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Erfahrungsbericht (Harvard WorldMUN 2014)

Wie überzeugt man andere von einem Plan? Wie diskutiert und debattiert man richtig? Und welche Strategien gibt es, um in Verhandlungen gute Ergebnisse zu erzielen? Das alles lernt man als Teil der Delegation für die Harvard WorldMUN, eine der größten UN-Simulationen. e-fellows-Stipendiatin Katrin war bei der letzten Harvard WorldMUN in Brüssel mit dabei und berichtet, wie sie die neuen Fähigkeiten aus den Trainings auch gleich während ihres Praktikums nutzen konnte.

Titel und Thema der Veranstaltung

Harvard WorldMUN 2014

Zeit und Ort

17.- 21. März, Brüssel, Belgien

Teilnehmerzahl

Über 2.000 Studenten aus aller Welt - und eine Delegation aus e-fellows

e-fellows.net-Stipendiatin Katrin (21) studiert Betriebswirtschaftslehre in Münster und nahm im März 2014 zum ersten Mal an der Harvard WorldMUN teil. Sie unterstützt e-fellows.net-Alumnus Tobias Henz und Stipendiatin Rima-Maria Rahal im Marketing und bei der Suche nach der be.boosted-Delegation für die Harvard WorldMUN 2015 in Seoul.

Vor ziemlich genau einem Jahr bekam ich den Newsletter von e-fellows.net und mir fiel ein Beitrag zur Harvard WorldMUN ins Auge. Das ist eine der größten und renommiertesten Model-United-Nations-Konferenzen mit über 2000 Studierenden aus aller Welt, inklusive intensiver Vorbereitung. Ich beschloss spontan, mich zu bewerben und hatte keine Ahnung, dass damit eine der bereicherndsten Erfahrungen meines Lebens beginnen sollte.

Vorbereitung On- und Offline mit Studenten aus ganz Deutschland

Die Freude, das kompetitive Auswahlverfahren bestanden zu haben und ein Teil der Delegation zu sein, war allen Delegierten in der ersten Online-Telefonkonferenz zwei Tage später deutlich anzumerken. Es ging auch direkt los: Nach der Vorstellungsrunde stiegen wir sofort in Rhetorik-Techniken und das Thema "(spontane) Reden halten" ein. Wie drücke ich mich präzise aus? Welche rhetorischen Mittel sind einfach zu nutzen und haben eine große Wirkung? Wie stelle ich sicher, dass meine Zuhörer aufmerksam bleiben?

Mit viel Input und Spaß bestritten wir gemeinsam die Online-Meetings bis zum ersten persönlichen Kennenlernen. Ich wusste schon viel über die Fähigkeiten, Stärken und Schwächen von allen, war aber doch überrascht, wie groß oder klein manche der zuvor nur im Videokonferenz-Fenster gesehenen Delegierten in natura waren, wie sehr die Online-Meetings vorher uns bereits zusammengeschweißt hatten und wie gut wir uns schon zu kennen schienen.

Erlerntes auch gleich praktisch nutzen

Nach meiner Rückkehr ging es in die heiße Phase eines Projektes in meinem Praktikum bei der Deutschen Telekom, das ich zu der Zeit gerade absolvierte, und ich habe dabei gemerkt, dass das Training mit der Delegation für diese Zeit dort auch sehr nützlich war. Mir fiel es nicht nur leichter, mit Kollegen und Dienstleistern präziser und effizienter zu kommunizieren, auch die Struktur meiner Anweisungen z. B. an Hostessen (die ich schon bald komplett eigenständig einweisen durfte) verbesserte sich - vor allem auch dadurch, dass wir während des gesamten Trainings immer wieder an unseren Führungskompetenzen arbeiteten.

