Stipendiat des Monats November 2011 - Stephanie
Ein ganz normaler Übermensch
Promotion, selbstständige Rechtsanwältin und zehn Prozent aller Daumen im Oktober: Eigentlich müsste Stephanies Tag doppelt so viele Stunden haben. Oder ist sie doch ein Übermensch? Schließlich hat sie ja sogar noch Zeit, um regelmäßig elf junge Männer beim Ballspielen anzufeuern.
e-fellows.net-Stipendiatin Stephanie hat an der Universität in Düsseldorf Jura studiert. Seit Oktober promoviert sie dort. In ihrer Freizeit sammelt sie in der Community Daumen, tanzt oder geht ins Fußballstadion.
Kaum eine Frage, die e-fellow Stephanie nicht beantworten kann. Und die e-fellows haben sie dafür belohnt – natürlich mit Daumen, sehr vielen Daumen. Genauer gesagt 2.000 in 30 Tagen. Das hat vor ihr noch keiner geschafft. Bei so unglaublich vielen Daumen scheint auch die Frage gar nicht mehr so abwegig, ob Stephanie ein "Übermensch" sei. "Zuerst habe ich den Thread gar nicht gesehen und mir war auch gar nicht bewusst, welchen Platz ich in der Hall of F&Ame hatte. Als ich die Frage dann gesehen habe, musste ich erstmal lachen."
In 30 Minuten an die Spitze der Hall of F&Ame
Für einen Übermenschen hält sich Stephanie nämlich ganz und gar nicht. "Ich verbringe etwa 30 bis 60 Minuten am Tag in der Community – mehr nicht. Während der Arbeit oder in der Uni bleibt das private Internet aus." Was für viele Daumensammler wohl noch schockierender ist: Stephanie legt gar keinen großen Wert auf ihren Platz in der Hall of F&Ame. Stephanies Motivation: "Ich habe einfach Spaß am Diskutieren. Außerdem ist es doch selbstverständlich, dass man hilft, wenn jemand eine Frage hat."
Juristisch? Fließend!
Am liebsten hilft Stephanie den anderen e-fellows bei juristischen Fragen weiter. Dafür ist sie auch genau die Richtige, denn sie spricht fließend "Juristisch". In der Community kann sie das mit vielen Gleichgesinnten auch voll ausleben. "Meine Freunde dagegen sind froh, wenn ich auch mal Deutsch mit ihnen rede." Auch sonst beteiligt sich Stephanie an allen möglichen Diskussion. Aber gibt es auch ein Thema, wo sie vielleicht mal Nachhilfe bräuchte? "Eher wenig Ahnung habe ich, wenn es um Mathematik und Naturwissenschaften geht."
Rechtswissenschaftlerin mit Leib und Seele
Auch im echten Leben bekommt Stephanie nicht genug von den Rechtswissenschaften. Deshalb promoviert sie zurzeit an der Universität Düsseldorf im Arbeitsrecht und arbeitet außerdem als wissenschaftliche Mitarbeiterin in einer Düsseldorfer Kanzlei. Doch damit nicht genug: Seit August ist sie zugelassene Rechtsanwältin und hat ihre eigene Kanzlei. "Ich habe eine klassische Einzelanwaltskanzlei." Dort behandelt sie vor allem Fälle im Arbeits-, Zivil- und Verkehrsrecht. "Wenn zum Beispiel jemand Widerspruch einlegen will, weil er geblitzt wurde, dann verfasse ich die Schreiben und übernehme die Diskussion mit den Behörden." Klingt nach ziemlich viel Arbeit. Hat man da überhaupt auch mal Zeit für sich?
Mit dem Fanschal bewaffnet ins Fußballstadion
"Ja, ich habe auch Freizeit." Die verbringt Stephanie gerne mal auf dem Parkett. "Seit ich 15 bin tanze ich Standard und Latein." Sonst trifft sich die Doktorandin mit Freunden, ist beim Sport oder liest Bücher – gerne auch mal nicht juristische. Eine weitere Leidenschaft: Ins Stadion gehen. Stephanie ist leidenschaftlicher Fußball-Fan. Ihre Lieblingsmannschaften sind Fortuna Düsseldorf und der FC Bayern München. Regelmäßig geht sie mit dem Fanschal bewaffnet ins Stadion und feuert ihre Mannschaft an. "Natürlich gröle ich auch mit. Die Stimmung im Stadion ist einfach ansteckend."
Ägyptische Kultur live erleben
Trotz der vielen Arbeit will sich Stephanie demnächst eine Urlaubsreise gönnen. Schon lange interessiert sie sich für die ägyptische Kultur. "Zuerst hat mich vor allem die griechische und römische Mythologie fasziniert. Aber dann haben mich meine Eltern mit nach Ägypten genommen." Auf den Suqs, so werden die kommerziellen Viertel in arabischen Städten genannt, hat sie Bilder von Bauten und Denkmälern gesehen, seitdem ist sie gefesselt. Anfang nächsten Jahres will sie sich dann mit einer Nilkreuzfahrt einen großen Traum erfüllen und einmal live vor den Pyramiden, den Tempeln und der Sphinx stehen.
e-fellow Stephanie über sich
Ich bin e-fellow, weil ...
... es mir Spaß macht, neue Menschen kennenzulernen, und mich die Angebote für Praktika, Berufseinstieg und Netzwerkveranstaltungen überzeugt haben.
Ich habe Rechtswissenschaften studiert, weil...
... mir logisches Denken Spaß macht, man vielseitige berufliche Möglichkeiten hat und Jura bei weitem nicht so trocken ist, wie immer allgemein behauptet wird.
Experte bin ich …
... in allen fachlichen und organisatorischen Aspekten des Jurastudiums und des Referendariats sowie im Zeitmanagement.
Gar nicht geeignet bin ich für...
... Physik und Handwerken.
Meine Buchempfehlung für die e-fellows...
... "1.000 places to see before you die", "Happy Aua" und "Das Lexikon der kuriosen Rechtsfälle" (der beste Beweis, dass Jura auch sehr lustig sein kann).
Mein größter Traum ist es,...
... im Leben immer einen Traum zu haben.
In zehn Jahren...
... habe ich hoffentlich einen fordernden, thematisch interessanten Job und auch noch genug Zeit für meine Freunde und Freizeitaktivitäten.
Bei e-fellows.net gefällt mir besonders…
... die Community, weil sich immer wieder die Gelegenheit zu interessanten und offenen Diskussionen ergibt. Vor allem aber die City- und die Alumni-Gruppen, weil reale Treffen noch mehr Spaß machen als virtuelle und man bei jedem Treffen interessante Leute kennenlernt.
