Karriere-Lexikon

H - J

Hard Skills
All die schönen, trockenen, komplexen, interessanten oder auch langweiligen Dinge, die du im Studium lernst. Deine wahre Kompetenz. Sind in den meisten Jobs trotz des vielen Geredes um Soft Skills doch entscheidend.

Headhunter
Unternehmen in Personalnöten sind Kunden eines Headhunters. Der soll dann oft mit unmoralischen Angeboten gute Köpfe aus anderen Firmen weglocken. Und muss damit in fetten Jahren viel Geld verdienen. Denn in Krisenzeiten entlassen Betriebe lieber, als dass sie einstellen.

High Potential
Mensch mit dem Zeug zu außergewöhnlichen Leistungen. Macht mit herausragenden Studienleistungen und trotzdem ausgeglichenem Leben auf sein Potenzial aufmerksam. Um solche Leute zu gewinnen, lassen manche Firmen kostenlose Internetzugänge und Datenbankrecherchen springen.

HR (Human Resources)
Was früher als Personalwesen bekannt war, kommt heute im neudeutschen Wortgewand als HR (Human Resources) daher. Die Umbenennung ist jedoch nicht nur kosmetischer Natur: Der Mitarbeiter-Begriff hat sich gewandelt. Weg vom Mitarbeiter als Kostenfaktor hin zum Mitarbeiter als Wettbewerbsvorteil. Und: Mit dem neuen Namen gehen zeitgleich auch neue Aufgaben einher – zum Beispiel Hochschulmarketing, Personalentwicklung und Weiterbildungsmaßnahmen. Die passen nicht mehr so recht zur guten alten "Personalabteilung".

Inkubator
Warmes Nest für frisch geschlüpfte Unternehmen. Damit sie schnell flügge werden, päppeln sie liebevolle Eltern - die Risikokapitalgeber - mit Geschäftsräumen, technischer Ausrüstung, Unternehmensberatung und anderen Leckereien auf. Und wollen dafür nichts außer einem gehörigen Stück vom späteren Gewinnkuchen. Mit dem Untergang der New Economy ging auch die große Zeit der Inkubatoren zu Ende.

Job Engine
Die Arbeitsplatzmaschine. Man nehme: Einen Rechner mit Internetzugang, einen Arbeitswilligen mit seinem Ausbildungsprofil und vermische diese Zutaten in einer Suchmaschine mit expandierenden Unternehmen - fertig ist der Job. Aber Vorsicht: Die äußeren Umstände sind entscheidend. Funktioniert nur in rosigen Zeiten und selten bei rauem Klima.

Job Hopping
Wenn Jobs an jeder Straßenecke warten: Warum nicht mal von einem zum anderen hüpfen? Und bei jedem ein wenig mehr Geld einsäckeln. Treibt den Kontostand in die Höhe - und Chefs in den Wahnsinn. Macht in Krisenzeiten aber keiner - geht dann nämlich nicht.

Jobrotation
So funktioniert's: Arbeitnehmer bildet sich fort und qualifizierter Arbeitsloser vertritt ihn. Am Ende wissen alle mehr. Klingt gut, wird aber wenig praktiziert.

Jobsharing/Jobsplitting
Trotz Krisenzeiten noch weitgehend unentdeckt: das Jobsharing. Ein, zwei oder mehr Menschen teilen sich einen Arbeitsplatz und manchmal zusätzlich noch die Kindererziehung. Das ist gut für die Nerven, aber schlecht für den Geldbeutel. Beliebter bei den Arbeitgebern als Jobsharing ist das Jobsplitting. Dabei teilen sich ebenfalls zwei einen Arbeitsplatz. Allerdings wird der eine Handlanger des anderen.

 

 

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