Hierbei half mir vor allem auch das Verhandlungstraining, das einen wichtigen Teil der Vorbereitung darstellte. Begleitet von Experten stürzten wir uns in "Harvard-style Negotiating". Dabei lernte ich, wie auch die einfachsten Techniken (z. B. nur das kleine Wort "aber" durch ein "und" zu ersetzen) großen Anteil an einer besseren Kommunikation und somit auch an einem für alle Parteien positiven Verhandlungsergebnis haben kann. Dies sollte mir bei WorldMUN noch ganz besonders helfen.

Bei der Harvard WorldMUN 2015 dabei sein

Wer eine WorldMUN selbst miterleben will, kann bei der Harvard WorldMUN 2015 in Seoul dabei sein - als Teil der be.boosted delegation. Als Delegationsmitglied gibt es ein Stipendium für Reise, Unterbringung und Vorbereitung. Bewerbungen sind noch bis 16.10. unter www.be-boosted.org möglich.

Als e-fellow bekommst du zudem die Möglichkeit, exklusiv von den Teammitgliedern auf die finale Auswahl vorbereitet zu werden - gib einfach bei der Bewerbung an, dass du e-fellow bist.

Nähere Informationen gibt es unter http://www.be-boosted.org/delegate-recruiting.html.

Mit 400 Studenten aus aller Welt verhandeln

In Brüssel saß ich zusammen mit meiner Partnerin Daniela im größten Komitee der Konferenz, dem DISEC (Disarmament and International Security Committee). 400 Delegierte aus aller Welt sollten das Problem des Einsatzes unbemannter Drohnen außerhalb von Kriegsgebieten lösen. Von Anfang an konnten wir uns Dank inhaltlich und rhetorisch bestens vorgetragender Reden Aufmerksamkeit verschaffen, sodass es leicht fiel, außerhalb des Komitee-Raumes alle Raffinessen des Verhandelns anzuwenden, um uns in eine Führungsposition der Gruppe zu bringen. Gemeinsam schafften wir es, uns mit einer der stärksten Gruppen des Komitees zusammenzuschließen und unsere Resolution zur Abstimmung zu bringen. Dabei arbeiteten wir nicht nur Hand in Hand mit Studierenden aus aller Welt und verschiedenster Kulturen sondern konnten auch auf Augenhöhe mit "Konkurrenten" von Harvard, Oxford und anderen Elite-Universitäten verhandeln. Eine wirklich besondere Erfahrung!

Und wenn es mal zu stressig wurde, halfen unsere Delegations-Coaches während den Komitee-Sitzungen, unsere Kräfte richtig einzusetzen und erinnerten uns an die Inhalte des Trainings mit allen Kniffen und Tricks. Abends konnten wir mit den anderen Delegationsmitgliedern neue Energie tanken.

Alumni-Porträt Stephanie Haarmann von Bosch, Bildquelle: sxc.hu, User: clix

Mehr Erfahrungsberichte?

Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte". 

Am letzten Tag scheiterte jedoch unsere Resolution - aber nur ganz knapp an nur einer Hand voll Stimmen. Nichtsdestotrotz: Während der Closing Ceremony bekam unsere Gruppe vier der sieben zu vergebenen Diplomacy Awards. Einen besseren Beweis unserer guten Leistung gibt es wohl kaum. Wir waren stolz, die Inhalte unseres Training umgesetzt, eine Führungsposition im Komitee eingenommen und einen bleibenden Eindruck bei unserem Chair hinterlassen zu haben. Es ist nicht leicht, sich die Namen aller 400 Delegierten zu merken, aber unsere kannte er ganz genau.

Teil der Delegation zu sein war definitiv eines der intensivsten Erlebnisse meines bisherigen Lebens und ich freue mich, als Teil des Marketing-Teams auch weiter dabei zu sein und alle neuen Bewerber und zukünftige Delegierte für 2015 kennenzulernen.


