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2002 - das erste Bundestreffen

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Quelle: e-fellows.net

2010 treffen wir uns in Leipzig. 2009 hatten wir viel Spaß in Heidelberg. Die bundesweiten Treffen der e-fellows sind geliebte Tradition geworden. Aber wann und wie fing alles an? Frank und Thomas verraten es uns, denn sie haben es ins Leben gerufen und organisiert: das erste e-fellows.net-Bundestreffen im Jahr 2002.

Den Begriff "Web 2.0" kannte damals noch niemand, die e-fellows.net community zeichnete sich in keinem Kaffeesatz ab, und die e-fellows waren eine anonyme Masse. Dennoch sprießten in den Kindertagen von e-fellows.net schon erste Netzwerkstrukturen: Die e-fellows gründeten City Groups und trafen sich auf Stammtischen. Doch Treffen vor Ort reichten den City-Group-Leitern der ersten Stunde nicht aus. So entstand die Idee zum ersten Bundestreffen in der e-fellows.net-Geschichte - und zwar in Köln und Berlin bei Frank und Thomas. Die fragten wir direkt.

Thomas und Frank, wie entstand die Idee des ersten Bundestreffens?

Thomas: Damals habe ich in Berlin die City Group geleitet. Alle waren total begeistert von e-fellows.net, aber der persönliche Kontakt zwischen den Stipendiaten fehlte. Die City Groups stellten zwar den Kontakt vor Ort her, aber ein bundesweites Treffen wäre noch besser, dachten wir.

Frank: Und vor allem wollten wir mit einem deutschlandweiten Treffen mehr Leute zusammenkriegen. Daraufhin haben wir uns mit einigen anderen City-Group-Leitern kurzgeschlossen und schließlich eine Umfrage über unsere frühere City-Group-Website gemacht. Schnell war klar: Alle wollen nach Berlin.

Stichwort City-Group-Website: Wie habt ihr das damals alles organisiert? Da gab es ja noch keine e-fellows.net community, in der man mal eben eine Gruppe gründet und darüber alle erreicht und alles organisiert.

Frank: Wir haben einen ganz einfachen und heute vielleicht "altmodischen" Weg gewählt: Mit Florian aus der City Group München haben wir ein Anmelde-Formular über dessen Website gebastelt. e-fellows.net hat dann eine Einladung per E-Mail an alle Stipendiaten verschickt.

Thomas: Oh ja, das musste damals ja alles über e-fellows.net laufen, weil man andere Stipendiaten nicht direkt kontaktieren konnte.

Frank: Nachdem klar war, dass es nach Berlin gehen soll haben Pino (der dritte Organisator) und ich Thomas in Berlin besucht. Wir haben Ideen für das Treffen gesammelt und Aufgaben verteilt. Thomas hat die Vor-Ort-Aufgaben übernommen, und wir Kölner haben das Treffen unter den e-fellows bekannt gemacht und die Anmeldungen koordiniert.

Thomas: Ich habe den Reichstagsbesuch und die Stadtrundfahrt organisiert und geeignete Locations für das Abendprogramm rausgesucht. Außerdem war uns wichtig, ein Partnerunternehmen von e-fellows.net einzubeziehen. Schließlich ist e-fellows.net ja ein Karrierenetzwerk. So entstand die Diskussion über Studiengebühren mit Dr. Carsten Siebert von McKinsey - übrigens ein Philosoph.

Wie war eigentlich die generelle Stimmung damals in den City Groups und bei den Stammtischen?

Thomas: Gerade in den Großstädten hat man immer das Problem, dass es zu viel Konkurrenzprogramm gibt. Bei den Berliner Stammtischen waren wir manchmal 30 Leute, aber oft auch weniger, insbesondere in Klausurphasen. Wir haben damals überlegt, was man dagegen machen kann. Zum Beispiel Vorträge oder eben das Bundestreffen, das daraus letzten Endes entstanden ist.

