Das e-fellows.net Blog

Hier findest du Erfahrungsberichte über Veranstaltungen und Praktika, Insider-Informationen aus den Unternehmen und Neuigkeiten von e-fellows.net.


Mitarbeitervorstellung

Community Managerin Eva verabschiedet sich in die kalifornische Sonne und macht den Weg frei für Lino, der sich fortan um die e-fellows.net community kümmern wird. Wenn der Monty Python’s-Fan gerade nicht bei uns in der Redaktion weilt, steckt er seine Nase gerne bis zum Anschlag in ein gutes Buch.

Teil 94 der Serie: Wer sind die eigentlich bei e-fellows.net

Was machst du bei e-fellows.net?

Ich bin der neue Community-Manager bei e-fellows.net. Ich betreue die Online-Gruppen und -Diskussionen in der Community und bin Ansprechpartner für alles An- und Aufregende, das dort anfällt. Ich wühle mich aber auch durch Excel-Tabellen, bin medial sozial, schreibe Newsletter, baue unsere Homepage um oder hänge am Telefon, um spannende Menschen für unsere Expertenforen zu gewinnen.

Sehr gerne puzzle ich auch an neuen Funktionen für unsere Website herum – bis mir die IT sagt, dass es leider auch diesmal technisch nicht machbar sein wird, jedes neue Community-Mitglied zu begrüßen, indem ihm eine dreidimensionale Hand aus dem Bildschirm entgegenkommt, während das lettische Nationalorchester per Livestream die Titelmelodie von "Monty Python’s Flying Circus" spielt.

Was hast du vorher gemacht?

Ich habe die zehn Jahre seit der Schule genutzt, um ganz verschiedene Fächer zu studieren (darunter gar Bildende Kunst), und habe mir 2010 ein Diplom im Fach Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus ertippt (übrigens mit einem Roman). Als ich auch noch eine Doktorarbeit in Medienkulturwissenschaften ("Figurationen des Produktionsästhetischen" oder so) draufgesattelt hatte, wurde es Zeit, mich auch mal außerhalb von Akademie und Kulturbetrieb zu versuchen.

Was gefällt dir an deiner Arbeit bei e-fellows.net?

Community Manager Lino

Die Arbeit hier ist erfreulich vielfältig! Ich bin immer noch überrascht, mit wie vielen neuen Themen ich es auf einmal zu tun habe: So sorge ich zum Beispiel dafür, dass die Nägel unserer Community-Daumen auch immer frisch geschnitten sind; trage abends brav den Redaktions-Cache runter zur Restmülltonne, um ihn auszuleeren; lausche in der Mittagspause den Vögeln, um zu lernen, wie der perfekte Tweet sich anhört; oder erkläre meiner Chefin (30+) auch schon mal, dass man mit Tipp-Ex keine Excel-Tabellen korrigieren kann. Bei e-fellows.net wird VIELFALT großgeschrieben, was aber auch daran liegen kann, dass ich Caps Lock schon wieder drin habe.

Welche privaten Interessen hast du?

Darauf muss ich - leider? - mit Adorno antworten: "Weniges unterscheidet die Lebensweise, die dem Intellektuellen anstünde, so tief von der des Bürgers, wie daß jener die Alternative von Arbeit und Vergnügen nicht anerkennt." Und: Ich bin Leser. Richtiger Leser.

Was war dein skurrilstes Erlebnis mit dem Internet?

Als mir eine dreidimensionale Hand aus dem Bildschirm entgegenkam, während das lettische Nationalorchester per Livestream die Titelmelodie von "Monty Python’s Flying Circus" spielte. Oder doch der Tag, als ich so lange am Rechner saß, bis ich meinen Mauszeiger für eine Fliege hielt, die sich auf den Bildschirm gesetzt hatte und ich versuchte, sie mit einer Handbewegung zu verscheuchen.

Welche (lebende oder historische) Person würdest du gerne treffen?

Jemanden, der präzise Gegenwartsanalysen macht, daraus überzeugende Ideen zum gesellschaftlichen Wandel entwickelt und dann bei mir klingelt, um mich abzuholen, wenn’s um die Umsetzung geht.

Was willst du in deinem Leben unbedingt noch machen?

