Das e-fellows.net Blog

Hier findest du Erfahrungsberichte über Veranstaltungen und Praktika, Insider-Informationen aus den Unternehmen und Neuigkeiten von e-fellows.net.


Erfahrungsbericht (McKinsey und Bertelsmann)

Was tun nach dem Bachelor? Direkt den Berufseinstieg wagen oder doch noch weiterstudieren? Christina entschied erst einmal am GapYear Programm teilzunehmen. Im Praktikum unter anderem bei McKinsey und Bertelsmann betreute sie spannende Projekte und lernte die unterschiedlichen Unternehmenskulturen kennen. Heute ist sie Junior Fellow bei McKinsey.

Vom GapYear Programm habe ich durch Freunde erfahren. Besonders spannend fand ich die Möglichkeit, viele unterschiedliche Einblicke  in Unternehmen, Branchen und Funktionen zu bekommen. Da ich mir damals noch nicht sicher war, in welche berufliche Richtung ich weiter gehen wollte, war diese Chance der ausschlaggebende Punkt, mich für das Programm zu bewerben.

Blog: Erfahrungsbericht Gap Year McKinsey Christina 77x100

e-fellows.net-Stipendiatin Christina (22) hat an der Karl-Franzens-Universität in Graz Betriebswirtschaftslehre studiert. Nach dem Bachelor machte sie im Rahmen des GapYear Programms u.a. bei Bertelsmann und McKinsey Praktika.

Nach der schriftlichen Bewerbung bekam ich auch bald die Einladung zum Interview-Tag. Am Vormittag  fand die Auswahl für McKinsey statt, die aus zwei Interviews und einem analytischen Test bestand. Am Nachmittag folgte dann je ein Interview mit den anderen Unternehmen. Noch am gleichen Abend bekam ich dann den Anruf mit der Zusage zu allen Praktika!

Start des GapYears

Bei McKinsey bekam ich während zwei Einführungstagen im Januar zunächst das Unternehmen und dessen Arbeitsweise genauer erklärt und die wichtigsten Informationen zu allen organisatorischen Abläufen. Dann begann auch schon mein Einsatz in einem Projektteam beim Klienten vor Ort. Mithilfe meiner Betreuer verschaffte ich mir einen Überblick über die Industrie unseres Klienten und lernte alle relevanten Prozessabläufe kennen.

Mein Team war für die Beratung eines deutschen Logistikunternehmens zuständig. Während des Projekts überarbeitete ich ein lineares Optimierungsmodell und erstellte zum Abschluss eine Präsentation mit Empfehlungen für den Klienten.

Vielfältige Arbeitsaufträge

Auch bei Bertelsmann wurden mir gleich zu Anfang das Unternehmen und die einzelnen Abteilungen erklärt, bevor ich mit meinen Aufgaben vertraut gemacht wurde. Ich führte eine Benchmarkinganalyse des Return-on-Sales aller Bertelsmann Divisionen durch. Dazu analysierte ich Geschäftsberichte von Wettbewerbern und erhob so die relevanten Daten. Meine Ergebnisse fasste ich in einer Präsentation für den Vorstand zusammen. Außerdem unterstützte ich die Abteilung bei diversen Strategie-Themen für den Aufsichtsrat und Vorstand.

Alumni-Porträt Stephanie Haarmann von Bosch, Bildquelle: sxc.hu, User: clix

Mehr Erfahrungsberichte?

Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte". 

Unterschiede zwischen den Unternehmen

Sehr interessant fand ich, wie deutlich die Unterschiede in den Unternehmenskulturen bei der täglichen Arbeit sind. Der Umgang mit Hierarchien, Problemen und Teamarbeit wurden teilweise sehr unterschiedlich gehandhabt. Diese Aspekte hatten einen sehr großen Einfluss auf die Arbeitsabläufe und Aufgaben.