Fachwissen beweisen, 30-Euro-Gutschein gewinnen

Ob du Tipps zur Studienwahl benötigst oder dich auf ein Auswahlgespräch vorbereitest: Auf fast alle Fragen haben die e-fellows in der Community tolle Antworten parat. Besonders ausführliche oder auch witzige Beiträge können mit Daumen belohnt werden. Diese Auszeichung wird ab sofort durch eine "Spezialanfertigung" für besonders hilfreiche Postings ergänzt. Jetzt könnt ihr besondere Abzeichen für euer Fachwissen erhalten und bis zum 24. Oktober einen von drei 30-Euro-Gutscheinen gewinnen.

Wertvolle Tipps findet man in der Community zuhauf. Vielleicht hat die sachkundige Antwort eines Jura-fellows dich schon einmal vor einer Abmahnfalle bewahrt? Hat ein ITler dir verraten, wie du deinen Laptop nach dem großen Crash wiederbelebst? Oder hast du mit den Verhandlungstipps der e-fellows eine Gehaltserhöhung herausgeschlagen? Bei mehr als 40 Fragen am Tag war sicher auch schon mal die eine oder andere nützliche Antwort für dich dabei.

Das große Daumenkino bekommt Zuwachs

Für ausführliche und hilfreiche Antworten gibt es Daumen - wie auch für witzige Einzeiler, Ordnungsrufe und süße Katzenfotos. Dadurch bleibt manchmal auf der Strecke, dass gerade die besonders fach- und sachkundigen Antworten in der Community eine besondere Anerkennung erhalten. Mit dem neuen Spezialistensystem ist das möglich.

So kannst du Antworten behilfreichen

Wenn du der Meinung bist, eine Antwort oder ein Kommentar in den Fragen & Antworten hat besonderes Lob verdient, kannst du den Beitrag ab sofort als "hilfreich" kennzeichnen. Tun das außer dir noch sechs weitere e-fellows, geht dem Beitrag buchstäblich ein Licht auf, und er wird als besonders wertvoll hervorgehoben.

Ein Beitrag wird hervorgehoben

In der Fragenübersicht kannst du an dem neuen Glühbirnen-Icon sehen, zu welchen Fragen es bereits besonders hilfreiche Beiträge gibt.

Screenshot Fragen & Antworten

Wer hilfreiche Postings schreibt, bekommt ein Abzeichen

Aber nicht nur deine Antwort rückt ins Rampenlicht, wenn viele e-fellows sie auszeichen. Auch du selbst bekommt einen (unsichtbaren) Spezialistenpunkt gutgeschrieben, wenn einer deiner Beiträge als hilfreich gekennzeichnet wird. Sobald du zehn Punkte gesammelt hast, wirst du zum Spezialisten für das jeweilige Thema. Hast du zum Beispiel zehn Punkte mit deinen Antworten oder Kommentaren zu Jura-Fragen gesammelt, steigst du zum Spezialisten für Jura auf.

Wer bekommt mit, dass du Spezialist bist?

Wenn du den Spezialistenstatus in einem bestimmten Bereich erreicht hast, erfährst du es unter "Neues für dich persönlich" auf deiner Startseite und auch per E-Mail (sofern du E-Mail-Benachrichtigungen abonniert hast). Auch deine Kontakte bekommen unter "Neues von deinen Kontakten" auf ihren Startseiten angezeigt, dass du zum Spezialisten aufgestiegen bist. Diese Meldung kannst du in deinen Startseiten-Einstellungen abstellen (wie auch die Anzeige des Spezialistenstatus insgesamt - dazu weiter unten). 

Deine Spezialistenauszeichnung ist auch auf deinem Profil sichtbar: Das Abzeichen für das entsprechende Thema erscheint unter deinem Daumenrang. Wenn du in Zukunft unter deinem Klarnamen in Fragen & Antworten postest, steht außerdem unter deinem Namen nun "Stipendiat/Alumnus | Spezialist für …". So können andere e-fellows sehen, dass du dich mit (d)einem Thema auskennst, und deine Beiträge bekommen mehr Gewicht. 

