Karriere-Lexikon
C - E
C-Commerce
Nach E-Commerce gibt es jetzt C-Commerce. Das ist noch toller. Denn: Hier ziehen viele Unternehmen des E-Commerce an einem Strang (collaboration), um ein ähnliches wirtschaftliches Ziel zu erreichen. Die Unternehmen tauschen oder verwalten gemeinsam beispielsweise Ressourcen und Pläne. Das macht alles schneller und verbessert die Effizienz. Nachteil: Das ist nicht so einfach, wie es klingt.
CEO
Abkürzung für Chief Executive Officer. Der oberste Manager eines Unternehmens, zu gut Deutsch der Vorstandsvorsitzende einer AG. Zur Blütezeit der New Economy prahlte so mancher grünschnabelige Mittzwanziger auf Visitenkarten mit diesem Titel.
Consulting
Unternehmensberatung. Geplagte Unternehmer jammern: Consultants kommen ungebeten in Firmen und verlangen viel Geld für ohnehin bekannte Ideen. Aber schon so manche Firma wurde durch die Analyse und daraus entstandenen strategischen Ansätze der Berater gerettet.
Content Manager
Als die ersten Internetredaktionen entstanden, nannten sich deren Leiter Content Manager – und wurden damit gleichzeitig zu den Königen des Internet-Hypes. Zur Erinnerung: Damals galt "content is king". Die Zeiten sind nun vorbei, der König hängt am Bettelstab; viele Content Manager sind zu Monarchen ohne Untertanen geworden. Das hat dem einst klangvollen Namen viel von seiner Faszination genommen. Die Bezeichnung hält sich trotzdem hartnäckig, meint aber manchmal etwas ganz anderes als "Leiter einer Internetredaktion". Zum Beispiel bezeichnet "Content Manager" heute auch einen Datenbankspezialisten: Hinter "Content" verbergen sich nicht nur redaktionelle Inhalte, sondern auch Datenbanken und sonstige Angebote für die Nutzer einer Website. Ein Content Manager ist heute oft Online-Mädchen für alles. Er ist Redakteur, Webdesigner und Vermarkter in Personalunion.
Corporate Design
Das Corporate Design vemittelt dem Unternehmen ein Gesicht - als Wiedererkennungs-Merkmal für Verbraucher und Mitarbeiter. Es umfasst die Kombination von Farben, Symbolen und Schrifttyp als Kennzeichnungsmerkmal des Unternehmens, das in Style Guides manifestiert ist. Das gilt vor allem für Logos und Publikationen, aber auch für das Interieur der Filialen und Büros. Seit einiger Zeit gehören auch Tonfolgen dazu, das nennt sich auf Werbersprech Soundlogo.
Corporate Identity
Unternehmen: das zweite Zuhause. Man fühlt sich wohl im Unternehmen, gehört dazu und ist manchmal sogar stolz darauf. Auf Meetings und Events mancher Unternehmen trällern die Mitarbeiter den Firmen-Song aus vollem Herzen. Corporate Identity, oder schnittig CI abgekürzt, ist die Unternehmenspersönlichkeit, die sich in der Unternehmenskultur, in Regeln, Dresscodes und vor allem im Corporate Design und der Marktkommunikation widerspiegelt. Ziel ist die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen. Weil wer sich mit dem Unternehmen identifiziert, ist auch auf dessen Wohl und Zielerreichung bedacht. Das wiederum macht das Unternehmen glücklich und zusätzlich reich.
Corporate University
Big Business gegen Bildungsarmut. Das gibt zumindest dieser modische Ausdruck vor. In Wirklichkeit handelt es sich meist nur um die Weiterbildungseinrichtungen eines Konzerns.
Diversity Management
Männer, Frauen, Ausländer, Inländer, Schwule, Lesben, Heteros - ihre Unterschiede sollen produktiv fürs Unternehmen genutzt werden. Und da das keine leichte Aufgabe ist, muss sich das Management damit beschäftigen.
E-Commerce
Handel im Internet. Pioniere sind Buchhändler wie amazon, viele andere versuchten es mit teilweise abstrusen Geschäftsideen - und scheiterten. Der erfolgreichste Online-Händler Deutschlands ist heute ausgerechnet der gute alte Otto-Versand.
Emotionale Intelligenz
"Wenn Sie mich noch einmal so anschreien, dann haue ich Ihnen eine runter." Manager, die sich zu dieser Aussage hinreißen lassen, haben keine emotionale Intelligenz. Sie würden eine bessere Punktzahl mit dem Satz: "Ich verstehe ihre Aufregung sehr gut" erreichen...
Employability
Schaffen, schaffen, schaffen und heimlich an den nächsten Arbeitgeber denken: Der aus den USA stammende Begriff meint "Beschäftigungsfähigkeit". In einer hochkomplexen und instabilen Arbeitswelt sind Arbeitnehmer selbst für den Wert ihrer Arbeitskraft verantwortlich. Daher sorgen sie selbst für kontinuierliche Weiterbildung und Qualifizierung - praktisch und theoretisch. Wer für die Beschäftigungsfähigkeit der "Ich-AG" sorgt, hat seine eigene Marktkompatibilität immer fest im Blick.
Employer Branding
Markenbewusstsein entscheidet über unser Kaufverhalten. Auch beim "Kauf" eines Arbeitsplatzes oder Praktikums wirkt die Macht der Marke mit. Hier geht es ums "Employer Brand", die Arbeitgebermarke. "Employer Branding" bezeichnet den Versuch, eine solche Marke systematisch aufzubauen oder zu stärken. Als Arbeitgeber setzt sich nur derjenige bei den attraktivsten Arbeitnehmern durch, der über ein starkes "Employer Brand" verfügt. Diese Arbeitgebermarke kann sich stark über die Produktmarke definieren, kann aber auch weitgehend unabhängig davon funktionieren. Das ist eine grundsätzliche strategische Entscheidung. Schließlich bringt es nicht immer Vorteile, wenn Bewerber den Arbeitgeber mit dessen Produkten oder Dienstleistungen identifizieren. e-fellows.net hat dem Thema Ende 2002 einen Kongress gewidmet.
Entrepreneurship
Unternehmergeist bei Waghalsigen. Unzählige Dotcoms verdankten ihre Existenz den Visionen risikofreudiger Firmengründer. Dass die meisten wegen ausbleibender Gewinne inzwischen gescheitert sind, kam in keinem Traum vor.
Expatriate
Nehmen wir mal an, dein Unternehmen hat eine Niederlassung in Übersee, und dein Chef ist ganz wild darauf, dich dorthin zu schicken. Wenn du gehst, bist du ein Expatriate. Übrigens nannten die Briten schon zu Königin Viktorias Zeiten ihre Indien-Emigranten Expatriates.
Extranet
Das kleine Extra für die Kommunikation zwischen Firmenfilialen und Geschäftspartnern: Wenn das Internet zu offen ist und ein Intranet zu intern, fließen Informationen via Extranet hin und her. Und das viel flotter als übers WWW.