Gut betreut durchs GapYear

Ich hatte bei jeder Station einen Ansprechpartner, mit dem ich Probleme hätte besprechen können. Natürlich konnte ich mich mit inhaltlichen Fragen auch immer an meinen direkten Vorgesetzten wenden. Außerdem gab es immer andere GapYear Teilnehmer oder Praktikanten, mit denen ich mich austauschen konnte und die mir geholfen haben. Gut fand ich, dass meine Chefs in jedem Praktikum mit mir ein Zwischen- und ein Abschlussfeedbackgespräch führten. Besprochen wurde, wie gut ich meine Aufgaben erfüllt hatte, meine Stärken, Verbesserungspotenziale und wie ich mich in das Team und die Abteilung integriert hatte.

Berufseinstieg nach dem GapYear

Den Sommer nach dem GapYear habe ich genutzt, um zu reisen und meiner großen Leidenschaft, dem Rennradfahren, nachzugehen. Anfang September habe ich eine Tour von Rom nach Innsbruck gemacht - ohne Zweifel die beste Reise, die ich je gemacht habe und eine unglaublich spannende Erfahrung!

Im Oktober bin ich dann als Junior Fellow bei McKinsey eingestiegen. Dass ich nach dem GapYear erst einmal anfange zu arbeiten, war für mich immer eine Option. Ich habe die Zeit deshalb noch einmal bewusst genutzt, um ins Arbeitsleben hineinzuschnuppern und dann zu entscheiden, ob ich den Master direkt im Anschluss oder erst in einigen Jahren machen möchte. Aufgrund der unglaublich spannenden und interessanten Arbeit bei McKinsey, der netten Kollegen und dem super Einstiegsangebot habe ich dann endgültig entschlossen, direkt ins Berufsleben einzusteigen und den Master erst in drei Jahren zu machen, wie es das Junior Fellow Programm vorsieht.

Fazit

Ich bin sehr froh, an dem Programm teilgenommen zu haben! Ich habe die Chance genutzt, Einblicke in unterschiedliche Branchen, Funktionen, Unternehmen und Unternehmenskulturen zu bekommen. So konnte ich für mich herausfinden, welche Aspekte für mich bei der Arbeit wichtig sind, welche Bereiche und Aufgaben mir am meisten Spaß machen und in welche Richtung ich weiter gehen möchte. Außerdem habe ich in diesem Jahr viele Freunde gewonnen. Durch das häufige Wechseln der Wohn-/Arbeitsorte und somit sozialen Umfelder lernt man unheimlich viele Leute kennen, von denen mir sehr viele als gute Freunde erhalten bleiben werden.


Die e-fellows.net-Mitarbeiter stellen sich vor: Teil 97

Mit Rübli-Muffins und Schoko-Brownies hat sich Katrin gleich in die Herzen ihrer Kollegen gebacken. Bei e-fellows.net kümmert sie sich um die Organisation des MBA Days und hält als gute Seele im Sekretariat den Laden zusammen.

Teil 97 der Serie: Wer sind die eigentlich bei e-fellows.net

Was machst du bei e-fellows.net?

Ich arbeite im Marketing und Office Management. Neben der Organisation des MBA Days und der Koordination des Buchprojekts "Perspektive Unternehmensberatung" zählen Buchhaltung und administrative Tätigkeiten zu meinen Aufgaben.

Was hast du vorher gemacht?

Studiert habe ich BWL mit Schwerpunkt Medien und Kommunikation an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Heidenheim. Nach anschließenden vier Monaten Work & Travel in Neuseeland habe ich ein Volontariat in der Corporate-Communication-Abteilung einer Unternehmensberatung gemacht und danach für einen Fernsehsender gearbeitet.

Was gefällt dir an deiner Arbeit bei e-fellows.net?

e-fellows.net-Mitarbeiterin Katrin

Meine Arbeit ist durch die beiden Tätigkeitsbereiche Marketing und Office Management sehr abwechslungsreich. Die Arbeitsatmosphäre bei e-fellows.net ist sehr gut, die Kollegen sind hilfsbereit und unkompliziert. Man wird vom ersten Tag an in Projekte miteinbezogen und arbeitet schnell eigenverantwortlich – gerade als Berufseinsteiger hat man hier die Möglichkeit, sich schnell weiterzuentwickeln.

Welche privaten Interessen hast du?

