Expertenforum Dresscode

Richtig anziehend

Eine Strumpfhose im Sommer mit Kopftuch und tiefem Ausschnitt bei großen Frauen? Beerdigungsoutfit mit blauen Schuhen – oder doch lieber braunen? Aber dann die Manschettenknöpfe bitte nicht vergessen! Welcher Hemdkragen am Casual Friday und zum Golfen durchscheinende Blusen?

So in etwa lässt sich das Expertenforum "Dress for Success" mit Stefanie Saga von Peek & Cloppenburg zusammenfassen, das in den letzten zwei Wochen stattgefunden hat. Über 300 e-fellows verfolgten die Diskussion und stellten derart viele Fragen rund um den korrekten Dresscode im Job und beim Vorstellungsgespräch. So viele, dass Frau Saga gar nicht alle beantworten konnte. Ein kleiner Tipp: Unsere e-fellows-Knigge-Gruppe ist der richtige Ort, um diese Diskussion fortzuführen.

Den richtigen Riecher entwickeln
Auswahl bietet die Business-Bekleidungsindustrie heutzutage reichlich. Verschiedene Trends, unterschiedliche Farben, zahlreiche Schnitte und jede Menge Accessoires eröffnen einem schier unendliche Kombinationsmöglichkeiten und hinterlassen fragende e-fellows. Frau Saga gab uns folgende Grundregeln mit auf den Weg:
  • Das Wichtigste ist, dass Sie sich in Ihrem Outfit wohl fühlen und sicher und selbstbewusst auftreten können.
  • Achten Sie darauf, welche Farben (und Muster) einem persönlich stehen.
  • Bei konservativen/klassischen Unternehmen bieten sich eher gedeckte Farben an.
  • Hilfreich ist es immer, sich vorher zu informieren, was die Mitarbeiter tragen. Dies können Sie, wenn möglich, vor Ort tun (z.B. in einer Bank), sonst kann man sich auf der Unternehmenswebsite ansehen, welche Kleidung die Menschen auf den Bildern tragen.
  • Machen Sie sich bewusst, dass man als Mitarbeiter ein Unternehmen nach außen repräsentiert. Welche Kunden, Mitarbeiter, Interessensgruppen, etc. treffe ich in meinem Job? Was erwarten sie von mir? Was möchte ich durch mein Outfit aussagen?
Dem Anlass und der Position entsprechend
Ein Rock kann auch mal sommerlicher sein und ohne Strumpfhose getragen werden, wenn weder Kundenpräsentationen noch Vorstandssitzungen anstehen. Bei einem Golfevent benötigt man keineswegs das karierte Profi-Outfit. Auch in einer Baumwollhose mit einem Poloshirt sowie einem Pullover mit V-Ausschnitt macht man eine gute Figur – selbst, wenn es mit dem Putten noch nicht so gut klappt.

"Grundsätzlich würde ich mich immer nach oben orientieren, um zu verdeutlichen, dass ich auch in höheren Positionen die (Kleidungs-)Spielregeln beherrsche und das Unternehmen adäquat vertreten kann," fasste Frau Saga die Frage nach Manschettenknöpfen zusammen. Allerdings warnte sie die e-fellows dabei, Vorgesetzte durch Kleidung übertreffen zu wollen, damit das Argument "der verdient ja wohl zuviel, wenn er sich das in der Position schon leisten kann" am Arbeitsplatz gar nicht erst aufkommen kann. Dasselbe gilt übrigens für Frauen. "Sie" soll außerdem die Manschettenknöpfe, laut Frau Saga, auf ihren Schmuck abstimmen.

Die richtige Kragenweite?
Kent-, Haifisch- oder Button-down-Kragen - das hängt immer von der Figur und der Gesichtsform eines Mannes ab. Mit Krawatte getragen, sollte man den obersten Hemdknopf niemals auflassen. Und Tipps, wie man die richtige Kragenweite ermitteln kann, gab es von Frau Saga schließlich auch noch.

Wessen Kragenweite solche Fragen nicht sind oder wer sich neben schicken Klamotten noch für schicke Autos interessiert, dem sei das nächste Expertenforum vom 08. bis 12. Oktober ans Herz gelegt: Denn da steht der Automobilsektor der Zukunft im Mittelpunkt der Diskussion zwischen e-fellows.net Stipendiaten und Alumni sowie Rainer Münch von Oliver Wyman.