von e-fellow Julian

Erfahrungsbericht: City-Group-Bundestreffen

Karzer, Cocktails, Kanzlerin

Bundestreffen, City Groups, Heidelberg, Julian (Quelle: e-fellows.net)

Für das Bundestreffen der City Groups reiste e-fellows.net-Stipendiat Julian (22) das erste Mal nach Heidelberg. Als der Medien- und Kommunikationsstudent zwei Tage später nach Augsburg zurückkehrt, hat er bereits mehr von der Stadt gesehen als mancher in zwei Monaten - vom Karzer bis zur Kanzlerin.

Titel und Thema der Veranstaltung

e-fellows.net-Bundestreffen der City Groups 2009

Zeit, Ort und Dauer der Veranstaltung

Freitag, 5. Juni bis Sonntag, 7. Juni in Heidelberg

Teilnehmerzahl

60 e-fellows

Herzlicher Empfang hinter der Kopfklinik

Am Freitag um 14.15 Uhr trafen wir in Heidelberg zum achten Bundestreffen der e-fellows ein - fast pünktlich. Unser erster Eindruck von Heidelberg war die Kopfklinik. Am riesigen Medizin-Campus der Uni vorbei fuhren wir zu unserer komfortablen Jugendherberge. Die fleißigen Köpfe des diesjährigen Orga-Teams sahen wir kurz darauf: Adrian, Julia, Dietmar, Christoph, Christoph Sorge und Sabine Würkner, unsere Community-Managerin, empfingen uns herzlich in der Lounge.

Sammeln im "Essighaus"

Nachdem sich zirka 45 e-fellows häuslich eingerichtet und schon etwas kennengelernt hatten, ging es mit dem Bus stadteinwärts. Dort schlenderten wir durch die Gassen und sammelten erste Eindrücke von der Stadt der Medizinstudenten. Beim gemeinsamen Abendessen im "Essighaus" fanden sich dann auch die letzten Nachzügler und Heimschläfer ein. Mit rund 60 Leuten waren wir nun endlich komplett und nach dem deftigen Essen auch gut vorbereitet für den Höhepunkt des Abends: den Cocktail-Workshop von KPMG. Um das Gelernte auch in der Praxis zu festigen, haben wir gleich noch eine Kneipentour durch die Bars in der Altstadt angeschlossen. Glücklicherweise waren die Nachtbusse rechtzeitig zur Stelle. Sie haben uns einen langen und mühsamen Fußweg zur Herberge erspart.

Durstig ist das Studentenleben

Mit den Impressionen vom Cocktail-Workshop und der ein oder anderen Nachwirkung trotzten wir am nächsten Morgen dem Regen und wagten den Aufstieg auf das Heidelberger Schloss. Dort führten uns zwei wahre Expertinnen mit viel Herzblut durch die Gemäuer. Leider ist das Schloss an vielen Stellen nur noch eine Ruine. Wahrscheinlich werden jedem die riesigen Holzfässer mit über 100.000 Liter Fassungsvermögen im Gedächtnis bleiben. Darin sammelten die Herrschaften zu jener Zeit alle Weine der Umgebung und feierten ungezügelte Saufgelage – Wein war damals das Zahlungsmittel und die Fässer sozusagen die Banken. Damals hätte man Student sein müssen!

Bei Karzer und Kanzlerin

Im Anschluss hatten wir Gelegenheit, den herrlichen Blick über Heidelberg zu genießen. Der Rest des Nachmittags stand uns frei zur Verfügung. Christoph Sorge führte eine Wandergruppe, und mit Adrian konnte man eine Schifffahrt auf dem Neckar unternehmen. Die meisten zog es aber zurück in die Stadt auf den Universitätsplatz für eine Kulturtour. Da konnten wir zufällig unsere Bundeskanzlerin, Frau Merkel, live bei einer Wahlkampfveranstaltung erleben. Die Politik vergaßen wir jedoch schnell im studentischen Gefängnis, dem Karzer, den damals wohl jeder anständige Student auch einmal von innen gesehen hat.

Heidelberg erstrahlt zur Nacht

Als Einstieg in das Abendprogramm nahm uns ein echter Nachtwächter mit auf seine tägliche Route und erzählte uns düstere Geschichten über Heidelbergs Gassen. Die erste Schlossbeleuchtung des Jahres und das damit verbundene Feuerwerk brachten uns dann wieder auf andere Gedanken.
Um das Spektakel gut verfolgen zu können, verteilten wir uns - wie fast ganz Heidelberg - auf der Promenade am Neckarufer. Vor dieser malerischen Kulisse wäre schon eine gewisse romantische Stimmung aufgekommen, wenn es nur etwas sommerlicher gewesen wäre. Deshalb zogen wir weiter durch das Nachtleben und wärmten uns beim Tanzen auf. Natürlich durften auch die Cocktails nicht fehlen, die wir jetzt fachmännisch beurteilen konnten.

Erst der Kaffee, dann das Buffet

Viel zu früh am Morgen, gegen zehn Uhr, machten wir uns auf den Weg zum traditionellen Abschluss-Brunch. Ebenfalls Tradition ist inzwischen, dass viele von uns davor ihr Bett nicht lange gesehen oder sogar komplett gemieden haben. Kein Wunder, dass vor dem Buffet erst einmal der Kaffee reißenden Absatz fand. In gemütlicher Runde ließen wir dann gemeinsam das tolle Wochenende ausklingen, das ohne den Fleiß des Orga-Teams nicht zustandegekommen wäre. An dieser Stelle also noch einmal ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten. Das also war der achte Streich.

Fotos vom Bundestreffen 2009

Weitere Fotos vom Cocktail-Workshop und dem Bundestreffen der City Groups 2009 in Heidelberg findet ihr in der Community.