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Schnitzeljagd 2.0 mit "real fellows"

Teamwork (Quelle: freeimages.com, Autor: svilen001)

Quelle: freeimages.com, svilen001

Wer sind eigentlich die bei e-fellows.net? Das haben sich 40 e-fellows.net-Abiturienten gefragt und sind zum Treffen nach Stuttgart gekommen. Dabei wurden aus Stipendiaten knallharte Ermittler, Turm-Erklimmer und Captain Morgans. Und sogar das Weißwurst-Zuzln lernte so manch einer in der schwäbischen Hauptstadt. Aber was hat es eigentlich mit der legendären e-fellows.net-Serviette auf sich? Teilnehmer Oliver berichtet.

Über eine Rundmail erfuhr ich vom Abi-Treffen 2011. Es gibt wohl wenig Wege, schneller Gleichgesinnte aus ganz Deutschland zu treffen. Also Koffer gepackt und ab ins 700 Kilometer entfernte Stuttgart. Am Freitag ging es los: Abenteuerlustige e-fellows trafen sich in der Hauptstadt des deutschen Wutbürgertums.

Verplant vor dem U-Bahn-Plan

Um 18 Uhr stand eigentlich der kreisrunde Klassiker der neapolitanischen Küche auf dem Plan – Pizza. Leider stand ich um 17:58 Uhr noch vor einem anderen Plan – dem U-Bahn-Plan. Der weckte zwar kryptologische Ambitionen in mir,  gab jedoch wenig Aufschluss über den weiteren Verlauf meiner Reise. Glücklicherweise hatte Julia, die platinblonde Power-Praktikantin von e-fellows.net, am Telefon einen (Aus)Weg parat.

Von Streber-Stimmung keine Spur

Endlich im Hostel angekommen stieß ich auf die ersten e-fellows. Von Streber-Stimmung keine Spur: Im Mittelpunkt stand nämlich nicht nur die künftige Studienrichtung, sondern vor allem die innovative Freizeit-Beschäftigung "Geocaching". Geocaching ist Neudeutsch für Schnitzeljagd des 21. Jahrhunderts mit GPS-Geräten. Die Hightech-Schatzsuche war aber erst für Samstag geplant.

Eine Pizza zum Erhalt der Garnelen-Population

Nachdem alle da waren, ging es in die von Julia auserkorene Pizzeria. Dort verfolgte der Pizza-Bäcker mit dem spärlichen Belag der Garnelen-Tagespizza wohl das Ziel, die Garnelen-Population zu erhalten. Für manch einen gab es außerdem eine Lehrstunde über die sprachlichen Barrieren zwischen den verschiedenen Ureinwohnern Süddeutschlands - den Schwaben und Badenern. Singen die Badener wirklich beim Sprechen und gehört der Bodensee eigentlich noch zu Schwaben? Von technischer Natur waren dagegen die Barrieren zwischen einem GPS-Gerät und dem menschlichen Verstand. Das Abendessen war daher die perfekte Gelegenheit, das Einstellen und Testen der unverständlichen Geräte "outzusourcen". Schnell fanden sich ambitionierte Spezialisten, die den Dreh sofort raushatten.

Was wir gemeinsam haben? Wenig Schlaf und ein Stipendium

Nach dem ersten Kennenlernen stürzten sich einige unermüdliche e-fellows in das Stuttgarter Nachtleben. In der Theodor-Heuss-Szene-Straße wurde dann (noch ohne GPS-Gerät) eine Location für Cocktails und weitere Gespräche angesteuert. Dabei waren wir bunt vertreten: Neben angehenden Wirtschaftsingenieuren, Managern und Maschinenbauern, peilen andere das Auswärtige Amt oder ein Berufsleben im Arztkittel an. Trotz unterschiedlicher Jobvorstellungen verband uns alle die Aussicht auf wenig Schlaf und natürlich die Zugehörigkeit zu e-fellows.net.

Harte Nüsse bei der Hightech-Schnitzeljagd

Der nächste Tag begann mit dem Frühstücksbuffet im Hostel. Für einige Hobby-Motzer endete hier jedoch der Traum vom ideal gekochten Frühstücksei. Steinhart gekochte Eier, hielten e-fellows aber nicht davon ab, sich beim "Geocaching" auf ebenso harte Rätsel-Nüsse zu stürzen. Erst stelle Julia e-fellows.net vor. Danach wussten wir über Community, City Groups, Partnerunternehmen und Co. Bescheid. Nun stand das Highlight des Abitreffens an: Geocaching. In Kleingruppen verwandelten sich die Stipendiaten in knallharte Ermittler. Zur Auswahl gab es eine Tour durch das "Rotlichtviertel" Stuttgarts, bei dem ein Mord aufgeklärt werden sollte. Bei einem anderen Fall ging es um "Tiere auf dem Zebrastreifen", die man in der Stuttgarter Innenstadt aufspürte.

