Initiative JSEN

Schüler packen soziale Probleme unternehmerisch an

Philipp (oben) und Julian (unten), die Initiatoren von JSEN (Quelle: e-fellows.net)

Die Autoren: e-fellow Philipp (24) ist Doktorand an der Universität Koblenz-Landau und war zuletzt Junior Fellow bei McKinsey. Er ist zusammen mit Prof. Dr. Harald von Kortzfleisch von der Universität Koblenz-Landau Initiator des Jugend Social Entrepreneurship Netzwerks (JSEN). Dem Gründerteam gehören außerdem e-fellow Julian (24) und Eden Tesfazion (23) an. Julian studiert Jura an der Universität Bonn, Eden Informationsmanagement an der Universität Koblenz-Landau.

Das Ziel: JSEN hilft Schülern, soziale Probleme in ihrem Umfeld zu erkennen und zu lösen, indem sie selbst unternehmerische Verantwortung übernehmen.

Gründungsjahr: Oktober 2009

Social Entrepreneurship ist die Lösung sozialer Probleme durch unternehmerisches Handeln. Dabei entstehen Social Businesses, die kostendeckend wirtschaften und unabhängig sind von Sponsoren und Spenden. Das unterscheidet sie von Nonprofit-Initiativen. Durch ihre Unabhängigkeit lösen sie soziale Probleme nachhaltig. Social Entrepreneurship und Social Business rückten in letzter Zeit in den Blick von (Neu-)Gründern, großen Unternehmen und der internationalen Öffentlichkeit.

JSEN fördert Social Entrepreneurship an Schulen

Die wachsende Aufmerksamkeit für Social Entrepreneurship greift JSEN auf. Die Initiative unterstützt Schüler dabei, auf soziale Probleme aufmerksam zu werden und sie anzupacken, indem sie selbst unternehmerische Verantwortung übernehmen. Dazu gehen wir von JSEN aktiv auf die Schüler zu, bieten theoretische Coachings und praktische Übungen an und begleiten sie bei Gründung und Umsetzung eigener (Mini-) Social Businesses.

JSEN beim Vision Summit Congress 2009 in Berlin

Ausgehend von dem Wettbewerb "Vision Concrete 2009" des GENISIS Institute for Social Business and Impact Strategies entwickelten wir im Herbst 2009 das Konzept für JSEN und hielten unsere eigene Idee in einem Business Plan fest. Zum ersten Mal präsentierten wir unsere Initiative auf der "Vision Fair 2009", einer Messe für Social Businesses und Unternehmen. Bei vielen Besuchern aus dem In- und Ausland riefen wir mit JSEN große Begeisterung hervor.

Erstes JSEN-Pilotprojekt in Sinzig

Um möglichst schnell Erfahrungen zu sammeln, haben wir uns für einen Pilotstart entschieden. Am Rhein-Gymnasium in Sinzig gründen wir zurzeit mit über 20 Schülern verschiedene Social Businesses. Eine Schülergruppe organisiert zum Beispiel Spiel-, Sport- und Kochnachmittage, um Computersucht bei Jugendlichen entgegenzuwirken. Die Schüler lernen dabei, wirtschaftlich zu denken und zu handeln, besser zu präsentieren und moderieren, und sie unterstützen mit ihren Projekten ihre Mitmenschen.

Zukünftige Herausforderungen meistern

Dank unseres Pilotprojekts am Rhein-Gymnasium und die Präsentation auf der "Vision Fair 2009" kletterte die Nachfrage nach JSEN-Projekten rasant. Leider können wir erst später mit weiteren intressierten Schulen kooperieren, weil wir im Moment nicht genug Mitglieder haben. Deswegen ist die größte Herausforderung, ein engagiertes Team aufzubauen und eine Anschubfinanzierung sicherzustellen.

Social Entrepreneurs wanted!

Damit wir an allen interessierten Schulen Projekte starten können, sucht das JSEN-Team motivierte Mitarbeiter. Mit ihnen zusammen wollen wir die Initiative ausbauen und dadurch Schülern die Möglichkeit geben, Social Entrepreneurship zu erleben und zu gestalten. Wir freuen uns auf deine Bewerbung!

Kontakt:
JSEN GbR
Lindenstraße 11
56659 Burgbrohl

Telefon: 0178-895 61 13
E-Mail: kontakt(at)jsen.de