Zeit mit Freunden und meiner Familie zu verbringen ist mir sehr wichtig, dazu gehört gemeinsam zu Kochen oder Essen zu gehen, Ausflüge , Kino, Feiern, aber auch spazierengehen. Auch der Sport darf nicht zu kurz kommen, besonders das Tanzen gehört zu meinem wöchentlichen "Pflichtprogramm", weil ich hier am besten neue Energie tanken kann. Ein gutes Buch lesen, Musik hören, Spazieren gehen oder in irgendeiner Art und Weise kreativ sein brauche ich zum Entspannen.

Was war dein skurrilstes Erlebnis mit dem Internet?

Ich glaube, das war in der achten Klasse. Wir hatten ein "Klassenboard" mit Profilen und Threads, und konnten darüber Hausaufgaben austauschen oder vor Klassenarbeiten Panik verbreiten. Das war damals ziemlich abgefahren und höchst innovativ.

 

Welche (lebende oder historische) Person würdest du gerne treffen?

Da fällt mir, auch nach längerem Nachdenken, niemand Konkretes ein. Familie und meine Freunde, die nicht in München wohnen, öfters zu sehen – das wäre schön.

Was willst du in deinem Leben unbedingt noch machen?

Reisen nach Südamerika, Kanada und Asien, heiraten, Kinder bekommen, vielleicht ein Haus bauen!? Hauptsache glücklich und zufrieden sein, und nie aufhören, sich weiterzuentwickeln. Und sonst fällt mir zu der Frage nur ein Zitat von John Lennon ein: "Life is what happens to you while you are busy making other plans."


Tagebuch (Bosch Rexroth)

Abschließbare Regenschirmständer, Kirschblüten überall und Automaten, die Batterien oder Eiscreme verkaufen – während seines Praktikums für Bosch Rexroth in Japan macht Andreas viele Entdeckungen. Und in der Arbeit im Controlling betätigt er sich als Detektiv, um Falschbuchungen aufzuspüren.

Nach meinem Bachelor-Studium wollte ich erst einmal ein wenig Abwechslung in den Studentenalltag bringen und mein Uni-Wissen in der Praxis anwenden. Ich hatte mir schon länger überlegt, ein Auslandspraktikum in Asien zu machen. Nach einiger Recherche habe ich mich für Japan entschieden und fand ein Praktikum bei Bosch Rexroth, das zu meinem Vertiefungsfach Controlling passte.  

Ankunft in Japan

Nach der Ankunft am Flughafen in Narita fuhr ich zuerst mit dem Bus nach Tsuchiura, wo das Werk von Bosch Rexroth liegt, in dem ich arbeiten werde. Die erste Nacht schlief ich im Hotel. Am nächsten Morgen holte mich eine Kollegin ab. Sie half mir dabei, meine Aufenthaltsgenehmigung zu beantragen und meine Adresse bei der Stadtverwaltung zu registrieren. Meine Ankunft in Japan und der erste Tag wurden von der Personalabteilung perfekt organisiert - so ist alles reibungslos gelaufen.

Andreas ist für ein Praktikum bei Bosch Rexroth in Japan [Quelle: Bosch Rexroth]

Andreas Fröhler (23) studiert Wirtschaftsingenieurwesen in Dresden. Gerade ist er als Praktikant von Bosch Rexroth in Japan.

Mein Start im japanischen Büro

An diesem Tag lernte ich auch meine anderen Kollegen kennen. Am Anfang hatte ich Bedenken, dass die Kulturunterschiede und die Sprachbarriere vielleicht doch zu groß sein könnten und ich dadurch vielleicht kein richtiges Team-Mitglied werden würde. Dem war jedoch nicht so und von der sprichwörtlichen japanischen Zurückhaltung konnte ich auch nichts spüren. Alle gingen offen auf mich zu und nahmen mich herzlich in das Team auf.

Am Ende der zweiten Woche gab es eine Willkommensparty für die neuen Praktikanten. Die gesamte Abteilung ging zusammen in eine Izakaya (eine japanische Bar mit vielen kleinen Leckereien). Dort hatte ich auch die Möglichkeit, meine Kollegen und die anderen Praktikanten besser kennenzulernen.

