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Berlin – (Bei) Tag und Nacht

Jahrestreffen 2016, Quelle: David Kulicke

Quelle: David Kulicke

Vom 27. bis 29. Mai war es endlich wieder so weit: Das diesjährige Jahrestreffen der e-fellows fand in unserer Bundeshauptstadt Berlin statt. 65 Stipendiaten und Alumni verbrachten das Wochenende zwischen Berliner Kiez, Bundestag und Berlin-Lichtenberg.

Alte und neue Gesichter – et voilá, wer kommt denn da?

Die Berliner Organisatoren hatten für jeden Anreisenden ein persönliches Empfangskomitee organisiert, selbst die Zuspätkommer wurden feierlich in Empfang genommen. Angekommen im Hostel, wurden bereits beim Zimmerbezug die ersten Freundschaften geschlossen. Doch es blieb nur kurz Zeit, um geschwind das Gepäck abzustellen und kurz zu verschnaufen, denn wir mussten natürlich gespannt alle noch fehlenden bekannten und unbekannten Gesichter begutachten.

Mit einem strahlenden Lächeln wurden wir alle von Daniel aus dem Organisationsteam begrüßt, der natürlich erst einmal unsere Erwartungshaltung abchecken wollte. Beim Ranking gewannen eindeutig das Knüpfen neuer Kontakte und ebenso sollte der Spaßfaktor nicht zu kurz kommen. Bevor wir uns zum „Abendmahl“ ins Da Vinci aufmachten, wurde ein Programmüberblick gegeben, Namenschilder ausgeteilt und die Gruppen für die jeweiligen Aktivitäten am Samstagnachmittag eingeteilt.

Mit der S-Bahn trampten wir schließlich zu eben jenem Restaurant, was durch die hervorragende Stimmung in Verbindung mit strahlendem Sonnenschein wie im Flug verging. Angekommen im Restaurant, erwartete uns ein Special-Service: Jeder wurde sofort huldvoll mit seinem Namen von den Bedienungen angesprochen (möglicherweise verursacht durch die Namenschilder). Mit der nun vollständigen Gruppe konnte gebührend mit jeder Menge Pizza und Pasta in unser Berlin-Wochenende gestartet werden. Den Standardfragen nach Name, Studienfach und Studienort folgten sogleich tiefergehende interessante Gespräche.

Nachts im Museum
Museum, Quelle: e-fellows.net

Gestärkt und vollends zufrieden folgte bereits das erste große Highlight des Treffens. Wir bekamen die Gelegenheit, aufgeteilt in drei Gruppen, an einer Führung durch das für Besucher bereits geschlossene Berliner Naturkundemuseum teilzunehmen. Wir durften die Bekanntschaft von Tristan machen. Eines der weltweit am besten erhaltenen Exemplare eines Tyrannosaurus rex, das erst als Wohnzimmerdekoration bzw. als Geburtstagsgeschenk eines kleinen Jungen fungieren sollte, schließlich aber an das Museum als Forschungsobjekt verliehen wurde.

Auch über die Frage, warum Zebras Streifen haben und was zuerst da war, die schwarze oder die weiße Farbe, wurde gerätselt. Die Sammlung der in Alkohol konservierten Tiere, die sich über vier Stockwerke erstreckt, fanden wir alle sehr beeindruckend. Auch konnten wir der evolutionär bedingten Liebesgeschichte eines Tiefseeangler-Fisches, welcher vielen sicherlich noch aus dem Film „Findet Nemo“ bekannt ist, lauschen.

Nach diesem für viele viel zu kurzen Museumsbesuch – alle Exponate im Sekundentakt anzuschauen, würde über ein Jahr in Anspruch nehmen – wurde das Berliner Nachtleben erkundet. Die skurrile und für viele ungewohnte Clubszene stellte uns vor ungewohnte Herausforderungen. Diese fingen bei der Auswahl der passenden Location an und hörten bei den Eintrittsbarrieren nicht auf.

Politik geht uns alle an!

Am Samstag folgte auf ein reichhaltiges Frühstücksbuffet im Hostel der Besuch des Reichstagsgebäudes. Neben dem üblichen Besucherprogramm im Plenarsaal hatten wir die Gelegenheit, uns mit dem CDU-Politiker Martin Pätzold auszutauschen. Nach einer kurzen Vorstellung seinerseits wurde bei der Diskussionsrunde deutlich, dass die „Techniker“ unter uns, die den Großteil der Gruppe bildeten, durchaus politisch interessiert und engagiert sind und ihren Standpunkt gegenüber dem Politiker mit fundiertem Fachwissen und dem dazugehörigen Fachjargon vertreten konnten. Dadurch entstanden schnell lebhafte Diskussionen hinsichtlich der Armenien-Resolution oder des deutschen Rentensystems. Anschließend bot sich uns auf der Kuppel des Gebäudes bei bestem Wetter noch die Gelegenheit, Berlin von oben zu sehen, Fotos zu schießen und einfach die Sonne zu genießen.