Frank: Es war definitiv nicht immer einfach, die Leute zum Stammtisch zu kriegen. Allerdings stürzten sich die e-fellows damals auf das Bundestreffen. Die Plätze waren schnell voll. Das hat mich überrascht. Also gab es einen Bedarf, eine Neugier der Stipendiaten auf die anderen e-fellows.

Wie waren die Leute damals drauf, die am Bundestreffen 2002 teilgenommen haben?

Thomas: Ich denke, es gibt bestimmte Typen von Leuten, die die Initiative ergreifen, so was wie eine City Group gründen, sehr kontaktfreudig sind und dann natürlich auch zum Bundestreffen kommen. Da war ein Gefühl, dass man einer Gemeinschaft angehört. Das sollte mehr sein als ein Handelsblatt-Abo. Jetzt ist das viel besser und einfacher über die Community. Damals gab es ja das Web 2.0 nicht.

Gibt es eigentlich eine lustige Anekdote vom ersten Bundestreffen?

Frank: Ich erinnere mich da an den Reichstagsbesuch. Den hatte Thomas so eingefädelt, dass wir nicht drei Stunden lang anstehen mussten wie alle anderen Besucher. Das war toll, wie wir an der langen Schlange einfach vorbeigehen konnten und uns alle neidisch angeschaut haben. Außerdem gab's ja noch die Zimmerpartys - aber dazu sag ich lieber nix. ;-)

Was ist nach dem Bundestreffen hängen geblieben? Ist ein Netzwerk entstanden? Sind die Kontakte bestehen geblieben? Habt ihr eure Ziele erreicht?

Frank: Auf jeden Fall. Schließlich gibt es seitdem jährlich ein Bundestreffen. Daran sieht man, dass so was gewünscht ist. Jetzt stecken andere die Power rein, die trotz Studiumsstress ihre Zeit und Phantasie investieren. Ich habe beim ersten Bundestreffen viele Leute kennengelernt. Teilweise gibt es den Kontakt heute noch. Auch der interdisziplinäre Austausch war und ist super, weil man so über seinen fachlichen Tellerrand schaut.

Thomas: Da kann ich mich nur anschließen. Es ist gut, dass der Gedanke weiterlebt. Aus e-fellows.net wurde über die City Groups, die Stammtische und schließlich das Bundestreffen etwas Persönliches, das Bestand hat. Es gab zwar kein Bundestreffen-2002-Nachtreffen, aber die Alumni-Treffen sind entstanden. Übrigens habe ich letztens in Hamburg einen e-fellow aus der ersten Stunde wieder getroffen, der auch damals bei den Berliner Stammtischen war. Es ist schön, wenn man die gemeinsamen Erinnerungen wieder aufleben lassen kann.

Vielen Dank für das Gespräch. Eine letzte Frage: Was ist euer Fazit zum Bundestreffen 2002 und zum Stichwort "10 Jahre e-fellows.net"?

Thomas: Das hier soll auch ein Ansporn für künftige Bundestreffen sein. Es soll Leute überzeugen, noch mal Gas zu geben, noch mal was in ihrer City Group zu reißen. Es soll zeigen, dass Treffen der Stipendiaten gewünscht sind von e-fellows.net und vor allem den e-fellows. Ich gratuliere zu der gigantischen Entwicklung. Damals bekam man bei e-fellows.net umsonst Internet. Heute ist das nicht mehr das größte Argument, sondern das mit Leben gefüllte Karrierenetzwerk.

Frank: e-fellows.net ist eine super Plattform außergewöhnlicher Menschen. Da muss ja auch was Außergewöhnliches entstehen. Gratis-Internet war für mich damals der Ansporn, aber wertvoller war, Leute aus der Wirtschaft kennengelernt zu haben. Ich wusste damals zum Beispiel gar nicht, dass KPMG auch Beratung macht und hatte daher nie die Idee gehabt, dort mal zu arbeiten. Nach meinem Studium habe ich dann bei KPMG als Berater angefangen. Ich bin also das beste Beispiel dafür, dass das Karrierenetzwerk funktioniert.

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