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Speeddating für Assistenzärzte

Klemmbrett, Ärztin (Quelle: freeimages.com, Autor: Kurhan)

Quelle: freeimages.com, Kurhan

Jobmessen sind nur was für BWLer? Weit gefehlt. Auch für Mediziner ist die Zeit gekommen, sich mit modernen Bewerbungsverfahren auseinanderzusetzen, statt nur im Ärzteblatt zu schmökern. Gelegenheit, Arbeitgeber in ungezwungener Atmosphäre kennenzulernen, bietet jedes Jahr die e-fellows.net-Veranstaltung 'Perspektiven für Mediziner'. Ein Medizinerpaar zog dort das ganz große Los.

Titel der Veranstaltung:

Perspektiven für Mediziner

Datum und Ort:

3. Dezember 2011 in München

Eigentlich hatten wir direkt nach dem bestandenen Examen erstmal wenig Lust, uns mit Bewerbungen auseinander zu setzen. Aber die Beschreibung von "Perspektiven für Mediziner" überzeugte uns: Kliniken und Institute kennenlernen, Einzelgespräche führen, Lebenslauf optimieren lassen. Diese Chance wollten wir wahrnehmen.

Auf Schnupperkurs mit Arbeitgebern

Ziel der Veranstaltung ist, dass sich Arbeitgeber, wie Klinikvertreter, Chefärzte, Assistenten, Personalchefs, und künftige Ärzte, kennenlernen und "beschnuppern" können.  Zum einen beim Karriere-Forum - dies bot kleine Stände mit vielen Informationen zur jeweiligen Klinik - zum anderen in persönlichen Gesprächen.

Vorbereitet Einzelgespräche führen

Das Gute an den Einzelgesprächen: Man gibt vor der Veranstaltung an, für welche Klinik, welche Institution oder welches Fachgebiet man sich interessiert, sodass jeder auch nur dort eingeteilt wird, wo er hin möchte. Die Organisation der Einzelgespräche war ausgesprochen professionell: Per E-Mail wurden wir schon im Vorfeld informiert, mit wem wir sprechen würden, sodass wir uns über die Kliniken online informieren konnten. So wusste auch jede Klinik, welcher Kandidat sich wann vorstellen würde. Bei der Ankunft bekamen wir einen persönlichen Gesprächsplan, ein Namensschild und natürlich Infomaterial von der jeweiligen Klinik – so konnte nichts mehr schiefgehen.

Absolventen haben Vorrang

Die Einzelgespräche sind vor allem für Absolventen gedacht. Die Termine sind begrenzt - warum 20 Minuten "ratschen" mit Vertretern einer psychiatrischen Klinik im Allgäu, wenn man Student im neunten Semester ist und noch nicht einmal weiß, wann man überhaupt fertig wird? Viele der Krankenhäuser suchen ja einen Assistenten zum nächstmöglichen Zeitpunkt.

Der erste Eindruck zählt

Die Veranstaltung hat ein bisschen was von Speeddating. Der Gong ertönt und los geht’s. Man sitzt dann auf einmal tatsächlich seinem möglichen Chefarzt gegenüber (großes Plus: Hier kommt nicht "irgendwer"; jedes Haus schickt einen Chef- oder Oberarzt und einen Assistenzarzt) und dann hat man 20 Minuten Zeit, sich gegenseitig auf den Zahn zu fühlen. Alle Fragen, die wir hier nicht loswurden, konnten wir später noch stellen, am Stand beim Karriereforum oder am Buffet bei einem Kaffee. Wie so oft im Leben zählen auch hier die ersten Minuten. Wir merkten an den Tischen sofort, wer uns sympathisch war und wer nicht. Irgendwie hatten wir gleich im Gefühl, ob wir wohl in deren Team oder Abteilung passen würden.

Entspannt, locker, casual

Riesiger Vorteil ist die ungezwungene Atmosphäre. Die Klinikvertreter möchten sich gut präsentieren, erzählen offen über sich und fragen, was man sich als zukünftiger Assistent vorstellt. Es ist ein lockeres Gespräch und bietet gleichzeitig alle Möglichkeiten eines "echten" Bewerbungsgesprächs. Manchmal sprachen wir mit den Ärzten über das Dienstsystem oder die Weiterbildungschancen, manchmal über den Freizeitwert der jeweiligen Region und die Stimmung unter den Assistenzärzten. Jedes Gespräch ist anders. Gleichzeitig haben wir nach ein paar Runden auch die Unterschiede zwischen den Interviewpartnern kennengelernt und verglichen die Kliniken im Kopf. Manch einer nimmt das Ganze sicher sehr ernst (zu ernst?): Im Anzug mit Bewerbungsmappe unter'm Arm steht ein Kommilitone neben mir. Die meisten kommen aber so wie wir, im "Business-Casual-Look".

Neue Perspektiven für die Bewerbung

Zum Karriere-Forum kommen dann nochmal richtig viele Studenten, die vorher teilweise keine Einzelgespräche hatten. Es ist einiges los an allen Ständen, aber man hat immer die Chance auf eine direkte Kontaktaufnahme mit den Ärzten und Kliniken. Es präsentieren sich viele Häuser, die keine PJ-Lehrkliniken sind und die man als Student in München auch gar nicht so auf dem "Bewerbungsradar" hatte. Das ist aber umso interessanter. Es gibt zahlreiche Häuser außerhalb der Großstadt, die exzellente Arbeitsbedingungen bieten und sich wirklich um ihre Assistenten bemühen.

Job gefunden? Check!

Es lohnt sich sehr, einen Blick über den Teller- oder Stadtrand zu werfen. Wir haben das Event zunächst einfach als Infoveranstaltung gesehen. Ohne spezielle Erwartung sind wir hingegangen und das war vielleicht das Beste - denn wir haben hier beide unseren ersten Job im gleichen Haus gefunden. Einer in der Inneren Medizin, einer in der Chirurgie.

Für wen eignet sich die Veranstaltung?

"Perspektiven für Mediziner" ist auf jeden Fall für alle Studenten am Ende des Studiums oder des PJ zu empfehlen. Während der Veranstaltung kann man sich vielseitig informieren, schon einmal die Fühler ausstrecken und Kliniken oder Klinikgruppen kennenlernen.

Unser Traumstart ins neue Berufsleben

Noch auf der Veranstaltung einigten wir uns auf einen Termin zur Hospitation in einer Klinik. In der Woche vor Weihnachten arbeiteten wir dann einen Tag dort. In der Woche nach Weihnachten kam bereits die Zusage. Im Januar haben wir den Vertrag unterschrieben, zwei Wochen später sind wir umgezogen und am 1. Februar 2012 begann unser Berufsleben. Als Paar sofort eine Stelle in derselben Stadt zu finden ist sicher nicht selbstverständlich. Dass auch beide noch absolut glücklich sind und sich die Erwartungen auch wirklich erfüllt haben, die wir seit "Perspektiven für Mediziner" hatten – das ist ein Traum für jeden Berufsanfänger!

Danke an e-fellows.net für diese tolle Veranstaltung!

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