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Das Daumenkino feiert 5. Geburtstag

Quelle: Pixabay, blickpixel

Am 4. Juni 2007 launchte die e-fellows.net community. Bei uns im Büro knallten die Sektkorken - kurz darauf war große Launch-Party. Ob das Ding jemals etwas werden würde, war aber völlig offen. Damals starteten soziale Netzwerke in Scharen - in Scharen gingen sie auch wieder baden. Die e-fellows.net community hat nun immerhin ihr fünftes Lebensjahr erreicht. Wir freuen uns darüber und nutzen dieses Jubiläum für einen Rückblick auf die Highlights.

Ende September 2006, ich war seit einem halben Jahr Online-Redakteur bei e-fellows.net, holte mich unser Geschäftsführer in sein Büro. Die Gesellschafter seien davon überzeugt, dass e-fellows.net ein "Social Network" brauche, und sie seien bereit, hier groß zu investieren. Zusammen mit ein paar McKinsey-Beratern und sporadischer fachlicher Hilfe von unserem damaligen Gesellschafter holtzbrinck ventures sollte ein "intensives" Projekt starten, und ich sollte das mitgestalten. Ich hatte keinen Plan, was da auf mich zukommen würde, sagte aber trotzdem zu. Die 40-Stunden-Woche wurde ad acta gelegt, dafür begann eine tolle wie nervenaufreibende Reise, in der die e-fellows.net community entstand, das "Social Network", ohne das man sich e-fellows.net mittlerweile wohl nicht mehr vorstellen kann.

Martina Klebb macht sich unsterblich

Den Anfang machte ein unscheinbares Blog-Posting im April 2007 im damals neu eingerichteten "Community-Blog" (mittlerweile einfach "e-fellows.net blog"). Ende Mai ging es dann in Riesenschritten und mit einigen Spätschichten auf den Launch zu. Kaum hatten wir die etwa 50 Beta-Tester gesammelt und eingewiesen, da stellte Caro mit unserem Test-Account Martina Klebb aus "Salstadt" gleich dreimal die intern seither legendäre Frage "Soll ich in München studieren?". Durch einen Bug ging diese Frage versehentlich prompt per E-Mail raus - und gleich mal an ein paar Tausend e-fellows, die zuvor noch nie etwas von der Community gehört hatten. Auf einen Schlag hatten wir unfreiwillig ein paar Hundert "Beta-Tester" mehr.

Der erste Newsletter erwähnt die Community

Am Montag, den 4.6., war es dann so weit: Trotz unzähliger Bugs und einiger Performance-Probleme ("DIE ANDEREN"-Rubrik brauchte 43 Sekunden zum Laden!) ging gegen 17 Uhr der Stipendiaten-Newsletter raus, der das Netzwerk als "community" ankündigte. Dort könne man "Gruppen gründen, Termine eintragen" und "Fragen stellen, auf die die e-fellows antworten".

Zwei Tage später stieg dann eine wilde Launch-Party im Münchner Café Cord mit 60 Stipendiaten und Alumni. Für die Party ließen wir uns alle T-Shirts mit der Martina-Klebb-Frage drucken.

Erst mal ging's auf Talfahrt

Dann wurde es ernst. Die ersten Wochen waren bombig, danach fiel die Community erst mal in ein tiefes Sommerloch: In den ersten drei Monaten ging es mit den täglichen Besuchen immer weiter bergab. Im September 2007 war mit 656 Besuchen am Tag die Talsohle aber endlich erreicht (und unsere Nerven aufgeweicht), ab dann ging es eigentlich nur noch bergauf (mittlerweile sind es über 4.500 Besuche täglich).

Das erste Expertenforum - ein totaler Reinfall

Die Community sollte nicht der nächste StudiVZ-Klon werden. Sie sollte über das Herzstück "Fragen & Antworten" (mit der Anonym-Funktion, für die ich ziemlich kämpfen musste, weshalb man ursprünglich nur Fragen und Antworten, nicht aber Kommentare oder Forenpostings anonym posten konnte) und über die Expertenforen vor allem ein Ort sein, wo man sich über Studiums- und Karrierethemen in sicherer Umgebung Insider-Infos und Fachwissen holen und darüber diskutieren kann. Im Vordergrund stand und steht nicht das Kontakte-Sammeln, sondern der Inhalt. Das erste Expertenforum "Frauen in die Technik" war aber gleich mal ein ziemlicher Reinfall und bleibt bis heute das schlechteste Forum aller Zeiten. Zum Glück kamen danach etliche Knaller. Platz 1 hält in puncto Traffic der "Gehaltsratgeber" von 2011.

Das Daumenkino beginnt

Ein heute zentrales Element, die Daumen, gab es am Anfang gar nicht. Als wir sie im Oktober 2007 einführten, war die Reaktion bescheiden: Kaum jemand wollte Daumen vergeben, der Sinn erschloss sich vielen erst nach und nach, die "Hall of F&AME" bewegte sich nur mäßig. Die "Abzeichen" (auch als "Daumenränge" bekannt) für Daumensammler hörten damals bei 500 Daumen auf. Nie hätten wir gedacht, dass irgendwann einmal jemand über längere Zeit hinweg 3.000 und schließlich sogar 4.000 Daumen einheimsen würde - pro Monat wohlgemerkt!