Die Mitarbeiter von Bosch Rexroth versorgen die Marathon-Läufer [Quelle: Bosch Rexroth]

Am darauffolgenden Samstag fand Japans drittgrößter Marathon statt, der direkt am Werksgelände vorbeiführte. Auch dieses Jahr versorgte Bosch Rexroth die Läufer mit kostenlosen Getränken.

Englisch lernen beim Mittagessen

In meiner Abteilung ist die Geschäftssprache hauptsächlich English – das ist aber nicht in allen Teams so. Aus diesem Grund gibt es jeden Mittwoch einen English-Lunch. Dort können alle mitmachen, die ihr Englisch verbessern oder einfach anwenden wollen. Wir treffen uns in einem Besprechungsraum, jeder bringt sein eigenes Mittagessen mit und wir sprechen Englisch miteinander. Es nehmen auch fast alle Praktikanten daran teil, weil man so noch Kollegen außerhalb der eigenen Abteilung kennenlernt und dort auch viele gemeinsame Freizeitaktivitäten geplant werden, wie zum Beispiel den Besuch des Kirschblüten-Fests.

Hanami Matsuri, das Kirschblüten-Fest

Japan ist nicht nur das Land der aufgehenden Sonne, sondern auch der Kirschblüten. Man kann sie auf Münzen, Kleidung und Verpackungen finden. Da die ganze Nation anscheinend verrückt nach Kirschblüten ist, gibt es dafür sogar ein eigenes Fest, bei dem man sich zum Picknicken unter einem Kirschbaum trifft und die Schönheit der Blüten bewundert.

Kirschblütenfest in Japan [Quelle: Bosch Rexroth]

Wer jetzt denkt, dass es im Sommer dann Unmengen von Kirschen gibt und die Japaner gar nicht mehr wissen wohin damit, liegt falsch. Fast alle Kirschbäume sind Zierkirschen und tragen keine essbaren Früchte.

Meine Aufgaben im Controlling

In meiner Abteilung bin ich direkt in das Tagesgeschäft eingebunden. Ich erstelle monatlich Kostenstellen- und Abteilungsberichte, anhand derer die Abteilungsleiter die Kostenentwicklung des letzten Monats bewerten und gegebenfalls Maßnahmen ergreifen können. Außerdem bin ich auch an der Kostenanalyse beteiligt. Dabei gehen wir auf die Suche nach Falschbuchungen und Gründen für Kostenabweichungen vom Plan. Das ist zum Teil richtige Detektivarbeit, bis man den Verursacher der Abweichung gefunden hat.

Weiterhin war ich auch an der Erstellung einer sehr umfangreichen Präsentation für die Geschäftsleitung in Deutschland beteiligt. Zusätzlich arbeiten wir verstärkt an neuen Berichten, um zum einen verschiedene, unterschiedlich stark aggregierte Sichtweisen auf unsere Daten bereitstellen zu können und zum anderen die Lesbarkeit und Verständlichkeit für Nicht-Controller zu erhöhen. Es macht mir richtig Spaß, an diesem Prozess beteiligt zu sein, da ich so die Möglichkeit habe, mich in die Entwicklung einzubringen.

Japan entdecken

Wenn ich schon in einem kulturell so spannenden Land bin, dann will ich auch jeden freien Tag nutzen, um es zu erkunden. Meine Reisen haben mich bisher nach Nikko und in die Kansai-Region geführt. Außerdem war ich in der kulturellen Hauptstadt Japans, in Kyoto.

Tempel in Japan [Quelle: Bosch Rexroth]

Nirgends kann man die Traditionen der Edo-Zeit noch so lebhaft spüren wie hier. Es gibt in Kyoto zum Beispiel noch viele kleine alte Holzhäuser. Man kann Geishas auf offener Straße sehen und viele Frauen tragen ihre Kimonos als Alltagskleidung. Auch die Sehenswürdigkeiten sind atemberaubend, die Stadt atmet förmlich Kultur. Nach fast einer Woche Urlaub in Kyoto hatte ich noch immer nicht alles gesehen.

