Deutsche Telekom: Praktikums-Tagebuch USA

Lob von der Chefin

Teil 3: Hannes' letzte Tagebuch-Woche startet mit einer Fahrt zum Flughafen. Eine Hawaii-Reise steht an. Leider nicht für ihn, sondern nur für die Kollegen. Dafür stellt er sein Projekt fertig und bekommt Lob von seiner Chefin - und er lernt, wie Mobilfunknetze in Entwick- lungsländern ausgebaut werden.

Telekom, Praktikum, USA

Hannes (26) macht zurzeit ein Praktikum bei T-Mobile in den USA. Dort unterstützt er das Roaming-Team in der Abteilung Corporate Development & Wholesale (Unternehmensentwicklung und Großhandel). Gleichzeitig schreibt er an seiner Abschlussarbeit für die Politécnica in Madrid.


Montag, 21. September
Ich starte meine Arbeitswoche mit einer Fahrt zum Flughafen. Mit dabei sind Dimitar, dessen Frau Elena und Felix, ein Kollege von T-Mobile Deutschland, der gerade im Rahmen seiner "job rotation" unsere Abteilung unterstützt. Die Reise geht nach Hawaii. Alle sind in Urlaubsstimmung. Außer mir. Denn ich bin leider nur der Fahrer. Zurück im Büro arbeite ich weiter an der Benutzeroberfläche. Es ist ein ruhiger Montag.

Seit dem Ende der Sommerpraktika der MBA-Studenten vor zwei Wochen sieht mein Kalender überschaubarer aus. Zuvor nutzte ich regelmäßig die spannenden Angebote des MBA-Praktikanten-Programms: zum Beispiel ein Nachmittag im innovativen Creation Center oder die Speed-Interviews mit Abteilungsleitern. Ich konnte an Gesprächsrunden mit Vice Presidents und an Treffen mit dem CFO und CEO teilnehmen. Auch eine Führung durch ein T-Mobile-Call-Center sowie die Besichtigung der neuen Playground-Stores standen auf dem Programm - besser und schneller hätte ich T-Mobile USA nicht kennenlernen können.

Dienstag, 22. September
Mein Kollege Nathan tritt morgen seinen Urlaub an. Er ist im Partner-Relations-Management-Team zuständig für die regelmäßige Berichterstattung zur operativen Lage und Spezialist in Datenbankabfragen. Im Laufe meines Projekts habe ich seine Tipps schon oft in Anspruch genommen. Nun soll ich ihn während seiner Abwesenheit vertreten. Daher weist er mich in einen Bericht ein, den er halbwöchentlich zur operativen Lage erstellt. Ich bekomme einen Online-Zugang zu den Informationen aus dem externen Daten-Clearinghaus von T-Mobile USA und mache mich mit den Tabellen und Abfragen vertraut. Den Rest des Tages teste ich die Benutzeroberfläche und verbessere Schwachstellen.

Mittwoch, 23. September
Am Morgen erledige ich die Aufgabe, die mir Nathan übertragen hat und sende die fertigen Berichte an den Senior Manager des International-Roaming-Teams und an eine Projektmanagerin aus unserer Abteilung. Beide sind zufrieden und bitten mich, Ihnen den Bericht in Zukunft täglich zu senden. Ihr Informationsbedürfnis ist deshalb so hoch, weil sich der Bericht auf ein Projekt bezieht, dessen Einfluss auf die Strategie in den Partnerbeziehungen sehr groß ist. Das geplante Ende wurde jedoch schon mehrmals verschoben.

Anschließend teste ich nochmals die Benutzerschnittstelle, bevor ich für morgen ein Meeting mit Heather aufsetze, der Senior Managerin des Domestic-Roaming-Teams. Ich möchte ihr die Benutzerschnittstelle präsentieren und ihr Feedback dazu erhalten.

Donnerstag, 24. September
Der Tag ist geprägt von Meetings. Zunächst erkläre ich Heather den Aufbau der Datenbank und zeige ihr, wie ich die Anforderungen ihres Teams an die Benutzeroberfläche implementiert habe. Heather gefällt meine Arbeit und gibt mir positives Feedback, so dass ich keine weiteren Änderungen vornehmen muss.

Eine halbe Stunde später sitze ich wieder mit ihr in einem Meeting: Peter, der Leiter des PRM-Teams, hat zur Sitzung eingeladen. Zu Beginn gibt Peter mit noch inoffiziellen Zahlen einen Vorgeschmack auf den anstehenden Quartalsbericht. Dann berichten wir nacheinander über den jeweiligen Stand der eigenen Projekte. Neben dem reinen Informationsaustausch dient dieses monatliche Treffen dazu, sich gegenseitig Ratschläge zu geben und einzelne Projekte aufeinander abzustimmen.

Am Nachmittag steht eine Schulung auf dem Programm. Es ist die elfte und letzte Präsentation aus der Serie "Wholesale Onboarding Class". Jedes Meeting wird von einem anderen Kollegen organisiert und moderiert. Der Moderator bereitet zu einem arbeitsverwandten Thema Unterrichtsmaterial vor. Meist sind dies Themen aus dem entsprechenden Spezialgebiet des Mitarbeiters. Das Ziel der Schulung ist, innerhalb der Abteilung das Verständnis für andere Arbeitsbereiche zu fördern und Fragen zu klären.

In der heutigen Schulung präsentiert Kim, Managerin aus der Wholesale-Produktentwicklung, die Organisation und Rolle der GSM Association. Das ist die Industrievereinigung der Mobilfunkanbieter, die nach dem GSM-Übertragungsstandard arbeiten. Sie berichtet aus eigener Erfahrung von den zweimal im Jahr stattfindenden Treffen und gibt uns Einblick in die strategischen Fragen, die dort in diesem Jahr diskutiert wurden. Die Ansätze zu umweltfreundlicher Mobilfunkkommunikation und zur stärkeren Anbindung von Entwicklungsländern finde ich besonders spannend.

Freitag, 25. September
An meinem letzten Tag des Tagebuchs endet auch die erste Phase meines Projekts: Die Datenbank und die Benutzeroberfläche sind fertig. Weitere kleine Verbesserungen werde ich weiterhin nebenher vornehmen müssen. Ab nächster Woche jedoch werde ich mit der Konzeption des Analysetools, dem Partner Management Calender, beginnen. Vor mir liegen noch drei Monate Praktikum. Kein Zweifel, sie werden genauso lehrreich und herausfordernd sein wie die vergangenen. Gerade deswegen freue ich mich darauf.

 

 

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