosen Kombinationsmöglichkeiten und Studienangebote der britischen Universitäten kannst du dich über die Internet-Homepage des Universities and Colleges Admissions Service (UCAS) - einer Art britischen ZVS - informieren.