Partner von:
Betriebswirtschaftslehre (BWL) - was ist das eigentlich?

Die Betriebswirtschaftslehre (BWL, im Englischen Business Administration) legt den Fokus auf einzelne Betriebe und analysiert, wie die Abteilungen eines Unternehmens zusammenarbeiten und wie sich der Erfolg des Unternehmens steigern lässt. Die BWL unterteilt sich in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, die funktions- und branchenübergreifend ist, und die institutionelle beziehungsweise funktionale Betriebswirtschaftslehre. Dazu gehören zum Beispiel Logistik, Personalwesen, Finanzwirtschaft, Rechnungswesen oder Management.

BWL studieren

Allein in Deutschland gibt es fast 800 Bachelor-Studiengänge für BWL. Ein guter Anhaltspunkt für die Wahl deines BWL-Bachelor sind Rankings, zum Beispiel das CHE-Hochschulranking.

Zu den besten Universitäten für BWL-Bachelor zählen laut CHE die EBS Universität für Wirtschaft und Recht, die WHU, die RWTH Aachen, die Europa Universität Frankfurt/Oder und die Frankfurt School of Finance & Management. In unserer Rubrik "Bachelor-Studiengänge Wirtschaft" stellen wir dir diese und viele weitere Programme ausführlich vor.

BWL-Master werden als konsekutive und nicht-konsekutive Studiengänge angeboten. Konsekutiv bedeutet "unmittelbar nachfolgend", das heißt, konsekutive BWL-Master richten sich an Studenten, die das Fach bereits aus dem Bachelor kennen und den Master darauf aufbauen. Nicht-konsekutive BWL-Master sind für Studenten gedacht, die bislang keine Wirtschaftswissenschaften studiert haben und ihr Erst-Studium um BWL-Kenntnisse erweitern wollen.

In unserer Rubrik Master-Studiengänge Wirtschaft findest du BWL-Master in Deutschland und ganz Europa.

Ein duales Studium in BWL verbindet Praxisphasen in einem Unternehmen mit theoretischen Phasen an einer Fachhochschule oder Berufsakademie. Das hat den Vorteil, dass du schon vor dem Studienabschluss Berufserfahrung vorweisen kannst.

In Deutschland gibt es rund 250 Angebote für ein duales Studium in BWL. Die meisten davon sind Bachelor-Programme, vereinzelt werden auch schon duale Master angeboten. In unserer Rubrik Duale Studiengänge stellen wir dir ausgewählte Programme vor.

Kostenlose Datenbanken, Zeitungen und Zeitschriften wie das Handelsblatt, Finance oder die Wirtschaftswoche, Events und Job-Angebote: Für BWL-Studenten lohnt es sich, sich für das e-fellows.net-Stipendium zu bewerben. Hier findest du unsere Angebote für BWLer im Überblick.

BWL-Absolventen sind Allrounder und flexibel einsetzbar. In unserer Jobbörse findest du Praktika und Job-Angebote für BWLer.

BWL-Studium

BWL ist in Deutschland das Studienfach mit den meisten Studenten – mehr als 250.000 waren 2014 für das Fach immatrikuliert. BWL kannst du an Universitäten und Fachhochschulen studieren; allein in Deutschland gibt es mehr als 1.400 verschiedene Studienangebote. Lass dich nicht irritieren, wenn du an deiner Wunsch-Uni nicht gleich fündig wirst - nicht immer heißt das BWL-Studium tatsächlich "BWL" oder "Betriebswirtschaftslehre". An vielen Hochschulen haben sich auch Namen wie "International Business", "Business Administration" oder "Management".

Bachelor und Master in BWL

Durch den Bologna-Prozess sind inzwischen alle BWL-Studiengänge von Diplom auf Bachelor und Master umgestellt. Ein BWL-Bachelor dauert üblicherweise sechs bis acht Semester und vermittelt dir Grundlagen in Finanz- und Rechnungswesen, Marketing und Management, Controlling, Unternehmensplanung, Personal und Produktion. Ein BWL-Master dauert zwei bis vier Semester – hier unterscheidet man zwischen konsekutiven und nicht-konsekutiven Studiengängen. Konsekutiv bedeutet "unmittelbar nachfolgend" beziehungsweise "aufbauend". In einem konsekutiven BWL-Master vertiefst du folglich die Kenntnisse aus dem BWL-Bachelor und spezialisierst dich in einem Teilgebiet der BWL wie zum Beispiel Marketing oder Accounting. Ein nicht-konsekutiver BWL-Master ist ein Aufbaustudium für Studenten, die keinen BWL-Bachelor haben.

Promotion in BWL

Betriebswirte, die eine wissenschaftliche Karriere anstreben, müssen nach dem Master eine Promotion anschließen. Für sie ist es üblich, die Promotion in Wirtschaftswissenschaften an einem Lehrstuhl zu machen. Dabei forschen sie in einem bestimmten Fachgebiet, zum Beispiel Marketing, Finance oder Controlling und halten parallel Lehrveranstaltungen zu betriebswirtschaftlichen Themen. So erlangen sie neben dem Doktorgrad auch die nötige Erfahrung in der Lehre, die sie in ihrem späteren Beruf als Hochschullehrer für Wirtschaftswissenschaften brauchen.

