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Patentierung eines Spielzeug-Käfers

Käfer, Spielzeugkäfer, Wiese, Porzellan [Quelle: freeimages.com, Autor: cinezi]

Quelle: freeimages.com, cinezi

Beim e-fellows.net-Event 'Perspektive Patentanwalt' bekam e-fellow Benjamin einen Einblick in die Arbeit von Fish & Richardson und erfuhr an einem Fallbeispiel, wie man eine Erfindung patentiert. Außerdem sprach er mit einer Recruiterin der amerikanischen Partnerkanzlei und informierte sich über den Einstieg als 'Kandidat'. Die Bezeichnung 'Kandidat' definiert bei Fish & Richardson die erste Karriere-Stufe.

Titel und Thema der Verantstaltung

Perspektive Patentanwalt

Zeit, Ort und Dauer der Veranstaltung

9. November 2012, München, 10.30–16.00 Uhr

Unternehmensvertreter

Dr. Frank Peterreins, Dr. Jan-Malte Schley, Felix Glöckler, Markus Coehn, Dr. Matthias Traut, Patrick Wiedemann, Claire Fifield

Am Beruf des Patentanwalts fasziniert mich die einzigartige Aufgabe, sich mit neuen Ideen auseinanderzusetzen und diese rechtlich bestmöglich zu schützen. Das erfordert ein tiefes Verständnis für Erfindungen und umfassende Rechtskenntnisse. Das e-fellows.net-Event Perspektive Patentanwalt mit Fish & Richardson in München war für mich daher ein großartiges Angebot. Zum einen hatte ich die Möglichkeit, mehr über den Ausbildungsweg zum Patentanwalt zu erfahren und die internationale Großkanzlei in München kennenzulernen. Zum anderen konnte ich meine Fragen persönlich an Patentanwälte richten - während der Präsentation von Fallstudien, dem gemeinsamen Mittagessen und in Einzelgesprächen. So bekam ich eine konkrete Vorstellung von Einstiegsmöglichkeiten und dem Beruf eines Patentanwalts.

Patentierung am Beispiel eines Spielzeug-Käfers: Die Nadel im Heuhaufen finden

Zunächst stellte sich die Kanzlei kurz vor. Anschließend lernten wir anhand eines Beispiels aus dem Alltag der Patentanwälte die besondere Herausforderung des Berufs kennen: ein kleiner Spielzeug-Käfer besteht aus einem Zahnbürstenkopf und einem Vibrationsmotor, der für die Fortbewegung auf einer glatten Oberfläche sorgt. Die Herausforderung bei dieser Patentierung bestand darin, dass bereits ähnliche Produkte auf dem Markt existieren. Eine Erfindung kann aber unter anderem nur dann patentiert werden, wenn sie neu ist, also noch nicht zum Stand der Technik gehört. Oft sind es winzige, aber entscheidende Merkmale, die es trotz ähnlicher Veröffentlichungen möglich machen, ein Patent zu erhalten.

Bei diesem Spielzeug war das entscheidende Detail die besondere Lage des Schwerpunkts. Durch eine spezielle Anbringung des Vibrationsmotors konnte der Käfer sich selbstständig wieder aufrichten, wenn er auf dem Rücken liegt. Das ist neu und innovativ.

Ungezwungene Gespräche mit Partnern, Kandidaten und einer Recruiterin

Besonders die zahlreichen Gesprächsmöglichkeiten machten das Event für mich zu etwas Besonderem. Die festgelegte Sitzordnung beim Mittagessen sorgte für eine gute Mischung zwischen Kanzleivertretern und Teilnehmern. Ein Aufenthaltsraum mit gemütlicher Sitzecke bot zudem Gelegenheit, sich mit anderen e-fellows.net Stipendiaten auszutauschen. Außerdem sprachen wir dort mit der Recruiterin Claire Fifield von Fish & Richardson aus Kalifornien über Kulturunterschiede zwischen Deutschland und den USA. e-fellows.net-Geschäftsführer Dr. Michael Hies erklärte uns, dass e-fellows.net-Stipendiaten einen wichtigen Talentpool für das Recruiting von Spitzen-Nachwuchskräften für Unternehmen ausmachen.

Alpenpanorama und Videokonferenzen mit den USA

Anschließend gingen wir in kleinen Gruppen zur Kanzlei, die sich in der Nähe des Hotels in einem Hochhaus befindet. Bei der Führung durch die Räumlichkeiten bekamen wir einen spannenden Einblick in die hochmoderne, freundliche und lichtdurchflutete Kanzlei mit ungefähr 20 Büroräumen und Alpen-Panoramablick.

Im Konferenzraum fand eine Fragerunde mit den derzeitigen Kandidaten der Kanzlei statt. Ein großer Flachbildschirm mit Videokonferenz-System erleichtert die regelmäßige Abstimmung mit den US-amerikanischen Kollegen. Fish & Richardson ist eine der größten Patentanwaltskanzleien in den USA mit mehr als 350 Patent- und Rechtsanwälten.

Das Münchner Büro wurde 2007 gegründet und ist das erste außerhalb der USA. Wir erfuhren, dass die einzelnen Karriere-Stufen in der Kanzlei über die Anzahl der abgerechneten Arbeitsstunden definiert werden. Ein Kandidat fängt auf der untersten Karriere-Stufe an, wird aber bereits mit den Aufgaben eines Patentanwalts betraut und kann dem Kunden Teile seiner Arbeit in Rechnung stellen.

Einzelgespräch mit einem der Münchener Kanzlei-Gründer

Zurück im Hotel fanden die Einzelgespräche mit einem Partner und Mitgründer der Münchner Kanzlei statt. In meinem Gespräch mit Dr. Jan-Malte Schley interessierte mich vor allem, wie die Kanzlei sich in Zukunft weiterentwickeln möchte. Dr. Schley erklärte mir, dass die Kanzlei stetig und langfristig wachsen möchte. Zudem sagte er, dass ein neuer Kandidat ein durchaus höheres Einstiegsgehalt als bei anderen Patentanwaltskanzleien erwarten kann.

Absolutes Muss für Patentanwalt-Interessierte

Nachdem ich bereits die Patentanwaltskanzlei Eisenführ Speiser von einer anderen e-fellows.net-Veranstaltung kannte, wollte ich unbedingt mehr über das Münchener Büro von Fish & Richardson erfahren, um einen genaueren Einblick in die Branche zu bekommen und mich über Berufs- und Entwicklungsmöglichkeiten zu informieren.

Die Veranstaltung kann ich jedem empfehlen, der sich für den Beruf des Patentanwalts interessiert, viele offene Fragen zum Arbeitsalltag und zur Kandidatenzeit hat und die moderne Struktur einer jungen Kanzlei mit Verbindung in die USA kennenlernen möchte.

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Der Karriere-Ratgeber Perspektive Patentanwalt von e-fellows.net informiert über den Karriereweg als Patentanwalt.

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