Spezialistenstatus im Klarnamenposting und Profil

Tags werden (noch) wichtiger

Denn die Tags der Frage, auf die du antwortest, bestimmen, zu welchem Thema du Spezialist wirst. Da nicht jeder e-fellow zu identischen Tags beim Frage Stellen greift, haben wir mehrere Tags aus einem Themengebiet zu einem Spezalistenstatus zusammengefasst. Bekommst du z.B. viele Spezialistenpunkte in Threads mit den Tags "Arbeitsrecht" und "Rechtswissenschaften", wirst du Spezialist für Jura, da diese Tags zum Thema Jura gehören. 

Wir haben die häufigsten Tags der letzten Jahre herausgesucht und daraus die meistdiskutierten Themen in der Community bestimmt. Du kannst nun also Spezialist für folgende Themen werden - auch für mehrere parallel:

  • Banking
  • Bewerbung
  • Geisteswissenschaft
  • Ingenieurwissenschaft
  • Jura
  • Mathe, Physik und IT
  • Medizin
  • Naturwissenschaft
  • Stipendien
  • Studienplanung
  • Wirtschaft

Guter Rat kostet dich nur eine PN

Falls deine Frage trotz passender Tags niemanden erreicht hat, der dir eine gute Antwort geben kann, kannst du ab sofort auch noch auf anderem Weg Hilfe suchen. In der erweiterten Suche kannst du nun in den Profilen anderer e-fellows nach Spezialisten zu einem bestimmten Thema suchen und sie per privater Nachricht (PN) direkt um Rat bitten (sofern die e-fellows den Status in ihrem Profi anzeigen wollen - dazu im nächsten Absatz).

Du willst mit deinem Wissen nicht angeben?

Nicht alle e-fellows möchten ihren Spezialistenstatus offen in der Community präsentieren. Selbstverständlich hast du die Möglichkeit, deinen Spezialistenstatus vor Besuchern auf deinem Profil und vor deinen Kontakten zu verbergen.

Entferne dazu in deinen Privatsphäre-Einstellungen einfach den Haken neben "Spezialistenstatus ist für mich und andere sichtbar". Damit wirst du auch nicht mehr als Spezialist über die Suche gefunden, und neben deinen Klarnamenpostings taucht der Zusatz "Spezialist für …" nicht mehr auf. In deinen Minifeed-Einstellungen (ebenfalls unter den Privatsphäre-Einstellungen) kannst du zusätzlich Benachrichtigungen zu deinem Spezialistenstatus vor deinen Kontakten verbergen - und sie auch für dich selbst abstellen.

Spezialistenstatus in den Privatsphäre-Einstellungen

Spezialist sein währt nicht ewig

Einmal Spezialist, immer Spezialist? Schön wär's: Der Spezialistenstatus ist eine vergängliche Ehre, auch der Nobelpreis wird jedes Jahr schließlich neu vergeben. Wenn du vier Wochen lang keine hilfreichen Beiträge zu (d)einem Spezialthema verfasst, also keine Spezialistenpunkte mehr sammelst, geht dein Spezialistenstatus verloren. Genauso schnell kannst du ihn dir aber auch durch hilfreiche Antworten und Kommentare wiederholen. 

Wer schnell Spezialist wird, der gewinnt!

Wir sind gespannt, wie schnell es die ersten e-fellows schaffen, sich Spezialisten-Abzeichen zu verdienen. Deshalb verlosen wir drei Amazon-Gutscheine zu je 30 Euro unter denjenigen, die bis zum 24. Oktober bereits Spezialisten sind. Solltest du es schaffen, nicht nur zu einem Thema, sondern gleich zu mehreren Spezialist zu werden, nimmst du für jedes an der Verlosung teil: Je mehr Abzeichen du sammelst, desto höher sind also deine Gewinnchancen!

Appsoluter Spezispaß

Und natürlich steht die neue Funktion auch auf unseren Apps für iPhone und Android zur Verfügung.

