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Die Sage um das Abi-Treffen 2013

Abi-Treffen 2013 Kanu fahren (Quelle: e-fellows.net)

Quelle: e-fellows.net

In einer Online-Community aktiv sein ist eine Sache – sich persönlich treffen nochmal eine ganz andere. Das stellten die Teilnehmer des diesjährigen Abi-Treffens in Karlsruhe fest. Sie überführten Werwölfe beim Kartenspielen, bestanden wilde Kanuwettrennen und reisten bei einer Nachtwanderung in die Vergangenheit. Die Teilnehmer stellten sich mutig jeder Herausforderung und schlossen neue Freundschaften. Artem war dabei und betätigt sich hier als Geschichtenerzähler.

Vor (nicht allzu) langer Zeit, am 20. September, trafen sich knapp 40 junge Heldinnen und Recken in der schönen Stadt Karlsruhe zum e-fellows.net-Abi-Treffen 2013. Zusammen mit Eva, der wahrscheinlich nettesten Vertreterin eines Stipendiaten-Programms, verbrachten wir ein ereignisreiches Wochenende.

Eroberung des Aposto

Nachdem die Zimmer verteilt waren und wir zumindest einige der Namen der anderen auswendig gelernt hatten, brachen wir zum Italiener Aposto auf. Wir uns beim Abendessen von den Strapazen der Anreise erholen und neue Kräfte für weitere Heldentaten sammeln. Dort warteten schon die Karlsruher e-fellows auf uns. Die Gruppe wurde doppelt so groß - und die Verwirrung mit den Namen dadurch nicht besser.

Wer von uns denkt, dass wir geschickt, gebildet oder begabt sind... liegt völlig richtig! Geschickt im Nudeln Essen, gebildet im Witze Erzählen und ziemlich begabt im Fach "Sympathie". Weil uns bewusst wurde, dass kein Lokal alleine unsere geballte Coolness aushalten würde, teilten wir uns nach dem Abendessen in kleinere Gruppen auf, um die Karlsruher Bars und Cafés zu erobern.

Zu Wasser mit den Heldinnen und Recken

Am nächsten Morgen machten wir uns auf die Suche nach neuen Herausforderungen und stachen tollkühn in See (oder genauer: Bach). Nach einer kurzen Einführung in die hohe Kunst des Kanufahrens starteten jeweils drei Leute in einem Boot die abenteuerliche Reise entlang der Pfinz. Wir bewiesen viel Mut und Teamgeist bei der Überquerung der tückischen Gewässer. Letztendlich schafften es alle mehr oder weniger (eher weniger) trocken für eine kleine Verschnaufpause ans Ufer.

Nach einer Salami- und Käsebrötchen-Rast ging es weiter: Während wir in der ersten Hälfte noch hilfsbereit waren und voll darauf konzentriert, geradeaus zu fahren, packte uns auf den letzten Kilometern der Wettkampfeifer. Mit lautem und wiederholtem "Zieh! Und zieh!" lieferten sich die Kanus rasante Überholmanöver. Am Ende siegte jedoch die Freundschaft und alle kamen sicher ans Festland.

Zeitreise ins Mittelalter

Nachtwächterführung beim Abitreffen [Quelle: e-fellwos.net]

Nachdem wir die nassen Kleider abgelegt und die Rüstungen wieder auf Hochglanz gebracht hatten, fragten wir uns, was es noch zu erobern gab. An Land und im Wasser hatten wir uns bereits erfolgreich allen Herausforderungen gestellt, deshalb wagten wir jetzt das Unmögliche: Wir suchten Abenteuer in der Vergangenheit!

Unsere Zeitreise in das mittelalterliche Karlsruhe-Durlach begann auf dem Rathausplatz. Der  Nachtwächter in schwarzen Gewändern begrüßte uns mit dem Ruf: "Hört ihr jungen Bürgersleut und lasst euch sagen! Die Turmuhr hat sieben Mal geschlagen!" Bewaffnet mit einer Hellebarde, einer Laterne und seinem mächtigen Horn zogen wir durch das nächtliche Durlach. Unterwegs zeigte er uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und erzählte Durlacher Legenden. Wir hörten vom "Kalle mid da Dasch", dem "Dauben-Kalle" und "Kalle dem Turmwärter". Jetzt können wir uns auch denken, warum Karlsruhe den Namen Karlsruhe trägt - weil zu der Zeit jeder zweite Mann "Kalle" hieß.

Irgendwann hatten wir alle fiesen "Halodris" von den dunklen Straßen verscheucht und allen Bürgern den Weg zum nächsten Wirtshaus gezeigt. Also konnten wir reinen Gewissens unseren Rundgang beenden.

 Überlebenskampf im Düsterwald

Den letzten Abend ließen wir in einer geselligen Runde ausklingen. Uns wurde bald klar, dass harmlose Gespräche den echten Heldengeist auf Dauer nicht unterhalten können, weshalb etwas Spannung in die Runde gebracht werden musste - mit einem Karten-Rollenspiel. 

"Auf der zerklüfteten Hochebene des Hunsrücks liegt das kleine Dorf Düsterwald, welches seit einiger Zeit von hungrigen Werwölfen heimgesucht wird... " Mit diesen Worten beginnt "Werwölfe vom Düsterwald". Am Anfang jeden Durchlaufs bekommen die Spieler eine geheime Identität und versuchen als Werwolf die Bürger auszulöschen und umgekehrt als Bürger die Werwolfplage zu vernichten.

Die Abendstunden vergingen wie im Flug. Wir schiedeten Bündnisse, hielten flammende Reden über Milchpreise im Dorf, tricksten, täuschten und blufften um am Leben zu bleiben. Die Rolle des Liebespaares fiel oft auf die unwahrscheinlichsten Kandidaten. Außerdem kam eine starke Abneigung der Gruppe gegenüber der Obrigkeit zutage – der Hauptmann überlebte nie länger als eine Runde. Kurz gesagt, egal ob Werwolf oder Bürger, alle hatten sehr viel Spaß und hätten gerne bis zum Morgengrauen weitergespielt. 

Wofür das "e" in "e-fellows" steht

Schnitzelfrühstück im Badisch Brauhaus [Quelle: e-fellows.net]

Am nächsten Morgen war es leider schon so weit: Unsere großartige Gemeinschaft neigte sich dem Ende zu, denn unsere Heimatorte brauchten langsam ihre Helden wieder. Ein letztes gemeinsames Essen stand noch auf dem Plan.  Doch im Badischen Brauhaus angekommen, wartete eine Überraschung auf uns. Von unserem vorrauseilenden Ruhm überwältigt, hatte das Lokal einfach vergessen unseren Brunch rechtzeitig herzurichten! Damit bestätigte sich unsere These, dass keine Wirtschaft im Stande ist, unsere geballte Tapferkeit auszuhalten. Schweren Herzens trennten sich manche Wege früher als erwartet, denn eine Hälfte entschied sich, in einem anderen Café Zuflucht zu suchen – die andere Hälfte blieb im Brauhaus und frühstückte Schnitzel.

So endete langsam dieses außergewöhnliche Wochenende mit den e-fellows, an dem wir neue Freunde fanden, viel Spaß hatten und vor allem zwei Sachen gelernt haben: Dass das "e" in "e-fellows" in Wahrheit für "episch" steht und dass unsere Geschichte noch lange nicht zu Ende ist.

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