Haus zeugen, Baum bauen, Kind pflanzen vielleicht?


Die e-fellows.net-Mitarbeiter stellen sich vor: Teil 93

Ist es eine Katze? Ein Gremlin? Oder eine Fledermaus? Nein, es ist Bolle. Mitgebracht hat der Chihuahua-Mops-Pekinesen-Mischling sein Frauchen Agatha. In den nächsten Monaten wird sie den Blutzuckerspiegel der Redaktion in die Höhe treiben und sich auf ihren neuen Posten bei e-fellows.net vorbereiten: Ab September ist Agatha Volontärin im Team Content & Community.

Teil 93 der Serie: Wer sind die eigentlich bei e-fellows.net

Was machst du bei e-fellows.net?

Meine Hauptaufgabe besteht darin, das Redaktions-Team vor der Unterzuckerung zu bewahren und (wie schon damals bei meinem Praktikum) fleißig mit Schoki zu füttern. Ansonsten arbeite ich daran, in Lauras Fußstapfen zu treten – denn ab September trete ich ihre Nachfolge als Volontärin im Team Content & Community an.

Agatha arbeitet in der Redaktion
Was hast du vorher gemacht?

Ich habe vor kurzem an der LMU München meinen Magister in Allgemeiner und Vergleichender Literaturwissenschaft, Spanisch und Soziologie abgeschlossen.

Was gefällt dir an der Arbeit bei e-fellows.net?

Die Arbeitsatmosphäre ist toll! Ansonsten finde ich es super, direkt von Anfang an voll in alle Arbeitsprozesse einbezogen zu werden – so lernt man extrem viel. Und es gibt jeden Tag frisches Obst. 

Welche privaten Interessen hast du?

Ich verbringe viel Zeit mit Bolle – meiner Meinung nach ist Bolle ein Hund, aber andere behaupten stur, es wäre noch Katze, Fledermaus oder Gremlin mit drin.  Ansonsten lese ich gern, mag amerikanische Sitcoms, gehe wahnsinnig gern essen und färbe mir viel zu oft die Haare. Standard eben.

Was war dein skurrilstes Erlebnis mit dem Internet?

Mit elf Jahren war ich eine Zeit lang total begeistert von Chat-Rooms. Unglücklicherweise habe ich mir den Chat-Namen "KittyCat" zugelegt, was meiner Ansicht nach eine Anspielung auf Hello Kitty war. Die Zuschriften, die ich dann bekommen habe, waren für mein elfjähriges Gemüt doch ein wenig zu skurril…

Welche (lebende oder historische) Person würdest du gerne treffen?

Da ich tragische Königinnen so gerne mag müsste ich mir eigentlich wünschen, mit Marie-Antoinette oder Sissi mal einen Kaffee trinken zu gehen. Aber ich glaube, ich wäre viel zu nervös, um mit einer Königin zu plaudern. Da möchte ich lieber mit den Beatles mal eine Nacht durchfeiern.

Was willst du in deinem Leben unbedingt noch machen?

Ich will auf jeden Fall Südamerika bereisen. Ich will noch mal im Ausland leben. Und irgendwann will ich einen Garten mit einer Hängematte und Gemüsebeet haben. Alternativ steht immer noch der Plan, Rockstar zu werden – vielleicht dann nach dem Volontariat.


Erfahrungsbericht (Bosch Rexroth)

Hello, Hallo und Goedendag: Bei seinem Auslandspraktikum im niederländischen Boxtel kann Manuel seine interkulturellen Kompetenzen erweitern. Im Praktikum betreut er in einem internationalen Team Projekte, die von der einfachen Applikationsentwicklung bis hin zur Organisation von Großprojekten mit einem Auftragsvolumen im zweistelligen Millionenbereich reichen.

Zeit und Ort

1. April 2014 bis 31. Juli 2014, Bosch Rexroth, Boxtel/Niederlande

Position und Abteilung im Unternehmen

Praktikant im Bereich Motion Simulation Technology

e-fellow Manuel

Manuel (25) studiert an der TU Ilmenau im Master Wirtschaftsingenieurwesen mit Schwerpunkt Maschinenbau.