Jetzt drücken wir euch aber erst mal die Daumen und wünschen euch viel Spaß mit dem neuen Feature! Bei denjenigen e-fellows, die uns beim Testen des Spezialistensystems tatkräftig unterstützt haben, möchten wir uns ganz herzlich bedanken. Euer Feedback und eure Anregungen beim Beta-Test haben uns sehr geholfen!


Abilogo-Aktion

Jedes Jahr im Sommer ist es so weit: Etliche Abiturienten werden von ihren Lehrern für das e-fellows.net-Stipendium vorgeschlagen - und bekommen damit Zutritt zur Community, dem Netzwerk der e-fellows.net-Stipendiaten. Aber welche Vorteile bietet dir das Stipendium überhaupt? Und wie kannst du dich einbringen?

Frag die anderen!

Wer Stipendiat bei uns wird, bekommt Zugriff auf die Community - und kann sich dort mit den besten Studenten Deutschlands vernetzen. In der Abi-Gruppe lernst du Abiturienten aus ganz Deutschland kennen und kannst gemeinsam mit ihnen dem Studium entgegenfiebern. Die Rubrik "Fragen & Antworten" dient dazu, Fragen rund um Studium, Stipendien und Praktika zu stellen oder anderen e-fellows in einer Lebenskrise weiterzuhelfen. Mit unserer App geht das sogar mobil. Und wenn du noch rätselst, wie du deinen Stundenplan erstellen sollst, finden sich immer ein paar alte Hasen, die Tipps für dich haben. Damit das Ganze nicht nur virtuell stattfindet, gibt es auch noch das Abi-Treffen und das Bundestreffen - und natürlich die City Groups: Über sie lernst du e-fellows.net-Stipendiaten in deiner Unistadt kennen und kannst sie bei einem der zahlreichen Stammtische und Events persönlich treffen.

Daumen für gute Beiträge

Anderen zu helfen kann einem ein gutes Gefühl geben - und dir nebenbei Daumen und einen Gutschein der Online-Learning-Plattform Lecturio einbringen. Doch nicht nur mit hilfreichen Antworten, sondern auch mit Kreativität kannst du bei uns punkten: Die rege Beteiligung am Logowettbewerb in der "Abi / Matura 2014"-Gruppe hat uns richtig gefreut - allerdings waren wir in der Redaktion ganz schön froh, dass wir nicht selbst über die Gewinner entscheiden mussten. Das haben nämlich die anderen e-fellows in der Gruppe für uns übernommen und mit 14 Daumen einen klaren Sieger hervorgebracht: Das in grau gehaltene Bild mit dem Text "Abi 2014" gefiel ihnen am besten.

Profi-Tipps und Einblick in die Unternehmen

Sind die ersten Semester geschafft, muss man sich plötzlich Gedanken um Praktika oder Berufsaussichten machen. Auch hier hilft dir das Stipendium von e-fellows.net: In den "Inside Gruppen" kannst du Vertreter unserer Partnerunternehmen treffen und dich sogar als Mentee bewerben. Außerdem veranstalten wir regelmäßig Expertenforen, wo dir echte Profis auf deine Fragen antworten - zum Beispiel im Expertenforum "Studienplanung: e-fellows helfen e-fellows" oder "Dein Weg zum Stipendium". Und wenn du herausfinden willst, wie gut du über Hauptstädte oder Britisches und Amerikanisches Englisch Bescheid weißt, kannst du dein Wissen in unseren Tests beweisen - oder selbst einen Test zu einem Thema erstellen, wo du dich richtig gut auskennst.

Bei Fragen, Kritik oder Anregungen zur Community kannst du dich an Lino Wirag aus dem Community-Team wenden.

Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner des Logowettbewerbs - und natürlich an unsere neuen Stipendiaten!