Die Begabtenförderungswerke kommen

Nachdem sich im März 2008 dann der zehntausendste e-fellow registriert hatte, wir die Unternehmensvertreter, Unternehmensgruppen ("Inside-Gruppen") und Mentoren in der neuen "KARRIERE"-Rubrik integriert hatten und es immer mehr danach aussah, als würde die Community ein Dauerbrenner, startete auch ein weiteres Highlight: Das erste Expertenforum zu Stipendien, damals noch ausschließlich mit e-fellows als Experten. Im Herbst darauf folgte dann das erste Forum mit offiziellen Vertretern von zehn Begabtenförderungswerken. Seither ist es eines der jährlichen Highlights.

Aus Community-Posts entstanden: eine Staffel quer durch Deutschland

Auch wenn das Kontaktesammeln nicht im Vordergrund steht, so soll die Community natürlich auch dabei helfen, dass sich e-fellows im realen Leben kennenlernen. Neben unzähligen City-Group-Stammtischen fanden einige bemerkenswerte Ereignisse in der Offline-Welt ihren Ursprung in der Community: So organisierten sich im Oktober 2008 zum ersten Mal die Abiturienten über die Community zu einem Abi-Treffen - auch daraus wurde ein jährliches Event. Das größte Event war allerdings zweifellos die "Charity-Staffel" im Mai 2009, bei der 300 Läufer fast 2.500 Kilometer durch Deutschland radelten, liefen, ruderten, ritten und skateten - komplett eigenständig organisiert von einer Handvoll e-fellows, die dafür zum Teil ihr Studium um ein Semester nach hinten schieben mussten. Zu Recht wurden sie die ersten und letzten "Stipendiaten des Jahres". Auch wir von e-fellows.net hatten ein unvergessliches Himmelfahrtswochenende - und das nicht nur wegen des blauen Auges, das ich mir von unserem Praktikanten holte.

Der erste Live-Case mit McKinsey: Zu komplex für unsere Server

Im Herbst 2009 feierte dann ein weiteres Highlight seine Premiere: Der erste Live-Case mit McKinsey-Recruiting-Chef Thomas Fritz zur Golden Gate Bridge zwang unsere Server in die Knie. Mit etwas Verspätung lief es letztlich aber doch ganz rund. Bei den Fortsetzungen 2010 und 2011 waren wir dann besser vorbereitet.

Wo kommen die ganzen Anonymen her?

Derweil wurden wir von einem ebenso unaufhaltsam scheinenden Trend erfasst: Die e-fellows, anfangs fast schon zu brav, entdeckten immer stärker die Anonym-Funktion. Der Anteil der anonymen zu Klarnamen-Postings drehte sich von 20/80 zu mittlerweile 75/25.

Aber die Community erlebte nicht nur Höhepunkte. Da die Anonym-Funktion auch immer häufiger ausgenutzt wurde, um Anderen etwas allzu deutlich die Meinung zu geigen, sahen wir uns Anfang 2010 nach endlosen Debatten schließlich gezwungen, Community-Regeln und ein Verwarnsystem einzuführen und unser Team durch Stipendiaten-Moderatoren zu verstärken. Den richtigen Zugang zu einer großteils anonymen Masse zu finden -das ist bis heute ein herausforderndes Unterfangen.

Die graue Zelle serviert Wissens-Tests

2010 folgte das bis dato letzte wirklich große Community-Feature, die Wissens-Tests. Die virale Kampagne "Graue Zelle", die sich unsere beiden Praktikanten Tinka und Christoph damals zur Bekanntmachung ausdachten, zählt glaube ich zum Kreativsten, was wir in Sachen Community-Marketing bisher geschafft haben.

iPhone und Android bekommen eine Fragen-&-Antworten-App

Ende 2010 dann brach auch in der Community das mobile Zeitalter an. Mit leider viel zu vielen Bugs startete die iPhone-App für "Fragen & Antworten", e-fellow Florian baute uns Anfang 2011 dann die analoge Android-App dazu. Seit Ende 2011 gibt es auch zumindest ein mobil optimiertes Layout für die, die lieber mit ihrem mobilen Browser surfen oder die anderen Community-Rubriken nutzen wollen.

Vielen Dank!

Und jetzt? Erst einmal stoßen wir an. Es gibt aber noch immer viel zu viel zu tun und zu verbessern. Das klingt jetzt anbiedernd, aber es ist wahr: Eure Tipps und Anregungen sind dabei unsere Hauptinspirationsquelle gewesen und werden das auch bleiben. Sei das für neue Funktionen oder für bessere Moderation (gerade in den letzten Tagen wurde das ja heftig diskutiert). Sagt uns eure Meinung (wenn's geht, in einem netten Ton), dadurch können wir nur besser werden!

Allen e-fellows, die die mittlerweile 600 Postings pro Tag schreiben, allen Moderatoren, die ihre Freizeit für einen guten Umgangston opfern sowie allen Kollegen und Ex-Kollegen, die dazu beigetragen haben, dass die Community tatsächlich fünf Jahre überlebt hat, einen ganz herzlichen Dank!

Jetzt interessiert uns nur noch: Welche Momente aus fünf Jahren Community sind euch besonders im Gedächtnis geblieben?

Als kleinen Anreiz bekommt die Antwort mit den meisten Daumen einen 50-Euro-Gutschein von buecher.de!

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