STIPENDIAT DES MONATS NOVEMBER 2008: ERIC
Politik in fernen Welten
e-fellow Eric (18) macht gerade ein Freiwilliges Soziales Jahr Politik in Dresden. Er arbeitet mit der Oberbürgermeisterin zusammen an Projekten wie dem Deutschen Historikertag. Auch sonst interessiert sich Eric für Geschichte – und zwar für die der außerirdischen Lebensformen.
Erst 18 und schon im Büro der Oberbürgermeisterin. Zumindest arbeitet Eric dort. Er macht ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) Politik bei der Stadtverwaltung Dresden. "Das kann man sich ungefähr so vorstellen wie einen Zivi in der Kommunalpolitik. Ich finde, das ist eine gute Sache", sagt Eric. Das Freiwillige Soziale Jahr Politik gibt es nur in Sachsen. "Es kommen sogar Leute aus anderen Bundesländern zu uns, um zu sehen, wie sächsische Politik in der Praxis aussieht."
Projekte gegen Rechts
Eric hilft der Oberbürgermeisterin und ihren Referenten bei der Planung und Vorbereitung von Projekten. Besonders am Herzen liegt ihm der Kampf gegen den Rassismus. Er trifft sich häufig mit den Mitgliedern des Bündnisses für Demokratie. Gemeinsam mit ihnen arbeitet er einen Plan mit Maßnahmen aus, mit denen Unternehmen im Landkreis dem Rechtsextremismus den Wind aus den Segeln nehmen können. Auch beim Deutschen Historikertag hat er sich dafür eingesetzt, dass es zu keinen Zwischenfällen mit Neo-Nazis kommt. Er kümmerte sich mit um die Sicherheitsvorkehrungen bei kritischen Vorträgen zum Dritten Reich.
Außerirdische landen in der Bibel
Sonst gilt Erics Interesse aber eher der Geschichte, die schon ein paar Jahre weiter zurückliegt - ungefähr 5.000 nämlich. Zu dieser Zeit sollen bereits Außerirdische die Erde besucht haben. Darauf versuchen Eric und die Wissenschaft der Paläo-SETI aufmerksam zu machen. "Meine Freunde lachen mich schon manchmal aus deswegen", erzählt Eric. "Aber dann erkläre ich ihnen an Beispielen, dass diese Theorie stimmt." Dazu liest Eric den Zweiflern aus der Bibel vor. Im Buch Hesekiel erzählt der Prophet angeblich von einem Feuerball, der auf der Erde landet. Ein Ufo in der Bibel? Wenn man die Stelle nur genau genug liest, könnte man das außerirdische Flugobjekt sogar nachbauen, so gut sei es beschrieben.
Wir schreiben das Jahr 2500 v. Chr.
Auch auf den Pyramiden der Ägypter, Maya und Chinesen findet Eric genug Anhaltspunkte dafür, dass es außerirdisches Leben nicht nur bei Star Trek, Indiana Jones und Co. gibt, sondern auch in unserem Universum. Denn die Schriftzeichen, die die alten Hochkulturen in den Stein geritzt haben, erzählen immer wieder von Göttern, die sie auf der Erde besucht haben. "Das sind bisher nur Indizien, einen Beweis für außerirdisches Leben hat die Wissenschaft noch nicht gefunden", schränkt Eric ein. Aber wenn sich die NASA und führende Wissenschaftler weiter damit beschäftigen, kann das nicht mehr lange dauern. Davon ist er überzeugt.
(Über-)Flieger nach Paris
Auch für sein Studium zieht es Eric in ferne Welten. "Ich würde gerne in Paris studieren", sagt er. Politik und Wirtschaft auf Französisch? Kein leichter Einstieg ins Studium, möchte man meinen. Doch für Eric ist das kein Problem. Mit Leistungskurs Französisch und dem DELF-Zertifikat - einem französischen Sprachtest - ist er bestens gerüstet für seine Pläne. Und auch sonst dürfte dem Überflieger nichts große Probleme bereiten, denn sein Abi hat er mit 1,0 und links in die Tasche gesteckt. "Aber das war eigentlich gar nicht so aufwändig", gibt er sich bescheiden. "Mathe muss man nur verstehen und Französisch nur sprechen können. Da braucht man nicht so viel büffeln."