Erfahrungsbericht (Harvard WorldMUN 2013)

Wie kommt eine UN-Resolution zustande? Wie arbeiten Diplomaten der Vereinten Nationen? Das versteht man am besten, wenn man selbst an einer UN-Versammlung teilnimmt. Bei der "World Model United Nations" in Melbourne, Australien vertrat Laura Obenauer den Standpunkt Südafrikas in hitzigen Debatten mit 2.000 anderen Studenten. Ob sie wohl die Libanonkrise auf friedliche Weise lösen konnte?

Titel und Thema der Veranstaltung

Harvard WorldMUN 2013

Zeit und Ort

18. bis 22. März, Melbourne, Australien

Teilnehmerzahl

Über 2.000 Studenten aus aller Welt

e-fellows.net-Alumna Laura (23) hat Molekulare Biotechnologie in Heidelberg studiert und nahm im März 2013 zum ersten Mal an der Harvard WorldMUN teil. Sie organisiert, zusammen mit Tobias Henz (ebenfalls Alumnus) und Rima-Maria Rahal (Stipendiatin) die e-fellows.net delegation für die Harvard WorldMUN 2014 in Brüssel.

Alles fing vor ziemlich genau einem Jahr an, als ich mein E-Mail-Postfach öffnete und mir sofort das Wort "WorldMUN" ins Auge fiel. Ich hatte schon von dem "Model United Nations"-Konzept gehört. Die Idee, mit motivierten jungen Menschen aus der ganzen Welt in einer UN-Simulation über internationale Politik zu diskutieren und dabei wertvolle Fähigkeiten und Erfahrungen mitzunehmen, fasziniert mich, seit ich den ersten Bericht darüber las, wie eine Delegation meines Gymnasiums an einer MUN-Konferenz teilgenommen hatte. Genau das wollte ich auch machen. Und das alles in Australien, in Melbourne, als "Weltmeisterschaft" – das hatte sofort meine volle Aufmerksamkeit.

Ab nach Melbourne

Trotz einer Last-Minute-Bewerbung schaffte ich es nach einem zweitägigen Auswahlseminar in die Delegation – ich konnte es kaum glauben! Es war der Beginn einer der intensivsten Zeiten meines Lebens.

Wer denkt, bei WorldMUN hat man den größten Lerneffekt nur während der Konferenz, der liegt falsch. Das meiste habe ich noch vor der Konferenz gelernt. Während der fünfmonatigen Vorlaufzeit wurde die Delegation nicht nur inhaltlich auf die Konferenz vorbereitet, sondern wir organisierten unter grober Anleitung von Tobias Henz und Rima-Maria Rahal, zwei WorldMUN-Alumni, den gesamten Aufenthalt in Melbourne selbst - angefangen von Sponsoring-Aktivitäten, die den Eigenbeitrag zur Reise gering halten sollten, bis hin zur Reise an sich mit Flug und Hotel. Ich war insbesondere für Sponsoring und die Außendarstellung der Delegation bei der Konferenz zuständig.

Suche nach Sponsoren

Sponsoring hatte ich schon zuvor für andere Studentenorganisationen übernommen. Aber nie so intensiv, unter solch einem Zeitdruck und mit einem so klaren Ziel vor Augen. So habe ich nicht nur mein Netzwerk deutlich vergrößern können, sondern auch gelernt, worauf es beim Verkaufen einer Idee wirklich ankommt. Und nicht zuletzt, wie ich mich selbst organisieren kann, sodass ich in wenig Zeit viel erreichen kann. Die intensive Vorbereitungszeit hat mich aber nicht nur persönlich weitergebracht, sondern mir auch neue Freunde beschert. Mit vielen meiner Mitdelegierten habe ich heute noch sehr guten Kontakt und teile sehr schöne Erinnerungen mit ihnen.

Das Schöne am WorldMUN-Gedanken ist, dass es nicht nur um den Wettbewerb geht, sondern auch sehr stark um das Netzwerken auf der Konferenz. Ganz in diesem Sinne gibt es zahlreiche soziale Events, die man selbst mitgestalten kann und bei denen man die anderen 2.000 Delegierten aus aller Herren Länder kennenlernt. Wir haben zum Beispiel beim "Global Village" typisch deutsche Getränke und Snacks präsentiert und spontan Deutschunterricht gegeben.