Mein erstes Praktikum absolvierte ich im Sommer 2012 bei Bosch Rexroth in Lohr am Main. Im Bachelor Wirtschaftsingenieurwesen meiner Universität sind dafür drei Monate vorgesehen. Nach zweieinhalb Jahren Unialltag war dieses Praktikum eine willkommene Abwechslung. Ich verlängerte sogar noch auf fünf Monate, wodurch ich viel praktische Erfahrung im Projekteinkauf für Servicebedarf sammeln konnte.

Im Anschluss wurde ich in das Studentenbindungsprogramm students@bosch aufgenommen. Durch den guten und regelmäßigen Kontakt zu meiner alten Fachabteilung sowie zu meiner students@bosch-Betreuerin habe ich die Möglichkeit bekommen, ein Auslandspraktikum bei Bosch Rexroth in den Niederlanden zu absolvieren.

Nicht abschrecken lassen

Bei der Planung eines Auslandsaufenthaltes sollte man sich nicht vom hohen Organisationsaufwand abschrecken lassen.Oft stehen zunächst die administrativen Aufgaben im Vordergrund, wie zum Beispiel Wohnungssuche, Krankenversicherung, Visa oder wie in meinem Fall eine Bürger-Service-Nummer, die vergleichbar ist mit unserer deutschen Identifikationsnummer. Auch lassen sich manche Formalitäten nur persönlich vor Ort klären oder beantragen - aber das ist alles machbar.

Hello, Hallo und Goedendag

Während meines Praktikums bei Bosch Rexroth in Boxtel bin ich für den Bereich Motion Simulation Technology tätig. In den ersten Wochen starteten die Meetings meistens mit den Worten "Do you prefer to speak English, German or Dutch". Rückblickend verwendeten wir oftmals eine Mischung aus allen drei Sprachen. Da die Niederlande unmittelbares Nachbarland von Deutschland sind, sprechen viele Niederländer sehr gut Deutsch. Viele meiner Kollegen sprechen auch sehr gutes  Englisch, was durchaus hilfreich ist, um die eigenen Sprachkenntnisse zu verbessern.

Per Du mit dem Chef

Manuel bei Bosch Rexroth

Niederländer haben eine sehr offene Art und sind freundlich, was mir den Start sehr leicht gemacht hat. Schnell wurde mir das "Du" angeboten. Daran musste ich mich zunächst gewöhnen, da es in Deutschland nicht typisch ist, als Praktikant seine Vorgesetzten zu duzen. Auch die Art der Projektplanung war für mich neu: Während in Deutschland zunächst ein umfangreicher Strategie- und Businessplan entworfen wird, gingen wir in den Niederlanden sofort in die erste Konzept-/Designphase über.

Projekte von klein bis groß

Die Projekte in Boxtel sind auch bei vielen unserer deutschen Kollegen bekannt. Innerhalb der Multiprojektorganisation wird eine große Bandbreite an Projekten abgedeckt. Die niederländischen Kollegen übernehmen Projekte von kleinen Applikationsentwicklung bis hin zu einer autonomen Projektorganisation mit einem Auftragsvolumen im zweistelligen Millionenbereich. Die Vielfalt der gefertigten Produkte ist sehr interessant und beeindruckend.

Praktikanten aus der ganzen Welt

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Für mich ist es ein besonderes Erlebnis, mit Praktikanten vielen anderen Ländern in Kontakt zu kommen. Wir teilen unsere Erfahrungen und schließen Freundschaften. So treffen wir Praktikanten uns täglich zur gemeinsamen Mittagspause und planen Barbecues oder Ausflüge nach Amsterdam, Utrecht und Eindhoven.

Fazit

Nach knapp zwei Monaten Praktikum bin ich noch immer begeistert von meinen Aufgaben hier. Innerhalb meines Projektes habe ich sehr viel Entscheidungsfreiheit und kann meine Ideen und Gedanken aktiv einbringen.

Aus meinen bisherigen Erfahrungen kann ich nur jedem den Tipp geben, auch anderen Abteilungen Unterstützung anzubieten. So habe ich nicht nur einen umfassenden Einblick in verschiedene Bereiche und viele Informationen bekommen, sondern auch viele Freundschaften und Kontakte schließen können.


