Mentor-Mentee-Tandem bei der Detecon
Insider-Wissen zum Karrierestart
Im Studium weißt du, wie der Hase läuft: Du kennst gute Lerntechniken, die Lieblingsthemen deiner Profs und wissenschaftlich arbeitest du fast schon automatisch. Doch wie kommst du am besten in der Berufswelt klar? e-fellow Andreas profitiert vom "Holservice" seines Mentors Dennis Eggert - und bekommt schon vor dem Jobeinstieg Insider-Tipps über die Tele- kommunikationsbranche in der Ukraine.
Mentor Dennis Eggert (27) arbeitet seit 2008 beim Beratungsunternehmen Detecon als Business Analyst in der Abteilung TelCo Strategy. Davor machte er eine Lehre bei der Deutschen Bank und studierte im Anschluss Volkswirtschaftslehre in Bonn. Er war selbst Mentee und betreut jetzt als Mentor drei e-fellows.
In drei Stichworten: Was gefällt Ihnen daran, Mentor für e-fellows.net-Stipendiaten zu sein?
- Ich lerne interessante und gleichzeitig interessierte Menschen kennen.
- Ich kann meine eigenen, äußerst positiven Erfahrungen weitergeben, die ich als e-fellows Mentee gemacht habe.
- Ich kann Tipps geben zum Berufseinstieg und über Karrieremöglichkeiten bei der Detecon informieren.
Viele e-fellows fragen sich, wie eine Mentor-Mentee-Beziehung überhaupt aussieht. Wie oft und wo treffen Sie sich? Über welche Themen sprechen Sie?
Momenten verbringe ich viel Zeit im Ausland, deshalb kann ich meine Mentees leider nicht privat treffen. Wir haben aber vereinbart, einmal am Monatsanfang zu telefonieren. Die Mentees teilen mir vorher mit, was sie beschäftigt und was sie besprechen möchten. Themen waren beispielsweise die Vor- und Nachteile einer Promotion, die Management-Weiterbildung neben einer naturwissenschaftlichen Ausbildung oder der Berufseinstieg als Berater.
Ansonsten sehe ich Mentoring als eine Art "Hol-Service": Ich stehe jederzeit für spontane Fragen bereit. Diese Vorgehensweise habe ich als Mentee selber er- und gelebt und halte es mit meinem Detecon-internen Mentor genauso.
Welche Ihrer Erfahrungen sind für Ihre Mentees besonders hilfreich?
Am hilfreichsten bei meinem Berufseinstieg fand ich die Gespräche mit Personen, die diesen Schritt gerade erst hinter sich hatten. Sie konnten sich gut in meine Situation hineinversetzen. Ich will meinen Mentees auch Tipps geben, die sie direkt für ihren eigenen Karrierestart umsetzen können. So finden sie bei unseren Diskussionen zum Beispiel heraus, dass ihre Vorstellung vom Beraterberuf nicht immer der Realität entspricht. In meinem ersten Arbeitsjahr verbrachte ich außerdem viel Zeit in der Ukraine und Pakistan. Deshalb kann ich meinen Mentees auch berichten, welche Rolle ein Berufseinsteiger in internationalen Strategieprojekten übernimmt.
Haben Sie von Ihren Mentees auch etwas gelernt?
Die Stipendiaten von e-fellows.net sind interessante Menschen, jedes Gespräch mit ihnen bereichert mich. Jeder geht Dinge anders an, stellt andere Fragen, geht einen anderen Weg. Das ist einfach spannend.
Mentee Andreas Peter (27) hat einen Magister in Politikwissenschaft, Geschichte und Wirtschaftspolitik. Parallel studierte er VWL. Seit 2008 arbeitet Andreas an seiner Promotion in Politik- und Sozial-
wissenschaften. Seine Freizeit verbringt der e-fellows.net-Stipendiat mit Karate, Lyrik und Rettungsschwimmen.
In drei Stichworten: Was hast du davon, e-fellows.net-Mentee von Dennis Eggert zu sein?
- Ich bekomme Einblicke in die ungeschriebenen Spielregeln der Unternehmensberatung.
- Ein Sparringspartner steht mir zur Seite, um meine Karrierepläne auszutüfteln.
- Mein Mentor steuert neue Ideen für meine Karriereplanung bei und zeigt mir durch seine Perspektive mögliche Vor- und Nachteile.
Was hast du beruflich, aber auch privat von deinem Mentor gelernt?
Ich habe zwar schon erste Berufserfahrungen gemacht, aber als Doktorand ist meine Perspektive auf die Arbeitswelt manchmal noch sehr geprägt von der Logik des akademischen Umfelds. Es bringt mir viel, mit Dennis Eggert einen Mentor zu haben, der aus seiner firmeninternen Position heraus meine beruflichen Pläne immer wieder auf den Prüfstand stellt. So hilft er mir, meine eigenen Überlegungen zu vertiefen. Gleichzeitig steuert er neue Ideen bei, wie ich meine Ziele besser verwirklichen kann und lässt mich dabei von seinen eigenen Erfahrungen profitieren. Kurzum: Ich lerne von meinem Mentor, meine beruflichen Ziele noch klarer herauszuarbeiten. Dazu gehört auch die Erkenntnis, welche Wege und "Schleichwege" dorthin führen.
Inwiefern konnte dir dein Mentor konkret bei einem Praktikum oder gar beim Berufseinstieg weiterhelfen?
Mein Mentor hat mich dazu angeregt, über die "großen" Fragen der Karriereplanug nachzudenken. Also zum Beispiel: Wo will ich beruflich in fünf Jahren stehen, und wie komme ich da hin? Daneben waren es die vielen Tipps, die mir weitergeholfen haben bei der Wahl des Praktikums oder bei Bewerbungsgeprächen. Zuletzt hat mir mein Mentor geraten, XING beizutreten, um eine soziale Web-Plattform für meine Geschäftskontakte zu haben.
Welcher Ratschlag deines Mentors hat dir am meisten geholfen?
Bei den Diskussionen mit meinem Mentor sind für mich weniger die große Lebensweisheiten ausschlaggebend. Ich schätze vielmehr die ständige Aufforderungen, scheinbar banale Aspekte aus einer anderen Perspektive zu sehen. Das macht oft den Unterschied in meiner Herangehensweise aus und bringt mich auf neue Ideen.
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