Mentor-Mentee-Tandem bei der Allianz
"Tausche Job gegen frische Gedanken"
Mentee Daniel Saga (30) arbeitet seit 2006 bei der Allianz Gruppe im Sektor Finazdienstleistung. Seinen Job verdankt er seinem Mentor Ralph Hammer. Mit dessen Hilfe konnte er sich direkt beim Vorstand bewerben. Nun orientiert er sich an dem Ratschlag seines Mentors: "Lerne das System kennen und nutze es."
Mentor Ralph Hammer arbeitet seit 2002 bei der Allianz und ist seit 2009 Managing Director Operations in der Allianz Real Estate. Zuvor studierte er Volkswirtschaftslehre an der LMU München, absolvierte ein MBA-Programm an der ESMT in Berlin und war Vertriebsstratege bei Merrill Lynch in New York. Seine Freizeit verbringt er mit Familie und Freunden oder mit sportlichen Aktivitäten wie Surfen, Skifahren und Inlineskaten. Außerdem engagiert er sich in einer Städtepartnerschaft zwischen Deutschland und den USA.
In drei Stichworten: Was gefällt Ihnen daran, Mentor für e-fellows.net-Stipendiaten zu sein?
- Absolventen zu unterstützen
- neue Denkansätze zu bekommen
- Potentielle Kandidaten außerhalb der typischen Bewerbergespräche kennenzulernen
Sie haben sicher jede Menge Arbeit. Wieso wollten Sie trotzdem Mentor werden?
Weil es mir sinnvoll erscheint und Freude macht, junge und talentierte Absolventen/innen beim Start ins Berufsleben zu unterstützen.
Viele e-fellows fragen sich, wie eine Mentor-Mentee-Beziehung überhaupt aussieht. Wie oft und wo treffen Sie sich?
Die Häufigkeit der Gespräche ist abhängig von der Erwartungshaltung meiner Mentees und daher sehr unterschiedlich. In manchen Fällen sprechen wir wöchentlich miteinander, in anderen liegen die Kontakte Monate oder auch länger auseinander.
Grundsätzlich treffe ich mich unabhängig von der geografischen Distanz mindestens einmal persönlich mit meinen Mentees, meist beim ersten Gespräch. Denn ich finde es wichtig, dass man sich zumindest einmal "in die Augen gesehen hat". Dieses Treffen findet dann in der Regel bei mir im Büro statt. Ansonsten stehen wir meist via Mail oder telefonisch in Kontakt. Mit Mentees, die vor Ort leben, treffe ich mich durchaus auch öfter persönlich, entweder im Büro oder auch mal etwas zwangloser zum Lunch.
Über welche Themen sprechen Sie? Und gibt es einen "Mentoring-Knigge"?
Das ist ebenfalls an die Erwartungshaltung der Mentees geknüpft und natürlich auch abhängig davon, in welchem Studienabschnitt sich die Mentees befinden. Einige Beispiele für Themen sind:
- Wie bewerbe ich mich richtig?
- Unterstützung bei der Suche nach Praktikumsplätzen
- Coaching für Bewerbungsgespräche
- Unterstützung bei der Karriereplanung
Aus meiner Sicht sind auch bei der Mentoring-Beziehung typische Skills unumgänglich, so zum Beispiel offener und ehrlicher Umgang, Teamfähigkeit, gegenseitige Wertschätzung, Toleranz und Respekt, um nur einige zu nennen.
Welche Ihrer Erfahrungen können für Ihre Mentees besonders hilfreich sein?
Aus meiner Berufserfahrung heraus kann ich Mentees besonders Tipps hinsichtlich eines Direkteinstiegs für Absolventen geben und sie beim Bewerbungsprozess sowie Aufbaustudiengängen (beispielsweise MBA) beraten und unterstützen.
Haben Sie von Ihren Mentees auch etwas lernen können?
Selbstverständlich. Ich bin überzeugt davon, dass man – wie bei jeder anderen Partnerschaft auch – bei der Mentor-Mentee-Beziehung Lerneffekte auf beiden Seiten hat und beide die sich daraus ergebenden positiven Aspekte mitnehmen können.
Mentee Daniel Saga (30) arbeitet seit 2006 bei der Allianz Gruppe. Zuvor hat er an der Universität in Wien in BWL über Human Resource Management promoviert und war bei der Boston Consulting Group und bei PricewaterhouseCoopers tätig.
In drei Stichworten: Was hatten Sie davon, e-fellows.net-Mentee von Ralph Hammer zu sein?
- meinen aktuellen Job
- Einblicke in den Konzern
- Karrieretipps
Was haben Sie beruflich, aber auch privat von Ihrem Mentor gelernt?
Herr Hammer hat mir gezeigt, wie die internen Prozesse, wie Karriereentwicklung, Netzwerkbildung oder Entscheidungsprozesse im Konzern Allianz ablaufen und wie man diese für sich nutzen kann
Was war für Sie am Mentoring bei e-fellows besonders?
Durch die Auswahl an Mentoren konnte ich mir einen Mentor aussuchen, der mir für meine weitere Laufbahn helfen kann. Die große Stärke des e-fellows.net-Mentorenprogramms ist eindeutig die Unabhängigkeit gegenüber firmeninternen Programmen. Meine Karriereplanung sollte nicht auf die Firma des Mentors begrenzt sein. Herr Hammer konnte mir hier auch viele Einblicke in seinen Erfahrungsschatz gewähren, wie z.B. seine Erfahrungen von vorherigen Arbeitgebern.
Inwiefern konnte Ihnen Ihr Mentor konkret beim Berufseinstieg weiterhelfen?
Er war direkt bei meinem Berufseinstieg beteiligt. Dank ihm konnte ich mich direkt beim Vorstand bewerben.
Welcher Ratschlag Ihres Mentors hat Ihnen am meisten geholfen?
Lerne das System kennen und nutze es.
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