Game-Science-Center, Dong Xuan Center und Berliner Mauer

Für den Nachmittag hatten uns die Organisatoren die Qual der Wahl bereitet. Bereits am Freitag hatten wir uns für eine der drei angebotenen Aktivitäten eingetragen, wobei jeder Organisator tatkräftig die Werbetrommel für seine Attraktion gerührt hatte. Eine Gruppe besuchte das Game-Science-Center, ein interaktives Zukunftsmuseum in der Nähe des Checkpoint Charlie. Dort wurden alle Sinne angesprochen, denn die neuesten innovativen Technologien und die ausgestellten, kreativen Projekte konnten selbst ausprobiert werden, wozu unter anderem das Oculus Rift (eine virtuelle Realitäts- Brille) oder das Nagual Dance (Tanzinstallation) zählten.

Berliner Mauer, Quelle: e-fellows.net

Außerdem wurde der Besuch des Dong Xuan Center angeboten. Die Führung durch das vietnamesische Großhandelszentrum in Berlin-Lichtenberg konnte mit so einigen Highlights punkten, was nicht zu Letzt daran lag das Minh vom Organisatonsteam die Führung super anschaulich und sehr persönlich gestaltet hat. Das leckere vietnamesische Essen hat dabei natürlich auch nicht geschadet.

Eine weitere Gruppe besuchte die Gedenkstätte Bernauer Straße, die sich auf 1,4 km Länge über den ehemaligen Grenzstreifen erstreckt. Dort konnten wir das letzte Stück der Berliner Mauer, das in seiner Tiefenstaffelung erhalten geblieben ist, betrachten und einen Eindruck vom Aufbau der Grenzanlagen bekommen. Im Mauerpark war genügend Zeit bei Sonnenschein über das Gesehene zu reflektieren und ein bisschen Berliner Luft zu schnappen.

Dinner auf Indisch

Beim Abendessen im „Amrit“, einem indischen Restaurant, kamen wir wieder alle zusammen. Die einen hatten die Zeit am späten Nachmittag noch genutzt, um durch Berlin zu bummeln, die anderen, um sich im Hostel bereit für den Abend zu machen.

Eine Sache war uns allen gemein: die gute Laune. Dazu kam noch, dass die Speisen in großen Schüsseln auf den Tischen serviert wurden und sich so jeder nach Herzenslust bedienen konnte. So ließen sich nach einiger Zeit erste übernatürliche Phänomene beobachten, denn die Schüssel wanderten wie von Zauberhand und sammelten sich an gewissen Tischen zunehmend an. Bei einer solch familiären Atmosphäre mussten wir uns einfach wohlfühlen.

Wie am Abend zuvor zog es uns e-fellows anschließend ins Berliner Nachtleben. Dabei kam jeder auf seine Kosten: von gechillter Baratmosphäre über Karaokefeeling bis hin zu knallharten Berliner Clubs war alles dabei.

Mach's jut, ick mach’n Abjang!

Wir konnten es kaum glauben, als sich am Sonntag das Bundestreffen bereits dem Ende zuneigte, war die Zeit doch rasend schnell vergangen. Beim ausgiebigen Brunch in der „Roten Harfe“ mitten im Herzen Kreuzbergs wurden jedermanns Gelüste gestillt. Zusammen mit alten und neu dazugewonnenen Freunden konnten wir uns vor der Heimreise noch gehörig den Bauch vollschlagen.  

Nach und nach wurden herzliche Umarmungen ausgetauscht und viele traten den Weg zurück in die Heimat an. Der ein oder andere besuchte noch den Markt, verköstigte trotz vollgeschlagenem Bauch noch veganes Eis oder ließ sich sogar noch ein paar mehr Tage Zeit, um unsere Hauptstadt zu erkunden, bevor es dann in Richtung Heimat ging.

Veranlasst durch die gelungenen und super organisierten Tage begannen wir bereits an Pläne für das nächste Bundestreffen im kommenden Jahr zu schmieden, das hoffentlich weiterhin mit so tollen Personen stattfinden wird.

Abschließend kann nur ein großes Lob an das Organisationsteam mit Minh, Ralf, Daniel, Markus und Sarah in Zusammenarbeit mit dem e-fellows-Team ausgesprochen werden, die durch die gelungene und durchdachte Organisation das diesjährige Bundestreffen zu einem Erfolg gemacht haben und die Erwartungen aller übertroffen haben.

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