Karriere-Lexikon

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Performance
Performances waren früher Kunstspektakel, bei denen sich unbekannte Nachwuchskünstler mit Rinderblut beschmierten - die umstehenden Kunstkenner fanden das toll. In der Karrierewelt hat der Begriff einen anderen Inhalt. Hier ist er ein Synonym für ergebnisorientierte Leistung: Wenn du nach "Performance" bezahlt wirst, bewertet dich dein Chef danach, wie du deine Aufgaben bewältigt hast. Dem entsprechend fällt auch der Geldregen - zumindest zum Teil. Von englisch "performance": Leistung, Aufführung, Darstellung. Die Mehrdeutigkeit ist wohl kein Zufall: Studien belegen, dass neben der Leistung auch die anderen Bedeutungen von "performance" über das berufliche Weiterkommen mitentscheiden.

Praktikum
Toll, um mal zu sehen, wo du den Rest deines Lebens verbringen wirst. Gleichzeitig lernst du auch noch jede Menge dazu, wenn du nicht gerade am Kopierer stehst. Achtung: Manche Unternehmen lassen Praktikanten nicht mehr zurück an die Uni. Mehr bei e-fellows.net: "Im Fokus: Praktikum" oder in unserem Praktikumsangebot.

Probezeit
"Von heute an sind Sie mein Sklave", sagt dein neuer Chef und meint damit die Probezeit. In wahlweise drei oder sechs Monaten musst du zeigen, was in dir steckt. Dabei überwacht ER jeden deiner Schritte und kann dich an jedem beliebigen Tag mit einer Frist von wenigen Wochen kündigen. Nur an Samstagen und Sonntagen nicht. Wenn du Pech hast oder dich sehr doof anstellst, dann landest du mit einem befriedigenden Zeugnis auf der Straße. Sonst winkt ein festes Arbeitsverhältnis und damit unermesslicher Reichtum.

Projekt
Die Zeit ist zu knapp, es stehen zu wenige Mitarbeiter zur Verfügung und kosten darf es fast nichts - willkommen bei einem Projekt! Projekte und projektbezogenes Arbeiten sind in. Warum? Weil Projekt bedeutet, dass es einmalige, situationsbezogene Bedingungen für ein einmal definiertes Arbeitsziel gibt. Das ist oft so. Statt "das-war-schon-immer-so" zählen dann frische Lösungsansätze. Wie kann eine konkrete Zielvorgabe mit begrenzten Ressourcen maximal erfolgreich erreicht werden? Ganz wichtig dafür: Meilensteine setzen, Grenzen definieren. Projekte ufern nämlich ganz gerne mal aus. Dagegen hilft professionelles "Projektmanagement".

Projektmanagment
Piraten haben es vorgemacht: die zielgerichtete Steuerung von Prozessen durch einen Auftrag. "Das Schiff dort am Horizont wird seinen Schatz nicht mehr lange beschützen können", ruft das Piratenoberhaupt. Er ist der Projektmanager. "Hein, du kochst uns ein Festmahl! Kapitän, du nimmst Kurs auf das Schiff! Alle anderen an die Kanonen!" Beim heutigen Projektmanagement geht es weniger blutig zu. Das Prinzip ist aber das gleiche: Management von Ressourcen, Personen und Zeit.

Relaunch
Übersetzt heißt es: etwas erneut oder in neuer Form auf den Markt bringen. Meistens ein wagemutiges Unterfangen, zum Beispiel in der Internetwirtschaft. Eine Internetseite hat eine halbwegs funktionierende Datenbankarchitektur und ein akzeptables Design? Dann nichts wie weg damit: Schließlich verlangt der Innovationsdruck in der Netzwirtschaft unaufhörlich nach Neuem. Das kostet, das dauert, das zermürbt. Andererseits übt es ungemein: Relaunchen gilt zugleich als extremsportliche Ausprägung des Projektmanagements. Inhaltlich geht es dabei um die Neugestaltung eines Internetauftritts, eventuell verbunden mit einer Neustrukturierung der Datenbankarchitektur. Daneben gibt es auch den Produkt-Relaunch. Das bedeutet: Ein schon existierendes Produkt wird verbessert, Mängel werden beseitigt oder neue Features hinzugefügt. Das geht mit einer neuen Werbekampagne einher. Die Hausfrau strahlt dann, dass das Waschmittel noch weißer wäscht. Und der Kunde freut sich!

 

 

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