Kurioses

Getränkeautomaten kennt sicherlich jeder, nur ist die Dichte in Japan bedeutend höher. In jedem Stadtviertel, und sei es auch noch so verlassen, findet man immer mindestends zwei Automaten. Die ausgefalleneren Modelle verkaufen zum Beispiel Batterien, Eiscreme oder auch vollständige Mahlzeiten.

Absperrbare Schirmständer in Japan [Quelle: Bosch Rexroth]

Ein weiteres Kuriosum war für mich der Umgang mit dem Wetter. Ich habe mich manchmal gefragt, ob Japaner etweder aus Zucker sind oder eine massive Angst vor Regen haben. Denn sobald der Wetterbericht nur eine minimale Wahrscheinlichkeit für Regen vorhersagt, hat jeder Japaner einen Regenschirm dabei. Auch gibt es plötzlich überall Regenequipment zu kaufen. Viele Japaner haben sogar dann einen Regenschirm dabei, wenn die Sonne scheint. Man will ja schließlich nicht braun werden.

Das führt dazu, dass es an vielen öffentlichen Gebäuden entweder abschließbare Schirmständer gibt oder spezielle Tüten für die Regemschirme, damit man das Wasser nicht im Gebäude verteilt oder andere Menschen damit nass macht.


Erfahrungsbericht (Harvard WorldMUN 2014)

Wie überzeugt man andere von einem Plan? Wie diskutiert und debattiert man richtig? Und welche Strategien gibt es, um in Verhandlungen gute Ergebnisse zu erzielen? Das alles lernt man als Teil der Delegation für die Harvard WorldMUN, eine der größten UN-Simulationen. e-fellows-Stipendiatin Katrin war bei der letzten Harvard WorldMUN in Brüssel mit dabei und berichtet, wie sie die neuen Fähigkeiten aus den Trainings auch gleich während ihres Praktikums nutzen konnte.

Titel und Thema der Veranstaltung

Harvard WorldMUN 2014

Zeit und Ort

17.- 21. März, Brüssel, Belgien

Teilnehmerzahl

Über 2.000 Studenten aus aller Welt - und eine Delegation aus e-fellows

e-fellows.net-Stipendiatin Katrin (21) studiert Betriebswirtschaftslehre in Münster und nahm im März 2014 zum ersten Mal an der Harvard WorldMUN teil. Sie unterstützt e-fellows.net-Alumnus Tobias Henz und Stipendiatin Rima-Maria Rahal im Marketing und bei der Suche nach der be.boosted-Delegation für die Harvard WorldMUN 2015 in Seoul.

Vor ziemlich genau einem Jahr bekam ich den Newsletter von e-fellows.net und mir fiel ein Beitrag zur Harvard WorldMUN ins Auge. Das ist eine der größten und renommiertesten Model-United-Nations-Konferenzen mit über 2000 Studierenden aus aller Welt, inklusive intensiver Vorbereitung. Ich beschloss spontan, mich zu bewerben und hatte keine Ahnung, dass damit eine der bereicherndsten Erfahrungen meines Lebens beginnen sollte.

Vorbereitung On- und Offline mit Studenten aus ganz Deutschland

Die Freude, das kompetitive Auswahlverfahren bestanden zu haben und ein Teil der Delegation zu sein, war allen Delegierten in der ersten Online-Telefonkonferenz zwei Tage später deutlich anzumerken. Es ging auch direkt los: Nach der Vorstellungsrunde stiegen wir sofort in Rhetorik-Techniken und das Thema "(spontane) Reden halten" ein. Wie drücke ich mich präzise aus? Welche rhetorischen Mittel sind einfach zu nutzen und haben eine große Wirkung? Wie stelle ich sicher, dass meine Zuhörer aufmerksam bleiben?

Mit viel Input und Spaß bestritten wir gemeinsam die Online-Meetings bis zum ersten persönlichen Kennenlernen. Ich wusste schon viel über die Fähigkeiten, Stärken und Schwächen von allen, war aber doch überrascht, wie groß oder klein manche der zuvor nur im Videokonferenz-Fenster gesehenen Delegierten in natura waren, wie sehr die Online-Meetings vorher uns bereits zusammengeschweißt hatten und wie gut wir uns schon zu kennen schienen.