Erfahrungsbericht (Roche)

Für das e-fellows.net-Event "Clear on your Career" hat Fabienne Spielmann Ländergrenzen überquert: Für sechs Monate verließ die Roche-Mitarbeiterin die Personalentwicklung in Basel und arbeitete in Grenzach-Wyhlen. Dort hat sie das Event "Clear on your Career" entwickelt, geplant und moderiert. Nicht nur für die Teilnehmer, auch für Fabienne Spielmann war die Veranstaltung ein bereicherndes Erlebnis.

Fabienne Spielmann von Roche stellt sich vor

Ich heiße Fabienne Spielmann, bin 30 Jahre alt und arbeite seit dreieinhalb Jahren bei Roche. Normalerweise in der "Personalentwicklung Basel" tätig, habe ich nach drei Jahren im Rahmen einer Teilzeit-Hospitation den Schritt über die deutsch-schweizer Grenze und in das Abenteuer "Personalmarketing Grenzach" gewagt.

Nachdem mich meine Chefin sehr herzlich empfangen hatte und die Erwartungen von beiden Seiten geklärt waren, habe ich mich bald der Aufgabe gewidmet, die mich das folgende halbe Jahr begleiten sollte: Die Konzeption eines Events für Studenten, mit dem Roche talentierte Nachwuchskräfte frühzeitig ansprechen und für das Unternehmen begeistern möchte.

Roche Mitarbeiterin Fabienne Spielmann 77x100

Fabienne Spielmann (30), Mitarbeiterin in der Personalentwicklung von Roche Basel, hat eine halbjährige Rotation im Personalmarketing in Grenzach-Wyhlen absolviert. Für die Stipendiaten von e-fellows.net hat sie das Event "Clear on your Career" organisiert und konzeptioniert. Fabienne Spielmann steht euch unter fabienne.spielmann@roche.com für Fragen zur Verfügung.

"Clear on your Career" entwickeln, planen und moderieren

Inhaltlich sollte sich der Event um das Thema "Selbstreflektion und Perspektivenklärung" drehen und den Teilnehmern die Möglichkeit geben, sich ihres persönlichen Stils und ihrer Stärken bewusst zu werden. Ein Name war schnell gefunden: "Clear on your Career – entdecke dein Potenzial"

Nun ging es an die etwas zeitintensivere Entwicklung der Veranstaltung: Das Format und die passenden Inhalte definieren, Literatur recherchieren, Übungen sammeln, einen roten Faden reinbringen, abstimmen, koordinieren und organisieren. Eine vielseitige Tätigkeit, die unheimlich viel Spaß gemacht hat.

Fabienne Spielmann [Quelle: Roche]

Was die Roche-Standorte Basel und Grenzach unterscheidet

Dazwischen hatte ich immer wieder die Möglichkeit, an den "HR Marketing Meetings" in Mannheim teilzunehmen, die zum Ziel hatten, den Austausch zwischen den Standorten Grenzach, Mannheim und Penzberg zu fördern. Die Meetings waren sehr produktiv und geprägt von einem lockeren, humorvollen und doch sehr professionellen Umgang miteinander und mit den jeweiligen Themen.

Was ist mir von dem halben Jahr in Grenzach geblieben? Ich habe einen sehr sympathischen Standort mit fast familiärem Flair kennengelernt. Eine Chefin und Arbeitskollegen, die mich sehr offen und herzlich aufgenommen haben. Und ich habe Einblicke in die HR-Abteilung eines anderen Standorts bekommen. Es war immer wieder spannend zu sehen, wie unterschiedlich – und in manchen Belangen doch gleich – die Standorte Basel und Grenzach sind.

Zum Beispiel ist der Standort Grenzach deutlich kleiner und durch den abgeschlossenen Campus viel übersichtlicher als Basel. Dies bringt teilweise kürzere und persönlichere Informationswege mit sich. Die Leute kennen sich beim Namen oder sind sich zumindest in der Kantine oder beim Grillen auf dem Innenhof schon begegnet.

