Partner von:

Floßaufbau zum Schamabbau

Zürisee Zürich See (Quelle: freeimages.com, rolve)

Quelle: freeimages.com, rolve

Was machen City Groups mit 1.000 Euro? Sie bauen zwei Flöße unter sengender Sonne am Zürisee. Ex-e-fellows.net-Mitarbeiter Lukas war dabei - und entging nur knapp dem Schiffbruch.

War es die Schamesröte oder der Sonnenbrand, der mir am 28. Juli ins Gesicht stieg? Schließlich schämte ich mich gewaltig, hatte ich doch seit meinem letzten Arbeitstag bei e-fellows.net exakt ein Jahr verstreichen lassen, bis ich mich an jenem Sonntag mal wieder auf einem e-fellows.net-Event blicken ließ: Floßbauen mit der City Group Zürich unter sengender Sonne auf dem Uferrasen in Richterswil am Zürisee.

Das Event war wirklich etwas Besonders, hatte die City Group Zürich doch einen Wettbewerb gewonnen und dadurch satte 1.000 Euro Unterstützung von e-fellows.net erhalten. Dass 1.000 Euro in der teuersten Stadt aller Dimensionen für dieses Event dennoch nicht ganz reichten, hat mich nicht verwundert. Aber der Eigenbeitrag war durch den Preis auf einen bezahlbaren Kleinbetrag zusammengeschrumpft. 

Zu spät - und trotzdem freundlich empfangen

Zu Anfang musste ich mich gleich noch mehr schämen, denn ich war mal wieder in die falsche S-Bahn eingestiegen (merke: Horgen-Oberdorf ist nicht Horgen-Bahnhof) und dadurch fast eine halbe Stunde zu spät. Aber glücklicherweise hatte die Einweisung gerade erst angefangen, als ich am Platz des Geschehens eintraf, um dann sogleich im Boden zu versinken. City-Group-Leiterin Amelies freundliche Begrüßung holte mich aber sofort wieder aus dem Boden der Scham heraus, und es konnte losgehen. 

Wie soll das denn ohne Ingenieure funktionieren?

Das Floß ist im Bau [Quelle: Lukas]

Zwei waschechte Luzerner Sportskanonen, einer Rasta, der andere Fitness-Studio-Style, begrüßten elf deutsche e-fellows in markantem Luzerner-Deutsch, teilten uns in zwei Gruppen ein und meinten, wir sollten doch zu Beginn mal überlegen, wie man aus den langen und kurzen Brettern, den Pfählen, den blauen Fässern und den Seilen ein schwimmfähiges Gefährt bauen könnte. Dummerweise hatten wir keine Ingenieure dabei, die das bestimmt in wenigen Minuten gelöst hätten. Und um die Frage an die e-fellows.net community weiterzugeben, war die Aufgabe doch etwas zu komplex und die Zeit zu knapp.

Kopieren und selber denken

Verdiente Badepause [Quelle: Lukas]

Zum Glück kamen wir dann durch Abschauen bei der anderen Gruppe und ein bisschen Selberdenken auf die richtige Lösung: Die Fässer kommen hintereinander an die Längsseiten, die langen Pfähle halten die Fässer. So ging es weiter, immer waren erst unsere unter der Sonne kochenden Gehirnzellen gefragt, dann klärten uns die Luzerner Sportskanonen auf, wie es wirklich geht. Die schwerste Aufgabe, die wir zugegebenermaßen nicht gescheit lösen konnten ohne die Hilfe unserer Instruktoren (auch nach mehreren Versuchen), waren einige Knoten. War der attraktive "Schneckenknoten" noch machbar, so brauchte man für den anderen Knoten zum Fixieren der Fässer (Namen vergessen) Kräfte, die man als e-fellow längst gegen Gehirnzellen eingetauscht hat. Da es unerträglich heiß war, durften wir uns zwischendurch auch mal schnell im Wasser abkühlen. 

Vom Wind auf die Felsen geblasen

Das Floß ist fertig [Quelle: Lukas]

Als unser Floß dann fertig war, mussten wir natürlich erst noch auf die lahme andere Gruppe warten, doch irgendwann waren auch die bereit, und wir konnten die nicht vorhandenen Segel setzen. Mittlerweile hatte sich allerdings ein starker Wind gemeldet, um ein Abendgewitter anzukündigen. Der Wind erzeugte nicht nur starke Wellen, sondern spülte uns gleich nach dem Start auch wieder fast an Land - beziehungsweise in die felsartigen Wellenbrecher am Ufer. Doch die Luzerner Rasta-Sportskanone, die an Land geblieben war, um auf unser Gepäck aufzupassen, eilte schnell zur Hilfe und stieß uns mit seinen kräftigen Beinen eine Sekunde vor dem Aufprall auf den Felsen wieder vom Ufer weg. Mit einem extremen Paddelexzess unter Aufbietung aller Kräfte retteten wir uns anschließend in sicherere Gewässer. 

"Etwas für junge Leute"

Nach einer halben Stunde auf dem wellenschlagenden See machten wir Halt für eine Schwimmpause, dann paddelten wir noch etwas weiter und hoben die Flöße dann auch schon wieder aus dem Wasser - es war mit dem Wind dann halt doch recht anstrengend für Leute in meinem Alter.

Ausklingen am Grill

Weil e-fellows so nett und hilfsbereit sind, halfen wir den Luzernern noch beim Auseinanderbauen und Einladen unserer Konstrukte in ihren Laster. Danach ließen die e-fellows den Abend beim gemeinsamen Grillen (oder "Grillieren", wie man hier sagt) ausklingen. Leider musste ich schon wieder weiter und konnte diesen Teil nicht mehr miterleben. 

Ein herzliches Dankeschön an Amelie für die Organisation und fürs Aufbewahren meiner Sonnencreme und bis zum nächsten Event der City Group Zürich.

nach oben

Die Community und alle Website-Inhalte gibt es auch als App für Android und Apple.

Community-Letter

Top-Fragen, Insider-Antworten und Expertenforen jede Woche zusammengefasst

Kommentare (0)

Zum Kommentieren bitte einloggen.

Das könnte dich auch interessieren