Stipendiaten des Jahres: Die Charity-Staffel
2.506 Kilometer für Waisenkinder
Sie haben geschwitzt und gehechelt, haben gekeucht und gekrampft. Sie kamen zu Fuß, auf dem Rad, im Boot und sogar zu Pferd. Sie kamen aus dem Norden, dem Osten, dem Westen und dem Süden. Und sie kamen zahlreich - die 300 Teilnehmer der e-fellows.net Charity-Staffel. Über 2.500 Kilometer ging es quer durch die Republik nach Göttingen. Bilanz: 10.000 Euro für ein Waisendorf in Tansania. Die Organisatoren der Staffel sind die e-fellows.net-Stipendiaten des Jahres 2009.
Viele e-fellows engagieren sich neben dem Studium für einen guten Zweck. Zum Beispiel arbeitet Johanna, Stipendiatin des Monats Juni, in ihrer Freizeit als interkulturelle Trainerin. Viola hat eine "Aktiv-Patenschaft" für den kleinen Theo übernommen, und Ann-Kathrin wirbt um Knochenmarkspender. Auch Nicolas Burkhardt, Doktorand an der TU Ilmenau, legt sich regelmäßig für seine Mitmenschen ins Zeug, beispielsweise als Tutor für neue Stipendiaten. Vor einem Jahr präsentierte er seine Idee in der e-fellows.net community, den guten Willen der e-fellows in einer großen, gemeinsamen Aktion zu bündeln - der e-fellows.net Charity-Staffel.
"Beweg Dich, damit Du was bewegst"
Die e-fellows könnten damit anderen Menschen etwas ermöglichen, was für sie selbstverständlich war - eine schulische Ausbildung. Empfänger des Spendenerlöses sollte ein Schulprojekt in Tansania werden. Unter dem Motto "Beweg Dich, damit Du was bewegst" setzte sich das Projekt für den Verein "Lebenshilfe für Afrika" ein, der seit dem Jahr 2000 zwei Waisendörfer in Tansania unterhält. Die Projekte sollen den Kindern eine Grundversorgung und eine Schulausbildung bieten.
Woher kamen die Spenden?
Dafür organisierten Nicolas und seine Kollegen ein Netz aus Läufern, freiwilligen Helfern, Schirmherren und Sponsoren. Zu den wichtigsten Spendern gehörte KPMG, die auf das Projekt in der e-fellows.net community aufmerksam geworden waren, und sich gern für die gute Sache engagieren wollten. Weitere wichtige Geldgeber waren Bertelsmann, McKinsey und GSK Stockmann & Kollegen. MeinVZ unterstützte zudem das Marketing für die Staffel mit eigenen Bannern und Gruppen für die Werbung auf ihrem Portal. Im Gegenzug eignete sich die Staffel hervorragend zum Employer Branding, da sie das soziale Engagement der Sponsoren bei einer vorwiegend engagierten studentischen Zielgruppe demonstrierte.
Jeder Beitrag zählt
Aber auch kleine Spenden konnten helfen. Um möglichst vielen Menschen das Projekt vorzustellen und um weitere Gelder zu werben, präsentierte sich die Charity-Staffel mit einem eigenen Video auf YouTube (siehe oben). Für die Staffel wurde außerdem ein Song (Musik zum Video oben)komponiert, den man auf iTunes kaufen konnte. 90 Prozent der Einnahmen kamen der Aktion zu Gute.
Auf nach Göttingen
Am 20. Mai 2009 war es dann soweit: Die Läufer gingen an den Start - und zwar gleichzeitig in München, Berlin, Kiel, Freiburg, Stuttgart und Aachen. Innerhalb von vier Tagen gelangten sie über verschiedene Streckenarme nach Göttingen. Dort feierten sie zusammen mit dem Orga-Team und einem Vertreter der "Lebenshilfe für Afrika" ihren Erfolg. Wenige Tage später wurde der Spendenerlös bekannt - es waren 10.000 übrig geblieben. Wegen des großen Erfolgs hat der Charity-Staffel e.V. inzwischen beschlossen, in 2011 eine weitere Staffel auf die Beine zu stellen.
Leitung
Nicolas Burkhardt
Er war der Kopf des Orga-Teams. Beim ihm liefen alle Fäden zusammen. Ob es um Fragen zur Strecke, die Website, Kooperationspartner oder die Organisation der Helfer ging - Nico war der Mann für alles. Mitgemacht hat er natürlich auch noch. Der Triathlet ließ es sich nicht nehmen, selbst rekordverdächtige 40 Kilometer zu laufen.
Website
Antje Lock, Nicolas Burkhardt
Eine große Idee braucht ein gutes Sprachrohr. Dieser Aufgabe widmeten sich Antje und Nicolas. Der e-fellows.net Community-Blog wurde regelmäßig mit frischen News gefüttert, und die eigene Website informierte rund um das Projekt. So fanden Interessierte auf www.charity-staffel.de zum Beispiel Infos über das unterstützte Waisendorf, die Sponsoren oder die Hintergründe der Idee. Ein ganz besonderer Clou: Während der Staffel konnte man den Fortschritt auf den einzelnen Streckenarmen live auf einer Karte verfolgen. Auch Fotos von den Etappen sah man schon vor der Ankunft in Göttingen auf der Website.