"Clear on your Career" aus der Sicht der Organisatorin

Was mir auch bleiben wird, ist die Veranstaltung, die am 4. und 5. Juni 2014 mit Studenten von e-fellows.net auf dem Campus stattgefunden hat. Die Teilnehmer haben sich selbst, die anderen Teilnehmer und Roche besser kennengelernt. Sie haben sich mit ihren Verhaltenspräferenzen auseinandergesetzt, ihre Stärken erarbeitet, mithilfe einer Übung ihren eigenen Verhaltensstil reflektiert und mit dem "Insights"-Fragebogen eine valide Potentenzial-Analyse an die Hand bekommen, um Ansatzpunkte für ihre eigene Entwicklung zu erhalten.

Bei der Veranstaltung [Quelle: Roche]

Die Hospitation in Grenzach hat mir sehr viel Spaß gemacht und einen wertvollen Einblick in das Personalmarketing gegeben. Sie bedeutete einigen Vorbereitungs- und Abstimmungsaufwand, hat aber auch meinen Horizont erweitert und mein Verständnis für verschiedene Umfelder, Strukturen und Arbeitsweisen gefördert. Dies, zusammen mit den tatsächlichen Arbeitsinhalten, ist für mich eine hervorragende Basis, um mir selbst klarer darüber zu werden, wo meine eigenen Stärken und Interessen liegen und wo mich die Zukunft hinführen könnte. Insofern bin auch ich nun "clearer on my Career".

Zurück nach Basel und weiter nach Shanghai

Nun geht es, gewappnet mit vielen neuen Eindrücken, zurück nach Basel, von wo aus ich bereits im September zum Roche-Standort Shanghai fliegen werde – auf zum nächsten Perspektivenwechsel. Ich freue mich bereits jetzt auf diese Erfahrung.


Tagebuch (Roche)

Elisabeth ist Trainee bei Roche und macht gerade Station in Shanghai. In ihrem Projekt merkt sie, dass sie nicht auf die typisch deutsche Art "mit der Tür ins Haus fallen" darf. Und in ihrer Freizeit staunt sie über chinesische Tradition und Lebensart.

Ich arbeite als Ingenieurin im Expert-Start-Up-Programm (ESU) bei Roche Diagnostics. Dieses Programm soll Absolventen aus verschiedenen Ingenieurdisziplinen den Einstieg in das Unternehmen ermöglichen und das breite Aufgabenfeld vorstellen. Meine Fachdisziplin in Deutschland ist Projektmanagement mit dem Fokus Prozesstechnik und ich habe bisher hauptsächlich Erfahrung gesammelt in frühen Planungsphasen, zum Beispiel Projektinitiierung oder Concept Design Phase. Teil des ESU ist ein Auslandsprojekt – in meinem Fall in Shanghai.  Dort soll ich die Inbetriebnahme eines Büro- und Trainingsgebäudes unterstützen und das Projekt bis zur Übergabe an den Betreiber begleiten.

Elisabeth [Quelle: privat]

Elisabeth (26) studierte Technologie und Biotechnologie der Lebensmittel in Weihenstephan, TU München. Derzeit absolviert sie das Expert-Start-Up-Programm Engineering bei Roche Diagnostics. Seit Februar 2014 ist sie für ihre Auslandsstation in Shanghai.

Bevor es losging, hatte ich zwei Wochen, um mich in das Projekt einzuarbeiten und mich auf die kulturellen Unterschiede zwischen China und Deutschland einzustellen. Meine bisherige Erfahrung: Man kann sich darauf nicht wirklich einstellen. Rückblickend hat mir am meisten geholfen, offen gegenüber anderen Herangehensweisen zu sein und manches mit einem Lächeln und dem Spruch "TIC – That is China" hinzunehmen.

Keine Einzelkämpfer weit und breit

Mein Einstieg ins Projekt war vom ersten Tag an spannend. Anders als erwartet sprechen die meisten meiner Kollegen sehr gut Englisch, sind witzig und offen. Ich hatte befürchtet, dass die chinesischen Kollegen Einzelkämpfer und eher zurückhaltend sind – doch von dieser Vorstellung durfte ich mich glücklicherweise sehr schnell verabschieden.