Bei der Harvard WorldMUN 2014 dabei sein

Wer eine WorldMUN selbst miterleben will, kann bei der Harvard WorldMUN 2014 in Brüssel dabei sein - als Mitglied der e-fellows.net delegation: Bewerbungen sind noch bis 30.10. unter www.e-fellows.net/forward/harvardworldmun2014 möglich.

Nähere Informationen gibt es unter www.emun-fellows.net.

Mal eben die Libanonkrise beenden

Neben allem Organisatorischen und Lustigen kam die Konferenz an sich natürlich keinesfalls zu kurz. Pünktlich am 18. März waren wir in Melbourne und konnten uns auf fünf spannende Tage freuen. Ich hatte das große Glück, eine volle Ladung Internationalität schon in meinem Co-Delegierten zu haben, einem gebürtigen Slowaken, der American Studies studiert. Wir sollten im "Historical General Assembly" das Land Südafrika vertreten. Das Thema der simulierten "Emergency Special Session" sollte die Libanonkrise im Jahre 1958 sein. Die Eskalation des Kalten Krieges verhindern? Im Nahen Osten? Mit einer Nation, die von Apartheit geprägt war? Die Herausforderung nehmen wir an!

Verbündete für Südafrika finden

Durch gründliche Literaturrecherche vor der Konferenz hatten wir herausgefunden, dass Südafrika nie Teil der historischen Verhandlungen gewesen war – was uns nicht davon abhielt, einen detaillierten Standpunkt zum Thema zu entwickeln. Und siehe da: Bereits während der Reden in der ersten Sitzung unseres Komitees fanden wir heraus, dass einige asiatische Nationen einen sehr ähnlichen Standpunkt hatten wie wir.

Einige Diskussionen außerhalb des Komitee-Raums später war die Allianz besiegelt. Während mein Partner im Komitee blieb und in Reden unsere Meinung vertrat, begab ich mich hinaus und übte mich mit meinen verbündeten Vertretern in Diplomatie. Gemeinsam setzten wir uns gegen die Dominanz von Großmächten und für eine friedliche Lösung ein, die die Unabhängigkeit des libanesischen Staates wahren sollte. Eine Idee, die auf Konsens stieß, doch um unsere Vorschläge formell als Schriftstück vorstellen zu können, brauchte es sehr viele offizielle Unterstützer. Dabei galt es vor allem, unsere Ideen gegen die der zwei anderen Blocks abzugrenzen. Kurz gesagt: Viele Staaten mussten mit viel Überzeugungsarbeit und vielen Kompromissen in unseren Block integriert werden.

Die eigene UN-Resolution durchgesetzt

Nach vier Tagen hitziger Verhandlungen und sogar einem militärischen Zwischenfall war dann der große Augenblick gekommen: Die verbliebenen zwei Blocks - unserer und der der USA - präsentierten ihre Resolutionsvorschläge, und es kam zur Abstimmung. Mit zitterten die Knie, und ich bin der festen Überzeugung, dass es niemandem aus unserem Block anders ging.

Der gegnerische Block hatte seine "Draft Resolution" etwas früher eingereicht – und bekam deshalb Vorrang bei der Abstimmung. Bei der Frage nach "in favor" gingen nach und nach die Schilder der anwesenden Nationen hoch – es sah nach fürchterlich vielen aus. Trotz allem ergab die Zählung, dass es nicht reichte. Aufatmen! Doch unsere Resolution hatte es noch nicht geschafft. Ein weiteres Mal wurden die Schilder gehoben, diesmal für unseren Vorschlag, insgesamt 21. Um 2 Stimmen hatten wir es geschafft! Es dauerte einen kleinen Moment, bis ich es glauben konnte, aber als unser Block anfing aufzuspringen und zu schreien, war es auch mir klar, und mich hielt es nicht mehr auf dem Sitz. Auch die Aufforderung unserer Moderatorin, es möge doch bitte Ruhe einkehren, konnte uns erst einmal nicht mehr bremsen.

