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Karlsruhe: Gar nicht mal so ruhig

Die e-fellows beim Kickern

Quelle: e-fellows.net

Wenn 45 Stipendiaten und Alumni sich aus allen Teilen Deutschlands auf den Weg nach Karlsruhe machen, dann lässt das nur einen Schluss zu: Es ist wieder Zeit für das e-fellows.net-Jahrestreffen. Vom 12. bis 14. Mai verbrachten die e-fellows ein gemeinsames Wochenende mit Bowling, Bier und bombastischen Diskussionen.

Unser Jahrestreffen in Karlsruhe begann mit Warten. Das lag nicht etwa an der Organisation seitens des Orga-Teams – die war spitze. Sondern an dem kleinen Gästehaus, vor welchem wir uns alle versammelt und gebührend begrüßt hatten. Als wir nämlich versucht hatten, das im zweiten Stock gelegene Hostel über die Treppen zu erklimmen, wurden wir vor ein Problem gestellt: Die Treppen führten nicht bis zum Gästehaus. Egal, wie sehr wir suchten, der Eingang blieb versteckt. Das Rätsels Lösung war ein Aufzug, der den einzig sichtbaren Zutritt zum Hostel bot, aber immer nur drei Personen auf einmal transportieren konnte. Bei gut 45 Personen hat sich die Eroberung des Gästehauses so doch etwas in die Länge gezogen – aber kein Problem, so hatten wir wenigstens genug Zeit, schon einmal die ersten Fragen ("Woher kommst du?, "Was studierst du?", "Was arbeitest du?") abzuklären.

Da Aufzugfahren fast so anstrengend ist wie Treppensteigen und wir auch noch Energie für den nächsten Programmpunkt sammeln mussten, ging es für uns – ausgestattet mit eigens für jeden Teilnehmer personalisierten Fahrkarten für den KVV – ab zu Pizza, Pasta uns persönlichen Gesprächen.

Danach kam das Highlight des Abends: die Bowling-Halle. Dabei war das Bowlen nur das Nebenevent, denn die eigentliche Herausforderung kam erst danach. An einem Riesen-Kicker lieferten wir uns ein rekordverdächtiges Duell. Beide Teams waren mit Fleiß und Schweiß am Start und gaben alles. Das Ergebnis von ungefähr 35:2 zeigte auch nur kleine Unterschiede in den Teamstärken – aber wer lässt sich von so etwas schon den Spaß verderben?

Karlsruhe: Fächerstadt, Ort des BGH und Heimat
Das Schloss in Karlsruhe

Am nächsten Morgen machten wir uns als ersten Programmpunkt daran, unsere Gastgeberstadt besser kennenzulernen. Dazu hatte das Orga-Team der City Group Karlsruhe drei Stadtführerinnen organisiert, die Touren mit unterschiedlichen Schwerpunkten anboten.

Die erste Führung beschäftigte sich vor allem mit der Architektur der Fächerstadt. Hier erfuhren wir die Gründungsanekdote der Stadt, die besagt, dass Karl III. Wilhelm sich auf der Suche nach dem Fächer seiner Gemahlin im Wald ein kurzes Schläfchen genehmigt hatte und im Traum zu einer Fächerstadt – alle Straßen führen zum Schloss – inspiriert wurde. Außerdem besichtigten wir einige der klassizistischen Bauten des Architekten Friedrich Weinbrenner.

Die zweite Führung begeisterte vor allem die Juristen: Schwerpunkt war das Recht. Auf dem Plan standen bei dieser Führung also vor allem Bundesgerichtshof und Bundesverfassungsgericht, die beide ihren Sitz in Karlsruhe haben. Deswegen ist das Städtchen auch als "Residenz des Rechts" bekannt.

Die dritte Führung stand unter dem Motto "Heimat". Die Stadtführerin zeigte und erzählte uns, was ihre Heimat so besonders macht. Dabei fanden wir heraus, dass die Karlsruher gerne Zweiter sind – zweite Fahrradhauptstadt, zweite Liga – und dass Thomas Jefferson bei einem Besuch in Karlsruhe so angetan von der Stadt war, dass er den Grundriss der Stadt skizzierte und später als Inspiration für die Planung von Washington D.C. nutzte.

Baustellen, Kunst und Games
ZKM in Karlsruhe

Nach dem gemeinsamen Mittagessen teilte sich die Gruppe schließlich für drei unterschiedliche Programmpunkte:

Die erste Gruppe besuchte die Baustelle der "Kombilösung", einem Bauprojekt für einen Stadtbahntunnel unter der zentralen Kaiserstraße. Ausgerüstet mit Helm und Sicherheitsweste ging es für uns in die U-Bahnschächte. Dort konnten wir Fragen stellen und die Bauarbeiten mit eigenen Augen sehen.

Die zweite Gruppe verschlug es zu den "Retro Games". Der Verein, der "die Kultur der elektronischen Videospiele in Deutschland" erhalten möchte, hatte Spielautomaten, Flipper, Heimcomputer und Videospielkonsolen aus 40 Jahren Gaming-Geschichte zu bieten. Die Automaten konnten wir natürlich nicht nur anschauen, sondern auch ausprobieren. Die Highscores zu knacken ist uns an diesem Tag zwar nicht gelungen, aber dafür gibt es ja das nächste Mal.

Für die dritte Gruppe ging es ins ZKM, das Zentrum für Kunst und Medien. Hier gab es allerhand zu entdecken, von einer ambitionierten Ausstellung rund um die Farbe Schwarz, über Werke von Nanni Balestrini, Hansjörg Meyer oder Gerhard Rühm, bis hin zur eigenen Gameplayplattform des ZKMs, wo es nicht nur Super Mario und Minecraft gab, sondern auch Spiele mit soziokulturellen Inhalten, die eigens für das ZKM entwickelt wurden.

Das Abendessen war im Badischen Brauhaus dann ganz traditionell: Wir konnten den Braukeller für uns beanspruchen und die hauseigene Rutsche das ein oder andere Mal enthusiastisch ausprobiert haben.

So Long, Farewell, auf Wiedersehen

Der Sonntag überraschte uns dann mit wunderbarem Wetter und einem genauso guten Brunch im Alex. Eine Kombination, die den Abschiedsschmerz nur noch verschlimmerte.

Nach viel Essen, interessanten Gesprächen und dem Versprechen, sich auf jeden Fall auf dem nächsten Jahrestreffen wiederzusehen, hieß es dann allerdings wirklich Abschied nehmen.

Ein großes Dankeschön an Janet, Philipp, Johannes und Robin für die super Organisation! Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr!

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