Erlerntes auch gleich praktisch nutzen

Nach meiner Rückkehr ging es in die heiße Phase eines Projektes in meinem Praktikum bei der Deutschen Telekom, das ich zu der Zeit gerade absolvierte, und ich habe dabei gemerkt, dass das Training mit der Delegation für diese Zeit dort auch sehr nützlich war. Mir fiel es nicht nur leichter, mit Kollegen und Dienstleistern präziser und effizienter zu kommunizieren, auch die Struktur meiner Anweisungen z. B. an Hostessen (die ich schon bald komplett eigenständig einweisen durfte) verbesserte sich - vor allem auch dadurch, dass wir während des gesamten Trainings immer wieder an unseren Führungskompetenzen arbeiteten.

Hierbei half mir vor allem auch das Verhandlungstraining, das einen wichtigen Teil der Vorbereitung darstellte. Begleitet von Experten stürzten wir uns in "Harvard-style Negotiating". Dabei lernte ich, wie auch die einfachsten Techniken (z. B. nur das kleine Wort "aber" durch ein "und" zu ersetzen) großen Anteil an einer besseren Kommunikation und somit auch an einem für alle Parteien positiven Verhandlungsergebnis haben kann. Dies sollte mir bei WorldMUN noch ganz besonders helfen.

Bei der Harvard WorldMUN 2015 dabei sein

Wer eine WorldMUN selbst miterleben will, kann bei der Harvard WorldMUN 2015 in Seoul dabei sein - als Teil der be.boosted delegation. Als Delegationsmitglied gibt es ein Stipendium für Reise, Unterbringung und Vorbereitung. Bewerbungen sind noch bis 16.10. unter www.be-boosted.org möglich.

Als e-fellow bekommst du zudem die Möglichkeit, exklusiv von den Teammitgliedern auf die finale Auswahl vorbereitet zu werden - gib einfach bei der Bewerbung an, dass du e-fellow bist.

Nähere Informationen gibt es unter http://www.be-boosted.org/delegate-recruiting.html.

Mit 400 Studenten aus aller Welt verhandeln

In Brüssel saß ich zusammen mit meiner Partnerin Daniela im größten Komitee der Konferenz, dem DISEC (Disarmament and International Security Committee). 400 Delegierte aus aller Welt sollten das Problem des Einsatzes unbemannter Drohnen außerhalb von Kriegsgebieten lösen. Von Anfang an konnten wir uns Dank inhaltlich und rhetorisch bestens vorgetragender Reden Aufmerksamkeit verschaffen, sodass es leicht fiel, außerhalb des Komitee-Raumes alle Raffinessen des Verhandelns anzuwenden, um uns in eine Führungsposition der Gruppe zu bringen. Gemeinsam schafften wir es, uns mit einer der stärksten Gruppen des Komitees zusammenzuschließen und unsere Resolution zur Abstimmung zu bringen. Dabei arbeiteten wir nicht nur Hand in Hand mit Studierenden aus aller Welt und verschiedenster Kulturen sondern konnten auch auf Augenhöhe mit "Konkurrenten" von Harvard, Oxford und anderen Elite-Universitäten verhandeln. Eine wirklich besondere Erfahrung!

Und wenn es mal zu stressig wurde, halfen unsere Delegations-Coaches während den Komitee-Sitzungen, unsere Kräfte richtig einzusetzen und erinnerten uns an die Inhalte des Trainings mit allen Kniffen und Tricks. Abends konnten wir mit den anderen Delegationsmitgliedern neue Energie tanken.

Alumni-Porträt Stephanie Haarmann von Bosch, Bildquelle: sxc.hu, User: clix

Mehr Erfahrungsberichte?

Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte". 

Am letzten Tag scheiterte jedoch unsere Resolution - aber nur ganz knapp an nur einer Hand voll Stimmen. Nichtsdestotrotz: Während der Closing Ceremony bekam unsere Gruppe vier der sieben zu vergebenen Diplomacy Awards. Einen besseren Beweis unserer guten Leistung gibt es wohl kaum. Wir waren stolz, die Inhalte unseres Training umgesetzt, eine Führungsposition im Komitee eingenommen und einen bleibenden Eindruck bei unserem Chair hinterlassen zu haben. Es ist nicht leicht, sich die Namen aller 400 Delegierten zu merken, aber unsere kannte er ganz genau.