Auf der Spur des Mörders

Meine Gruppe entschied sich für den Mordfall. Bewaffnet mit Koordinaten-Plan, GPS-Gerät und ausreichend Smarties starteten wir die Ermittlungen. Dabei mussten wir Schritt für Schritt vorgehen: Beim Multiple-Choice-Rätsel erhielten wir mit jeder richtigen Lösung die Koordinaten für das nächste Ziel. Bei Fragen wie "Welche Zigarettenmarke rauchte der Mörder?" mussten wir zum Beispiel das richtige Werbeplakat finden. Doch nur die richtige Lösung führte zum nächsten  Schauplatz. Eine falsch gelöste Aufgabe brachte uns kurzerhand in das Herzstück des schwäbischen Protests. Dort suchten wir zwischen Pauken, Trillerpfeifen und Stuttgart-21-Aufklebern den nächsten Hinweis - vergebens. Da half nur noch umdrehen.

Echte e-fellows kennen keine Regenschirme

Am Ziel der Hightech-Schnitzeljagd wartete ein üppiger Schatz in einer verbeulten Blechdose auf uns. Neben der Lösung des Mörders (die Frau des fiktiven Bürgermeisters) gab es Kleinkram wie Aufkleber oder eine Pfandmarke vom letzten Bar-Besuch. Diesen "Schatz" hatten leidenschaftliche Geocacher dort vorher versteckt.  Nach guten zwei Stunden war die Rätsel-Reise, beziehungsweise GPS-Irrfahrt, beendet. Zeit für ein Eis, da waren sich alle nach basisdemokratischen Abstimmung einig. In der laut den ansässigen Stuttgartern besten Eisdiele Stuttgarts bot sich uns außerdem eine Aussicht über die Innenstadt. Diese sollte jedoch noch besser werden - auf dem Fernsehturm. Dort überraschte uns plötzlich der Regen, aber echte e-fellows kennen keine Regenschirme. Etwas nass ging es mit 40 Mann und Frau wieder 150 Meter vom Turm nach unten und in das wohlverdiente Restaurant.

BSE-Viren und Captain-Morgan-Pose

Dort entstanden einige Tischspiele, die von den Umstehenden wahrscheinlich als Auswirkungen des BSE-Virus interpretiert wurden. Weiteres Highlight des Abends: Organisatorin Julia erfand die legendäre "e-fellows.net-Serviette". Darauf verewigten sich alle Teilnehmer mit schlauen Sprüchen, zum Beispiel über die "Rababer-Bar" oder mit Elefanten-Hintern. Nachdem unsere Kreativität völlig ausgeschöpft war, ging es wieder in die Stuttgarter Clubs, wo die "Captain-Morgan-Pose" (siehe Bild) nicht fehlen durfte. Erst mit dem Morgengrauen fanden wir den Weg zurück ins Hostel.

Weißwurst-Essen vom Profi lernen

Am letzten Tag stand ein gemeinsamer Brunch auf dem Plan. Ich als Norddeutscher hatte so die einmalige Gelegenheit, von echten Bayern die hohe Kunst des Weißwurst-"Zuzlns" zu lernen. Während die einen ihrer Liebe zu Spätzle Ausdruck verliehen, drängten sich andere um das heiß begehrte Waffeleisen. Doch auch dieses verringerte nicht die Wehmut vorm baldigen Abschied. Die e-fellows, die sich bei Pizza, Schatzsuche, Fernsehturm und Brunchen kennen und mögen gelernt hatten, mussten nun wieder getrennte Wege gehen!

Fazit 2.0: Vm e-fellow zum real fellow

Die Fahrt nach Stuttgart hat sich gelohnt! Wir kamen als anonyme e-fellows und gingen als "real fellows". Wer weiß - vielleicht kreuzen sich die Wege des einen oder anderen wieder. Sei es am gemeinsamen Studienort, bei einem Revival-Treffen oder zufällig beim Geocaching? An dieser Stelle möchte ich mich bei allen für das nette Wochenende bedanken! Ich wünsche euch einen guten Start ins Studentenleben. Einzig eine Frage bleibt offen: Zählt der sichere Umgang mit GPS-Geräten im Lebenslauf eigentlich zu EDV-Kenntnissen ...?­­

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Kommentar (1)

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  1. Johanna Joachimmeyer

    Super Bericht! Schade, dass ich keine Zeit hatte. Ich hoffe, dass es noch ein weiteres Treffen gibt, sodass ich euch alle kennenlernen kann. Schließlich will ich ja auch ein "real fellow" werden ;) Liebe Grüße aus Hamburg

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