Angebote von RTL
Eric ist eben ein Naturtalent - und das nicht nur in der Schule. Auch im Fernsehen hat er sich einen Namen gemacht. "Ich moderiere bei unserem lokalen Fernsehprogramm "RegionalTV" einmal in der Woche ein Magazin", erzählt er. Er präsentiert dort die Nachrichten und Neuigkeiten aus dem Landkreis und ist dabei schon ganz Profi: "Die Aufzeichnung klappt meistens gleich auf das erste Mal. Ich mache das ja schon, seit ich 16 bin." Er hat auch schon ein Angebot von RTL auf den Tisch bekommen. Der Sender hat einige seiner Moderationen im Internet gefunden und wollte ihn für ihre neue Sendung "Clipfish TV" unter Vertrag nehmen. Doch leider hat es das Format dann doch nicht auf die Bildschirme geschafft. Aber vielleicht sehen wir Eric ja nach seinem Studium als Nachfolger von Maybritt Illner beim Polit-Talk, wenn er es sich doch noch einmal anders überlegt mit seiner "seriösen" Karriere im Auswärtigen Amt.
Eric über sich
Ich bin e-fellow, weil...
... ich zur Abiturentlassungsfeier die Unterlagen mit dem e-fellows.net-Stipendium bekommen habe. Bis dahin hatte ich schon "Startschuss Abi" von e-fellows.net gelesen. Ich fand es sehr angenehm, nur noch den Lebenslauf ausfüllen und mein Abi-Zeugnis schicken zu müssen. Zeitungsabos, ein Zuschuss zur Telefonrechnung und andere Vorteile nehme ich natürlich gerne an. Doch mit der Zeit zeigt sich auch, dass die Community ebenso, wenn nicht gar noch wertvoller ist.
Experte bin ich in...
... Sportwetten, Paläo-SETI und darin, andere Leute zu verstehen – schließlich kann ich neben Deutsch auch Französisch, Englisch, Latein, Italienisch und Russisch.
Gar nicht geeignet bin ich für...
... sämtliches Turnen am Boden und Geräten. Meine Stärken liegen dort, wo Bälle im Spiel sind und gezielt werden muss.
Wenn ich nicht arbeite, dann...
... bessere ich mein dürftiges FSJ-Gehalt mit Übersetzungsarbeiten auf. Dabei lasse ich mir aber noch genug Zeit, mein Snookerspiel zu perfektionieren und Tennis zu spielen. Dann trade ich noch gerne (virtuell) an der Börse, erkunde die faszinierende wahre Geschichte der Menschheit und lerne an der Volkshochschule Italienisch. Freunde treffen kommt dabei auch nicht zu kurz.
Wenn ich etwas Grundlegendes ändern könnte in Deutschland, dann...
... würde ich ein Wirtschaftssystem ohne Zinsen mit umlaufgesicherter Währung umsetzen, weil das die einzig humane Wirtschaft ist. Damit könnten wir über viele heutige Probleme lachen.
Mein größter Traum ist es,...
... dass zu meinen Lebzeiten diese Veränderung realisiert wird. Außerdem hoffe ich, dass wir andere Lebensformen im Weltraum finden und mit ihnen in Kontakt treten, was für uns Menschen ungeahnten Fortschritt bringen kann. Dazu möchte ich meinen Beitrag leisten.
In zehn Jahren...
... hat Bayern München mindestens zum fünften Mal die Champions League gewonnen, und an allen Tankstellen gibt es Wasserstoff für bezahlbare Autos mit Brennstoffzellen zu tanken. Ich bin dann übrigens Doktor.
Auf der e-fellows.net-Website und in der Community gefallen mir besonders...
... die angeregten Diskussionen und Nachfragemöglichkeiten bei den kompetenten e-fellows. Genauso überzeugt die umfangreiche Ressource an Informationen über Karrierechancen.