Teil der Delegation zu sein war definitiv eines der intensivsten Erlebnisse meines bisherigen Lebens und ich freue mich, als Teil des Marketing-Teams auch weiter dabei zu sein und alle neuen Bewerber und zukünftige Delegierte für 2015 kennenzulernen.


Die e-fellows.net-Mitarbeiter stellen sich vor: Teil 96

Agnes ist die dritte Auszubildende, die den Weg zur Veranstaltungskauffrau bei e-fellows.net bestreitet. Im Projektmanagement kümmert sich das Organisationstalent um Flug- und Hotelbuchungen, textet Facebook-Postings, ist bei vielen Events vor Ort und unterhält das Team mit ihrer frechen Art.

Teil 96 der Serie: Wer sind die eigentlich bei e-fellows.net

Was machst du bei e-fellows.net?

Agnes macht bei e-fellows.net eine Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau

Ich habe im August 2014 mit meiner Ausbildung als Veranstaltungskauffrau im Projektmanagement bei e-fellows.net angefangen. Ich bin bei vielen Veranstaltungen präsent - vor allem bei Startschuss Abi in Stuttgart, Gelsenkirchen, Frankfurt und Hamburg. Aber auch bei anderen Events, wie zum Beispiel bei Perspektive Wirtschaftskanzlei bin ich vor Ort. Wenn ich mal nicht gerade durch Deutschland reise, arbeite ich viel mit Excellisten, erstelle Facebook-Posts, telefoniere mit Studenten, buche Flug- und Zugtickets oder Hotelzimmer. Und falls man mich mal nicht an meinem Schreibtisch anfindet, dann quäle ich mich in der Berufsschule mit meinem "Lieblingsfach" Rechnungswesen.

Was hast du vorher gemacht?

Bevor ich bei e-fellows.net mit meiner Ausbildung angefangen habe, habe ich das Abitur gemacht.

Was gefällt dir an deiner Arbeit bei e-fellows.net?

Mir macht es wirklich viel Spaß, bei e-fellows.net zu arbeiten. Ich bin von super netten Kollegen umgeben, es gibt immer viel zu lachen und meine Aufgaben sind wirklich vielseitig. Auch wenn ich erst seit Kurzem bei e-fellows.net arbeite, darf ich schon allerlei Projekte selbständig machen und meine Ideen einbringen.

Welche privaten Interessen hast du?

Ich lese unheimlich gerne und auch wirklich wahnsinnig viel. Im Sommer gehe ich gerne schwimmen oder inlineskaten. Außerdem ist es mir sehr wichtig, viel mit meiner Familie und meinen Freunden zu unternehmen.

Was war dein skurrilstes Erlebnis mit dem Internet?

Um ehrlich zu sein, habe ich kein wirklich skurriles Erlebnis im Internet. Ich habe relativ spät angefangen, Soziale Netzwerke zu nutzen und davor habe ich lediglich Informationen für Referate recherchiert oder als Kind das ein oder andere Dress-Up-Spiel gespielt.

Welche (lebende oder historische) Person würdest du gerne treffen?

Ich interessiere mich sehr für Geschichte, deswegen hätte ich gerne einige historische Persönlichkeiten kennengelernt - von Kleopatra bis zu König Heinrich VIII. Am liebsten würde ich in deren Lebenszeit zurück reisen, um alles mit eigenen Augen sehen zu können. Wobei ich dabei auch sagen muss, dass ich wohl lieber ein stiller Beobachter wäre; wer weiß, was da alles passieren könnte – im schlimmsten Fall endet man ohne Kopf!

Was willst du in deinem Leben unbedingt noch machen?

Ich will in meinem Leben unbedingt noch viel reisen – aber eher weniger der Sonne entgegen. Das russische Zarentum und die chinesischen Kaiser interessieren mich sehr. Deswegen möchte ich unbedingt einmal nach Russland und China reisen. Außerdem möchte ich nach Island, Grönland und Japan.