Shanghai - Futuristischer Ausblick auf Pudong [Quelle: privat]
Shanghai - Futuristischer Ausblick auf Pudong

Ich koordiniere die interne und externe Dokumentation der Inbetriebnahme. Das bedeutet, dass ich einen Zeitplan für die Dokumentation der verschiedensten Disziplinen wie Bau, Elektro, Brandschutz, IT, Innenausstattung, Lüftung, festlege und die Ergebnisse einfordere. Da der Übergabetermin für das Gebäude bereits seit langem feststeht, ist eine sehr detaillierte Planung und Abstimmung mit allen Beteiligten ein wesentlicher Bestandteil meiner Arbeit.

Eine sehr enge, persönliche Führung ist daher nötig, um den Zeitplan einzuhalten. Dabei bestätigte sich mein erster Eindruck, dass in China genau definierte Strukturen und Anweisungen sehr wichtig sind. Auf der anderen Seite ist es sehr interessant zu erleben, wie unterschiedlich Chinesen im Vergleich zu Deutschen in ihrer Kommunikation sind. Das typisch deutsche "mit der Tür ins Haus fallen" ist hier nicht zielführend. Man muss sehr viel stärker auf die einzelne Person eingehen und sie einbeziehen. Das ist eine tolle Übung, um die Wahrnehmung zu schärfen und meine Erfahrungen vielleicht später als Führungskraft einzusetzen.

Mein erstes Wochenende: China total!

Da Sightseeing in der Gruppe mehr Spaß macht, verabredete ich mich am ersten Wochenende mit einer Deutschen und zwei Chinesinnen zu einer Tempeltour mit Abschluss in der chinesischen Altstadt von Shanghai. Es war sehr inspirierend zu sehen, wie traditionell und symbolisch die taoistische Tempelanlage gestaltet ist. Meine chinesische Kollegin erklärte die verschiedenen Götter und Einzelheiten: Ein Schwungdach wird zum Beispiel gebaut, damit die Drachen nicht landen, ein Löwe in jeder Ecke des Hauses hält Unheil fern. Die hohe Schwelle am Eingang zum Tempel hält böse Geister ab und man zollt Respekt, die Farbe Rot steht für Glück und Gold für Reichtum. So konnte man in jeder Ecke eine neue Geschichte finden, sehr mystisch und beeindruckend. Nach diesem tiefen Einblick in die Geschichte Chinas ging es weiter zur traditionellen Teezeremonie und zur chinesischen Massage. Am Abend hatte ich dann noch das Glück, spontan bei einer Kollegin zum traditionell chinesischen Kochen eingeladen zu sein: Cola-Chicken und Anis-Rind. Ein Tag mit umwerfenden Erfahrungen und gleichzeitig ein toller Start.

In den Teebergen bei Hangzhou [Quelle: privat]
In den Teebergen bei Hangzhou

Auch die weiteren Wochenenden habe ich für Ausflüge genutzt, um die Natur und das ursprüngliche China kennenzulernen, unter anderem in den Teebergen von Hangzhou. Eine schöne Abwechslung zum Trubel in Shanghai.

Elementares Kulturgut: Essen

Ein sehr wichtiger Teil meines China-Aufenthalts ist das Essen in allen asiatischen Variationen. Ich konnte mir vorher nicht vorstellen, wie abwechslungsreich man kochen und Gewürze und Geschmacksrichtungen kombinieren kann. Es ist jedes Mal aufs Neue ein Abenteuer, Essen anhand von Abbildungen in Menükarten oder auch "blind" zu bestellen und sich überraschen zu lassen, was man am Ende serviert bekommt. Vieles, wie zum Beispiel Ochsenfrosch, hätte ich in Deutschland nicht einmal probiert und manches werde ich auch nicht mehr probieren, die traditionellen Hühnerfüße oder gekochte Entenfüße zum Beispiel. Aber das günstige Essen an kleinen Ständen am Straßenrand werde ich sicher vermissen. Auf meiner Liste steht auf jeden Fall noch ein chinesischer Kochkurs und gegrillter Skorpion in Peking.

Streetfood auf den Straßen von Shanghai [Quelle: privat]
Streetfood auf den Straßen von Shanghai

Für die nächsten Wochen stehen in der Arbeit wichtige Meilensteine an. In meiner Freizeit habe ich eine Fahrt nach Peking und zur chinesischen Mauer geplant. Mein persönliches Highlight ist die Einladung auf die Hochzeitszeremonie eines chinesischen Kollegen. Es bleibt ein Abenteuer!