Betriebswirte, die keine wissenschaftliche Laufbahn anstreben und dennoch gerne den Doktorgrad erwerben möchten, können sich über eine externe Promotion Gedanken machen. Im Unterschied zur Promotion an der Universität sind sie nicht an einem Lehrstuhl angestellt, sondern arbeiten üblicherweise in einem Unternehmen oder freiberuflich. Teilweise wird die Promotion vom Unternehmen unterstützt, teilweise findet sie vollkommen losgelöst von der Arbeit statt.

Weiterbildung und Fernstudium

BWL-Kenntnisse kann man in fast jedem Job gebrauchen – besonders dann wenn man Mitarbeiter führen will. Dann ist es sinnvoll, sich BWL-Grundlagen anzueignen. Viele Universitäten bieten zur Weiterbildung BWL-Crashkurse an. Eine Möglichkeit, auf die viele Studenten zurückgreifen, ist ein Fernstudium in BWL, zum Beispiel an der Fernuni Hagen. Du kannst Tempo und Lernpensum selbst bestimmen und erhältst am Schluss einen vollwertigen Bachelor-Abschluss.

MBA (Master of Business Administration)

Wer schon arbeitet, kann sich BWL-Kenntnisse in einem berufsbegleitenden Master-Studium aneignen oder einen Master of Business Administration absolvieren. Dafür braucht man in der Regel mindestens drei Jahre Berufserfahrung. Ein MBA ist sehr gut geeignet für Berufstätige ohne wirtschaftswissenschaftlichen Hintergrund, weil er einen Überblick über die Grundlagen gibt. Er eignet sich aber auch für BWLer. Darin werden die Inhalte in Fallstudien vermittelt und der MBA ist dadurch viel anwendungsbezogener als ein klassisches BWL-Studium. Außerdem dient der MBA dem Netzwerken – man knüpft Kontakte, auf die man später zurückgreifen kann. Der MBA ist somit sowohl für Berufserfahrene geeignet, die in einem Unternehmen Verantwortung übernehmen wollen als auch für diejenigen, die sich beruflich neu orientieren möchten.

Stipendien für das BWL-Studium

Um dein BWL-Studium zu finanzieren, kannst du auf ein Stipendium zurückgreifen. In Frage kommen zum Beispiel die Begabtenförderwerke, das Deutschlandstipendium oder Stiftungen, die sich speziell der Förderung von BWL-Studenten widmen, wie zum Beispiel die Schmalenbach Gesellschaft. Außerdem vergeben viele Hochschulen und Business Schools Stipendien für BWL-Studenten. In der Stipendien-Datenbank von e-fellows.net findest du eine Liste mit mehr als 450 Stipendien für BWLer.

Wo arbeiten BWLer?

Mit einem abgeschlossenen BWL-Studium kannst du in allen möglichen Branchen arbeiten, die etwas mit Wirtschaft und Finanzen zu tun haben. Jobs für Betriebswirte gibt es in so gut wie jedem Unternehmen. Auch die Partnerunternehmen von e-fellows.net stellen viele BWLer ein – in der Jobbörse kannst du nach passenden Jobs suchen.

Gehalt als Betriebswirt

Das Einstiegsgehalt mit einem Bachelor in BWL liegt im Durchschnitt bei 36.000 Euro, das Einstiegsgehalt mit einem Master in BWL bei 42.000 Euro. Wer geschickt verhandelt, kann das Maximum für sich herausholen. Wir erklären dir, wie du bei Gehaltsverhandlungen vorgehen kannst.

Als Betriebswirt ins Banking

Eine Branche, die überdurchschnittliche Gehälter zahlt, ist das Banking. Hier kannst du je nach Position und Erfahrung Einstiegsgehälter von 60.000 Euro bekommen. Die Bankenbranche ist bei BWLern aber nicht nur wegen des Gehalts beliebt, sondern auch weil die Aufgabenfelder für BWLer dort sehr divers sind. Du kannst zum Beispiel im Private Banking arbeiten, im Firmenkundengeschäft, im Investment Banking oder im Asset Management.

Als Betriebswirt in die Unternehmensberatung

Wenn du nach dem Studium Erfahrung in vielen verschiedenen Bereichen sammeln und schnell viel lernen möchtest, ist ein Job als Unternehmensberater das Richtige für dich. Sofern du nicht im Inhouse Consulting oder bei einer Unternehmensberatung arbeitest, die auf eine bestimmte Branche spezialisiert ist, bekommst du in den Projekteinsätzen Einblick in verschiedenste Unternehmen und Fachbereiche.  BWLer arbeiten vor allem in der Strategieberatung und in der Prozessberatung, also der Geschäftsprozessoptimierung.