Alumni-Porträt Stephanie Haarmann von Bosch, Bildquelle: sxc.hu, User: clix

Mehr Erfahrungsberichte?

Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte". 

Wer braucht schon einen Award?

Am nächsten Tag wurden die Awards für besonders herausragende Delegierte vergeben. Leider waren wir nicht dabei – dafür einige aus unserem Block. Es war ein gutes Gefühl, und wer braucht schon einen Award, wenn man eine Resolution verabschiedet hat?!  Noch heute blicke ich stolz auf die Zeit zurück kann, die ich in Melbourne mit über 2.000 Studenten aus über 65 Ländern erleben durfte – und bin dankbar für alles und jeden, der mir diesen Weg geebnet hat.


Jubiläumsaktion

Seit Anfang August haben wir auf ihn gewartet - heute lassen wir die Sektkorken knallen: Wir haben unseren 30.000 Stipendiaten gefunden!

Unser Jubliäums-e-fellow ist eine sie und schließt gerade ihren Mathematik-Master ab. Ab Herbst 2013 wird sie dann in Aachen promovieren. Vorher holt sie sich aber noch ihren Gewinn ab: Zusammen mit einer Begleitperson fährt sie nach Hamburg und trifft dort den Chef-Redakteur der ZEIT, Giovanni di Lorenzo. Mehr über die Jubiläums-Stipendiatin könnt ihr schon bald in einem Interview nachlesen.

Dass wir die Dreißigtausender-Marke so schnell erreicht haben, verdanken wir euch und euren Empfehlungen. Unter allen, die sich beteiligt haben, verlosen wir ein iPad mini mit Jahresabo der ZEIT und einen Sprachkurs der ZEIT Akademie. Die Gewinner werden in den nächsten Tagen benachrichtigt. Ihr wollt uns auch in Zukunft weiterempfehlen? Wir arbeiten gerade an einer Lösung, wie das schnell und unkompliziert möglich ist. Wir informieren euch natürlich sofort, wenn es soweit ist.

Auch die Partnerunternehmen gratulieren zum Jubiläum

Ansprechpartnerin Ines Maurer von Bosch [Quelle: Bosch]

Ines Mödinger, Bosch

"Viele ehemalige e-fellows.net-Stipendiaten arbeiten bei Bosch und sind dem Netzwerk nach wie vor treu. e-fellows.net hat bei Bosch ein sehr positives Image, weil wir wissen, dass von dort gute Leute kommen. Ich wünsche e-fellows.net, dass ihr weiterhin so kreativ und nah an den Studenten seid wie bisher."

Nadja Gruber von der Allianz [Quelle: Allianz]

Nadja Gruber, Allianz

"Die Stipendiaten von e-fellows.net haben einen guten Ruf bei der Allianz: Sie sind qualifiziert, engagiert und hinterfragen auch Zusammenhänge."

Ramona Nissl ist Ansprechpartnerin bei der Allianz [Quelle: Allianz]

Ramona Nissl, Allianz

"Herzlichen Glückwunsch zum 30.000 Stipendiaten. Wir wünschen e-fellows.net weiter viel Erfolg und freuen uns schon auf das große Fest zum 50.000 Stipendiaten!"

Das bieten wir unseren Stipendiaten

Das Jubiläum haben wir gleich noch zum Anlass genommen, eine Infografik zu erstellen. Dort seht ihr, wie sich e-fellows.net genau zusammensetzt, wen wir fördern und welche Abos, Datenbanken und weitere Stipendiumsleistungen ihr bei uns bekommt.

Infografik: e-fellows.net in Zahlen [Quelle: e-fellows.net]