Partner von:

Das Recht des Erfinders schützen

Clifford Chance Private Equity Associate (Autor: ArTo, Quelle: Fotolia.com)

© ArTo - Fotolia.com

Faszination für Technik kann man auch in einer Anwaltskanzlei ausleben. So das Fazit von e-fellows.net-Stipendiat Henri bei 'Perspektive Patentanwalt'. Fälle aus der Praxis der Kanzlei Fish & Richardson zeigten ihm, dass die Arbeit aus viel mehr als Aktenwälzerei besteht. Patentanwälte müssen auch eine Kombination aus technischem Know-how und treffsicherem Formulierungsgeschick mitbringen – sonst kann es für den Mandanten teuer werden.

24 Physiker und Ingenieure schnupperten am 1. Oktober im Mariott-Hotel in München erste Anwaltsluft. Bei "Perspektive Patentanwalt" trafen die Studenten und Promovenden Dr. Frank Petereins (Managing Principal), Alexander Harguth (Principal), Dr. Jan-Malte Schley, Markus Coehn (beide Associates) und Felix Glöckler (Patentanwaltskandidat) von der Kanzlei Fish & Richardson sowie Dr. Erwald Lenk vom Deutschen Patent- und Markenamt und Susanne Wagner von der Patentanwaltskammer.

Vom Buch zur Veranstaltung

Durch das Buch "Perspektive Patentanwalt" hatte ich schon viel über den Beruf des Patentanwalts erfahren. Weil ich aber in meinem Physikstudium mit Jura nichts am Hut hatte, wollte ich unbedingt aus erster Hand wissen, ob Patentanwalt der richtige Beruf für mich sein könnte und ich alle Fertigkeiten mitbringe, um erfolgreich zu sein. "Perspektive Patentanwalt" bot mir die Möglichkeit, das herauszufinden. Ich konnte meine Fragen direkt an Vertreter von Fish & Richardson loswerden und mich mit anderen Interessenten über das Für und Wider des Berufs auszutauschen.

Fälle aus der Praxis kennenlernen

Die Veranstaltung beginnt mit einem Kaffeeempfang. Dort kann ich die anderen Teilnehmer kennenlernen und bereits mit Mitarbeitern von Fish & Richardson sprechen. Nach einer kurzen Einführung von e-fellows.net-Mitarbeiterin Tanja Lau stellt der Managing Principal, Dr. Frank Peterreins, die Kanzlei vor. Danach geht es gleich in die Praxis. Mit einem Fallbeispiel, einer Patentstreitigkeit, erklären uns die Referenten, warum der Beruf so komplex, aber auch nicht schlecht bezahlt ist. Man benötigt eine ausgewogene Kombination aus sehr gutem technischen Verständnis und der Fähigkeit, Sachverhalte sprachlich klar und präzise darzustellen und zu analysieren. Im Falle einer sprachlichen Unachtsamkeit kann es im Extremfall zu hohen wirtschaftlichen Schäden für den Mandanten kommen.

Zwischen technischem Know-how und Aktenarbeit

Im Anschluss erläuterte Associate Dr. Jan-Malte Schley, wie kompliziert es gelegentlich sein kann, den Stand der Technik zu definieren. Zwischen der Anmeldung eines Patents und einer eventuellen Streitigkeit vor Gericht können durchaus zehn Jahre liegen. Was heute offensichtlich erscheint, war vor zehn Jahren eventuell noch absolut innovativ – man muss sich also in vergangene Wissensstände hineinversetzen können, und auch das Aktenstudium sollte einem gefallen.

Spannender Arbeitsalltag

Principal Alexander Harguth präsentiert das tägliche Brot eines Patentanwalts: die Anmeldung eines Patents. Er stellt eine einfache Idee – eine Dichtungsmasse – vor, die zu einer enormen Zeitersparnis beim Dächerbau führt. Ein gutes Produkt führt schnell zu Nachahmern, deswegen ist eine gut ausgearbeitete Patentschrift unumgänglich, um es zu schützen. Das Patent dann letztendlich durchzusetzen und Nachahmern mit Unterlassungsklagen Einhalt zu gebieten, ist daher ein weiterer wichtiger Bestandteil der Arbeit.

Technische Faszination im Anwaltsbüro

Wenn man wie ich frisch aus dem Labor kommt und gerade die letzten Sätze seiner Doktorarbeit schreibt, erscheint einem das alles vielleicht ein wenig abstrakt. Nachdem Dr. Frank Peterreins dann allerdings ein neues Produkt vorstellte, für das Fish & Richardson gerade einen Patentschutz beantragt hat, wird mir klar, dass Patentanwälte immer noch diese Faszination für Technik in sich tragen, die mich dazu bewegt hat, Physik zu studieren.

Erfahrungen aus erster Hand

Nach dem Mittagessen stehen dann die halbstündigen Einzelgespräche auf dem Plan. Dazwischen kann man sich mit anderen Teilnehmern unterhalten oder sich mit Dr. Erwald Lenk, einem Prüfer vom Deutschen Patent- und Markenamt, über seinen Beruf austauschen. Daneben gab es eine Kanzleiführung, bei der man Kontakt zu einem Patentanwaltskandidaten von Fish & Richardson knüpfen konnte.

"Perspektive Patentanwalt" als Entscheidungshilfe

Dieses Event ist jedem zu empfehlen, der Interesse am Beruf des Patentanwaltes hat und in einem internationaleren Umfeld arbeiten möchte. Mich reizt die Möglichkeit, direkt mit Erfindern zusammenzuarbeiten und dabei zu helfen, neuen Produkten die Marktnische zu erhalten. Die Veranstaltung ist zudem sehr gut organisiert, und ich empfand die Gespräche mit Kanzleivertretern informativ und hilfreich für meine Entscheidung, eine Patenanwaltsausbildung anzufangen.

nach oben

Die Veranstaltung e-fellows.net Perspektive Patentanwalt informiert über den Weg zum Patentanwalt sowie über Karrierechancen.

Verwandte Artikel
Kommentare (0)

Zum Kommentieren bitte einloggen.

Das könnte dich auch interessieren